Immobilien Marktbericht Hannover Q3 2025

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Marktdynamik
Der Markt für Häuser zum Kauf in Hannover ist im Q3 2025 von hoher Nachfrage bei gleichzeitig begrenztem Angebot geprägt. Die Bautätigkeit ist stark rückläufig – 2024 wurden nur rund 2.600 Wohneinheiten fertiggestellt, ein Rückgang von 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Baugenehmigungen sanken ebenfalls um 26 Prozent, was die Angebotssituation mittelfristig weiter einengt und Preisdruck in gefragten Lagen erzeugt.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
Die Preisentwicklung variiert erheblich je nach Stadtteil. In der Südstadt wurden Preissteigerungen von bis zu 35,3 Prozent verzeichnet, mit Quadratmeterpreisen von bis zu 5.500 Euro. Vahrenwald verzeichnete ein Plus von 18,7 Prozent, während die Nordstadt mit einem minimalen Rückgang von 0,2 Prozent nahezu stabil blieb. Familienfreundliche Lagen wie Kleefeld und Bothfeld weisen ebenfalls eine hohe Nachfrage auf.
Prognose und Ausblick
Experten prognostizieren für gefragte Lagen weitere Preissteigerungen von 5 bis 8 Prozent. Risikofaktoren bleiben die weiterhin niedrige Neubauaktivität sowie die globale Wirtschaftslage. Zinssenkungen könnten den Markt jedoch etwas entspannen und die Nachfrage weiter ankurbeln, was das Preisniveau zusätzlich stützen dürfte.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Marktdynamik
Der Markt für Eigentumswohnungen in Hannover ist im Q3 2025 durch eine anhaltend hohe Nachfrage bei gleichzeitig geringem Neubauangebot gekennzeichnet. Das Mietwachstum übertrifft die Kaufpreisentwicklung, was zunehmend Kaufinteresse auslöst. Besonders zentrale Lagen wie List und Südstadt verzeichnen eine dynamische Nachfrage, während das Gesamtangebot durch geringe Fertigstellungszahlen limitiert bleibt.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
In zentralen Stadtteilen wie List und Südstadt sind die Preise stabil bis steigend, während Linden und Nordstadt eine heterogenere Preisentwicklung aufweisen. Randlagen wie Misburg und Ricklingen bieten moderatere Quadratmeterpreise. Neubauwohnungen in bevorzugten Lagen erzielen Spitzenpreise von 6.500 bis 6.700 Euro pro Quadratmeter und bedienen damit ein eigenes, hochpreisiges Marktsegment.
Prognose und Ausblick
Für den weiteren Jahresverlauf wird ein moderater Preisanstieg erwartet, getrieben durch Nachhaltigkeitstrends und die anhaltend hohe Nachfrage. Energetisch sanierte und innovative Wohnungen gewinnen an Beliebtheit und könnten überdurchschnittliche Preissteigerungen erfahren. Das geringe Neubauvolumen dürfte den Angebotsengpass weiter verstärken und die Preisentwicklung zusätzlich stützen.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Marktdynamik
Der Mietmarkt für Häuser in Hannover ist im Q3 2025 durch niedrige Leerstände und hohe Nachfrage geprägt, insbesondere seitens Familien. Die Neubautätigkeit für Mietobjekte bleibt gering, was das Angebot strukturell einschränkt. Mieten steigen dynamischer als die Kaufpreise, was den Druck auf den Mietmarkt zusätzlich erhöht und Mietern kaum Ausweichmöglichkeiten lässt.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
Beliebte und familienfreundliche Stadtteile wie Südstadt und Kleefeld verzeichnen überdurchschnittliche Mietpreise. In Stadtrandlagen und Vororten sind die Mieten moderater und bieten günstigere Alternativen. Die Nachfrage konzentriert sich klar auf gut erschlossene, infrastrukturstarke Lagen mit Nähe zu Schulen und Grünflächen.
Prognose und Ausblick
Die Mietpreise für Häuser werden voraussichtlich weiter steigen, besonders für energetisch moderne und familiengerechte Objekte. Solange die Neubautätigkeit nicht signifikant zunimmt, bleibt der Markt angespannt. Zinssenkungen könnten vereinzelt Eigentümerwechsel in den Kaufmarkt verlagern, den Mietmarkt jedoch mittelfristig kaum entlasten.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Marktdynamik
Der Mietmarkt für Wohnungen in Hannover bleibt im Q3 2025 stark angespannt. Das Neubauvolumen liegt weit unter dem Vorkrisenniveau – 2024 wurden lediglich rund 2.600 Wohneinheiten fertiggestellt. Trotz einer leicht gestiegenen Leerstandsquote von prognostizierten 5,8 Prozent übersteigt die Nachfrage von jungen Fachkräften, Singles und Familien das verfügbare Angebot in zentralen Lagen deutlich.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
Stadtteile wie Südstadt, List und Zoo verzeichnen die höchsten Mietpreise, während Randbezirke moderatere und stabilere Mietentwicklungen aufweisen. In zentralen und gut angebundenen Lagen ist die Konkurrenz unter Mietinteressenten besonders hoch. Neubauwohnungen in Toplage erzielen Spitzenmieten von bis zu 18,20 Euro pro Quadratmeter.
Prognose und Ausblick
Mietpreissteigerungen dürften sich in den kommenden Quartalen fortsetzen, insbesondere für Neubauten und sanierte Bestandswohnungen. Das geringe Neubauvolumen verstärkt den Aufwärtsdruck auf die Mieten strukturell. Eine spürbare Marktentlastung ist erst dann zu erwarten, wenn Bautätigkeit und Fertigstellungszahlen wieder deutlich zunehmen.






























