Immobilien Marktbericht Bremen Q3 2025

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Marktdynamik
Das Angebot an Häusern in Bremen bleibt moderat bis leicht rückläufig, während die Nachfrage durch verbesserte Finanzierungsbedingungen und mögliche EZB-Zinssenkungen gestützt wird. Die Leerstandsquote bei Wohnimmobilien stieg von 4,5 % (2023) auf 5,4 % (2024) und wird für 2025 auf 5,6 % prognostiziert, was auf eine leichte Entspannung hindeutet. Die geringe Neubautätigkeit bleibt ein zentraler preistreibender Faktor.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
In Bremen-West stiegen die Hauspreise 2025 um 5,4 % auf 2.612 €/m² (Vorjahr: 2.478 €/m²). Zentrale Lagen wie die City und die Überseestadt weisen niedrige Leerstandsquoten auf und bleiben besonders nachgefragt. Periphere Stadtteile verzeichnen eine geringere Nachfrage und schwächere Preisentwicklung.
Prognose und Ausblick
Kurzfristig wird mit einer Stabilisierung oder einem leichten Preisanstieg gerechnet, insbesondere in gefragten Lagen. Marktkorrektionen sind möglich, ein nachhaltiger Preisverfall wird jedoch nicht erwartet. Potenzielle EZB-Zinssenkungen könnten die Kaufnachfrage zusätzlich stimulieren und die positive Marktdynamik weiter festigen.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Marktdynamik
Der Leerstand bei Eigentumswohnungen ist marginal und konzentriert sich auf sanierungsbedürftige Objekte in weniger gefragten Lagen. Energetisch sanierte Wohnungen werden besonders stark nachgefragt und erzielen Preisaufschläge von bis zu 20 % gegenüber unsanierten Vergleichsobjekten. Bestandswohnungen entwickeln sich preislich stabiler als Neubauwohnungen, bei denen hohe Erstellungskosten zu deutlichen Preisaufschlägen führen.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
In Bremen-West stieg der Preis für Eigentumswohnungen 2025 um 4,8 % auf 2.823 €/m² (Vorjahr: 2.692 €/m²). Neubauwohnungen in bevorzugten Wohnlagen verzeichneten 2024 ein Plus von 4,8 %, während Weiterverkäufe um 6,2 % sanken. Zentrale und gut erschlossene Lagen behalten ihre hohe Attraktivität.
Prognose und Ausblick
Für den Zeitraum 2030 bis 2040 werden steigende Preise aufgrund von Bevölkerungswachstum und wachsender Nachfrage nach nachhaltigen Immobilien prognostiziert. Gebäude, die Energieeffizienzstufen nicht erfüllen, riskieren einen Wertverlust. Kurzfristig bleibt der Markt durch anhaltend hohe Attraktivität und robuste Nachfrage geprägt.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Marktdynamik
Der Mietmarkt für Häuser zeigt sich verhaltener als der Kaufmarkt, entwickelt sich jedoch kontinuierlich aufwärts. Trotz sinkender Kaufpreise in einzelnen Segmenten in der Vorperiode stiegen Mieten weiter, insbesondere in gefragten Lagen. Die Stabilität des Vermietungsmarktes bleibt ein prägendes Merkmal der gesamten Bremer Marktentwicklung.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
Besonders in zentralen Lagen wie der City und der Überseestadt sind die Mietpreise für Häuser überdurchschnittlich hoch, da diese Gebiete niedrige Leerstandsquoten aufweisen und ungebrochen attraktiv bleiben. Periphere Lagen verzeichnen eine geringere Mietpreisdynamik und werden weniger stark nachgefragt als zentrale Stadtteile.
Prognose und Ausblick
Der Mietmarkt für Häuser entwickelt sich mit moderaten Preisaufschlägen kontinuierlich weiter. Kurzfristig wird mit einer Stabilisierung der Mietpreise gerechnet, während mittelfristig eine moderate Aufwärtsbewegung erwartet wird. Die anhaltende Angebotsknappheit und robuste Nachfrage bleiben die dominierenden Marktmerkmale.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Marktdynamik
Der Mietwohnungsmarkt wird als das dynamischste Segment des Bremer Wohnimmobilienmarktes eingeschätzt. Das Angebot bleibt durch geringe Neubauaktivitäten begrenzt, während die Nachfrage robust bleibt. Die Mietpreise hängen von Faktoren wie Lage, Ausstattung und Marktdynamik ab, wobei energetisch sanierte Objekte besonders gefragt sind.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
In zentralen Lagen wie der City und der Überseestadt sind die Mietpreise für Wohnungen am höchsten, da diese Gebiete eine hohe Nachfrage und niedrige Leerstandsquoten aufweisen. Sanierungsbedürftige Objekte in weniger gefragten Lagen verzeichnen einen marginalen, aber konzentrierten Leerstand, während gut ausgestattete Wohnungen in bevorzugten Stadtteilen kaum verfügbar sind.
Prognose und Ausblick
Kurzfristig wird mit einer Stabilisierung der Mietpreise gerechnet, wobei die anhaltende Angebotsknappheit weiteren Aufwärtsdruck erzeugt. Mittelfristig könnten steigende Energieeffizienzanforderungen die Preisdifferenzierung zwischen sanierten und unsanierten Objekten weiter verstärken. Der Mietwohnungsmarkt bleibt ein stabiles und gefragtes Segment des Bremer Immobilienmarktes.






























