Immobilien Marktbericht Freiburg Q2 2025

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Marktdynamik
Der Markt für Häuser zum Kauf in Freiburg zeigte sich in Q2 2025 stabil mit Anzeichen einer leichten Erholung gegenüber dem schwächeren Jahresstart. Die Nachfrage blieb auf hohem Niveau, während das Angebot durch rückläufige Baubeginnzahlen – bundesweit minus 73 % seit 2022 – strukturell knapp blieb. Neubauhäuser sind besonders rar, was den Preisdruck bei Bestandsimmobilien in attraktiven Lagen aufrechterhält.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
Zentrale und traditionsreiche Stadtteile wie Wiehre und Herdern erzielen deutlich überdurchschnittliche Preise und verzeichnen eine besonders hohe Nachfrage. Stadtrandlagen und suburbane Bereiche gewinnen zunehmend an Attraktivität, da Käufer angesichts des Preisniveaus in zentralen Lagen vermehrt auf günstigere Alternativen ausweichen. Dieser Suburbanisierungstrend dürfte sich mittelfristig fortsetzen.
Prognose und Ausblick
Experten erwarten eine moderate Stabilisierung oder leichte Erholung der Hauspreise in Freiburg, gestützt durch anhaltend hohe Nachfrage und ein knapp bleibendes Angebot an Bauland. Die Zinsentwicklung sowie Baukosten bleiben zentrale Einflussfaktoren. Eine deutliche Preiskorrektur nach oben oder unten gilt als unwahrscheinlich, solange das makroökonomische Umfeld stabil bleibt.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Marktdynamik
Eigentumswohnungen in Freiburg verzeichneten in Q2 2025 eine leichte Preisbelebung nach einem verhaltenen Jahresbeginn. Die Nachfrage blieb konstant hoch, während das Angebot durch steigende Baukosten und begrenzte Baulandverfügbarkeit unter Druck stand. Neubauwohnungen sind weiterhin stark gefragt, erzielen jedoch aufgrund der erhöhten Herstellungskosten höhere Quadratmeterpreise als der Bestandsmarkt.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
Zentrale Stadtteile wie Innenstadt, Stühlinger und Vauban weisen die höchsten Preise und die stärkste Nachfrage auf. Neubauwohnungen in diesen Lagen erzielen Premiumpreise. Randbezirke und Vorstädte bieten günstigere Einstiegspreise und gewinnen vor allem bei jungen Käufern an Beliebtheit, die von den Innenstadt-Preisen in umliegende Quartiere ausweichen.
Prognose und Ausblick
Für Eigentumswohnungen in Freiburg wird mittelfristig eine Stabilisierung auf aktuellem Niveau erwartet, mit leichtem Erholungspotenzial. Entscheidend für die weitere Entwicklung sind die Zinspolitik der EZB sowie die Entwicklung der Baukosten. Sollten die Finanzierungskosten weiter sinken, ist eine moderate Nachfragebelebung und damit ein leichter Preisanstieg wahrscheinlich.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Marktdynamik
Der Mietmarkt für Häuser in Freiburg ist in Q2 2025 durch eine hohe und stabile Nachfrage bei gleichzeitig sehr geringen Leerstandsquoten geprägt. Das Neubauangebot ist aufgrund des starken Rückgangs der Baubeginne seit 2022 stark limitiert, was den Markt für Mietende zunehmend angespannt gestaltet. Vermieter profitieren von der strukturellen Angebotsknappheit, die eine nachhaltige Preisstabilisierung auf hohem Niveau sichert.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
Zentrale und begehrte Stadtteile Freiburgs verzeichnen die höchsten Mietpreise für Häuser, während Stadtrand- und ländlich geprägte Gebiete günstigere Mieten bieten. Diese peripheren Lagen gewinnen jedoch zunehmend an Attraktivität, da Mietende angesichts steigender Innenstadt-Mieten auf umliegende Bereiche ausweichen. Der Suburbanisierungstrend ist auch im Mietbereich spürbar.
Prognose und Ausblick
Für den Mietmarkt von Häusern in Freiburg wird eine stabile bis leicht steigende Preisentwicklung erwartet. Insbesondere in gefragten Lagen und bei Neubauten dürften die Preise anziehen. Solange die Neubautätigkeit strukturell hinter der Nachfrage zurückbleibt, ist eine nachhaltige Entspannung des Marktes nicht in Sicht. Experten rechnen mit einem moderaten Mietpreisanstieg im weiteren Jahresverlauf.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Marktdynamik
Der Wohnungsmietmarkt in Freiburg präsentierte sich in Q2 2025 robust mit stabiler bis leicht steigender Preisentwicklung. Die Nachfrage ist hoch, die Leerstandsquoten sind niedrig, und das Neubauangebot stagniert trotz einer leichten Zunahme der Baugenehmigungen. Neubauwohnungen erzielen deutlich höhere Mieten als Bestandswohnungen und sind besonders bei jungen Haushalten und Berufseinsteigern gefragt.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
Begehrte Stadtteile wie Vauban, Wiehre und Stühlinger sowie die Innenstadt weisen die höchsten Angebotsmieten auf. Weniger zentral gelegene Stadtteile und Randgebiete bieten günstigere Alternativen, werden in Q2 2025 jedoch zunehmend nachgefragt. Der Trend zu peripheren und ländlicheren Lagen ist auch im Wohnungsmietmarkt erkennbar und dürfte sich fortsetzen.
Prognose und Ausblick
Experten erwarten für den Freiburger Wohnungsmietmarkt eine mittelfristige Fortsetzung des moderaten Mietpreisanstiegs. Insbesondere in Neubauquartieren und attraktiven Lagen bleiben Angebotsknappheit und hohe Baukosten als preistreibende Faktoren bestimmend. Eine spürbare Entspannung des Marktes ist erst dann realistisch, wenn die Neubautätigkeit signifikant zunimmt und das Angebot die strukturell hohe Nachfrage besser bedienen kann.






























