Immobilien Marktbericht Nürnberg Q2 2025

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Marktdynamik
Der Markt für Häuser zum Kauf in Nürnberg zeigt im Q2 2025 eine stabile Aufwärtsentwicklung. Die Verkaufszahlen stiegen 2024 deutlich auf 4.610 Transaktionen gegenüber 3.575 im Jahr 2023. Die Bautätigkeit stagniert weiterhin, was die Angebotsknappheit verschärft und die Preise auf dem aktuellen Niveau von durchschnittlich 4.518 €/m² hält. Bauzinsen stabilisierten sich bei ca. 3,5 %.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
Innerhalb Nürnbergs bestehen deutliche Preisunterschiede zwischen den Stadtteilen. Spitzenlagen wie die Altstadt und Maxfeld erzielen überdurchschnittliche Quadratmeterpreise, während Stadtrandlagen deutlich günstiger sind. Neubauaktivitäten konzentrieren sich auf periphere Bereiche und sind trotz limitiertem Volumen stark nachgefragt.
Prognose und Ausblick
Experten gehen von einer Fortsetzung des moderaten Preisanstiegs aus. Energieeffizienz wird zunehmend zum Preistreiber, da sanierte Bestandsobjekte besonders gefragt sind. Solange Neubautätigkeit und Zinsniveau stabil bleiben, ist mit einem kontinuierlichen, aber kontrollierten Preisanstieg im Hauskaufsegment zu rechnen.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Marktdynamik
Eigentumswohnungen sind das nachgefragteste Kaufsegment in Nürnberg mit 3.205 Verkäufen im Jahr 2024. Bestandswohnungen liegen bei durchschnittlich 4.008 €/m², während Neubauwohnungen mit rund 4.442 €/m² geringfügig teurer sind. Das knappe Neubauvolumen und die stabile Nachfrage sorgen für einen anhaltenden Aufwärtsdruck auf die Kaufpreise.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
Zentrale Lagen wie Maxfeld und Gostenhof verzeichnen besonders hohe Nachfrage und entsprechend hohe Quadratmeterpreise. Stadtrandlagen und weniger gefragte Viertel bieten preisliche Entlastung, jedoch steigen auch dort die Preise kontinuierlich. Energieeffiziente und modern sanierte Wohnungen erzielen in allen Lagen Aufpreise.
Prognose und Ausblick
Angesichts des begrenzten Neubauvolumens und der anhaltend hohen Nachfrage ist auch künftig mit steigenden Kaufpreisen für Eigentumswohnungen zu rechnen. Energieeffizienz und Modernisierungsstand werden zunehmend relevante Preistreiber. Experten erwarten keine kurzfristige Marktentspannung im Wohnungskaufsegment.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Marktdynamik
Der Mietmarkt für Häuser in Nürnberg steht unter erheblichem Nachfragedruck. Viele Kaufinteressenten weichen aufgrund hoher Finanzierungskosten auf den Mietmarkt aus, was die Nachfrage zusätzlich erhöht. Die Nettokaltmiete liegt bei durchschnittlich 9,65 €/m², mit steigender Tendenz vor allem bei Neuvermietungen in gefragten Lagen.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
In stark nachgefragten Stadtteilen wie Maxfeld und Thon liegen die Neuvermietungsmieten deutlich über dem im Mietspiegel abgebildeten Niveau. Stadtrandlagen und weniger zentrale Gebiete bieten noch günstigere Mieten, doch auch dort ist ein kontinuierlicher Preisanstieg zu beobachten. Die regionalen Unterschiede bleiben dabei erheblich.
Prognose und Ausblick
Experten erwarten eine Fortsetzung des Mietpreisanstiegs, da weder eine nennenswerte Ausweitung des Angebots noch eine Abschwächung der Nachfrage absehbar ist. Die Kombination aus fehlender Neubautätigkeit und ausweichenden Kaufinteressenten wird den Mietmarkt für Häuser weiter unter Druck setzen.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Marktdynamik
Der Mietmarkt für Wohnungen in Nürnberg verzeichnet im Q2 2025 einen anhaltenden Nachfrageüberhang. Die durchschnittliche Nettokaltmiete liegt bei 9,65 €/m² und steigt kontinuierlich. Ausweichende Kaufinteressenten und unzureichende Neubautätigkeit verschärfen die Angebotssituation spürbar. Mieter in mittleren und unteren Einkommensbereichen sind davon besonders betroffen.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
In zentralen Stadtteilen wie Altstadt, Maxfeld und Gostenhof sind die Mieten am höchsten und steigen am stärksten. Stadtrandlagen bieten noch günstigere Alternativen, jedoch sind auch dort die Preise im Aufwärtstrend. Die räumlichen Preisunterschiede innerhalb Nürnbergs bleiben ausgeprägt.
Prognose und Ausblick
Für den Mietwohnungsmarkt in Nürnberg ist keine kurzfristige Entspannung zu erwarten. Experten prognostizieren weiter steigende Mieten, da der Neubau von Mietwohnungen deutlich zu gering bleibt und die Nachfrage hoch ist. Einkommensschwächere Mieter werden zunehmend in günstigere Randlagen verdrängt.






























