Immobilienmarktbericht Berlin Q2 2025

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Marktdynamik
Der Berliner Markt für Ein- und Zweifamilienhäuser befindet sich in einer positiven Trendwende. Nach Preisrückgängen in 2023 und 2024 stieg der Medianpreis auf 615.800 EUR, ein Plus von 2,8 Prozent bzw. 16.800 EUR gegenüber dem Vorjahr. Diese Entwicklung signalisiert eine Stabilisierung des Segments, das zuvor unter Druck stand.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
Der Markt ist stark fragmentiert. Bezirke wie Schöneberg, Tiergarten und Treptow verzeichnen Preisgewinne von rund 4 Prozent, während Mitte, Kreuzberg, Tempelhof und Reinickendorf um etwa 3 Prozent zulegen. Demgegenüber stehen Korrektionen in Steglitz (-4 %), Pankow (-3 %), Wedding (-3 %) und ein deutlicher Rückgang in Marzahn (-13 %).
Prognose und Ausblick
Die eingeleitete Trendwende dürfte sich bei anhaltend hoher Nachfrage und begrenztem Angebot fortsetzen. Allerdings bleibt die regionale Fragmentierung ein bestimmendes Merkmal des Marktes. Bezirke mit starken Korrektionen könnten mittelfristig Aufholpotenzial entwickeln, während Toplagen weiteres moderates Wachstum erwarten lassen.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Marktdynamik
Der Berliner Wohnungsmarkt zeigt eine deutliche Zweiteilung: Der Bestandsmarkt mit rund 6.100 Transaktionen stabilisiert sich nach den Tiefständen der Vorjahre, und die Abwärtsbewegung der Preise ist stadtweit gestoppt. Das Neubausegment hingegen bleibt mit nur 750 Kaufverträgen im ersten Halbjahr 2025 strukturell schwach, trotz steigender Genehmigungszahlen von 14.079 für 2025.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
City-Lagen dominieren das Marktgeschehen mit rund 40 Prozent des Umsatzes (524 Mio. EUR), während Topcity-Lagen einen Umsatzanteil von 36 Prozent aufweisen. Zentrale Lagen (City und Topcity zusammen) sind für fast 80 Prozent des Gesamtumsatzes von knapp einer Milliarde Euro verantwortlich. Randlagen spielen eine untergeordnete Rolle.
Prognose und Ausblick
Der Bestandsmarkt dürfte sich bei moderaten Preissteigerungen weiter festigen. Das Neubausegment bleibt durch hohe Baukosten und Finanzierungshürden belastet, obwohl der Bauüberhang von 50.408 Wohneinheiten theoretisches Potenzial bietet. Eine rasche Belebung des Neubaus ist kurzfristig nicht zu erwarten.
3. Häuser zur Miete
Marktdynamik
Für den Mietmarkt von Ein- und Zweifamilienhäusern in Berlin liegen für 2025 keine spezifischen Daten vor. Allgemein ist der Berliner Mietmarkt durch Angebotsknappheit und steigende Nachfrage geprägt, was auch dieses Segment strukturell beeinflusst. Eine hohe Konkurrenz unter Mietinteressenten ist anzunehmen.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
Aufgrund fehlender segmentspezifischer Daten können keine gesicherten Aussagen zu regionalen Preisunterschieden im Bereich der Mietangebote für Häuser gemacht werden. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die allgemeine Berliner Marktfragmentierung auch dieses Segment betrifft, mit höheren Mieten in zentralen und gefragten Bezirken.
Prognose und Ausblick
Angesichts der allgemeinen Berliner Mietmarktdynamik – chronische Angebotsengpässe, hohe Nachfrage und steigendes Preisniveau – ist auch für das Segment der Mietangebote für Häuser von einem anhaltenden Nachfrageüberhang auszugehen. Eine Entspannung ist kurzfristig nicht zu erwarten.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Marktdynamik
Der Berliner Mietwohnungsmarkt steht unter erheblichem Druck. Die durchschnittliche Angebotsmiete liegt bei 15,74 EUR/m², der Median bei 15,78 EUR/m². Chronische Angebotsknappheit trifft auf hohe und weiter steigende Nachfrage. Rund die Hälfte aller Mietangebote ist zeitlich befristet, was den effektiven Wettbewerb um unbefristete Angebote zusätzlich intensiviert.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
Spezifische bezirkliche Mietpreisdaten für Wohnungen sind im vorliegenden Bericht nicht ausgewiesen. Generell ist davon auszugehen, dass zentrale und gefragte Lagen deutlich über dem städtischen Durchschnitt liegen, während Randlagen etwas günstigere Mieten aufweisen. Die Fragmentierung des Marktes spiegelt sich auch im Mietwohnungssegment wider.
Prognose und Ausblick
Angesichts des strukturellen Angebotsdefizits und der anhaltend hohen Nachfrage ist ein weiterer Anstieg der Angebotsmieten wahrscheinlich. Der schwache Neubausektor verschärft die Situation mittelfristig. Eine Entspannung ist erst bei deutlicher Ausweitung des Wohnungsangebots zu erwarten, was aufgrund hoher Baukosten und Finanzierungshürden unwahrscheinlich bleibt.































