Immobilien Marktbericht Potsdam Q3 2025

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Marktdynamik
Der Potsdamer Hausmarkt zeigt sich im Q3 2025 stabil mit leicht rückläufigen Preisen. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis liegt bei 5.298 Euro. Das Angebotsvolumen ist um 1,49 Prozent gestiegen, während die Nachfrage um 3,56 Prozent gesunken ist. Besonders im Premiumsegment ist ein deutlicher Nachfragerückgang von 43,4 Prozent zu verzeichnen. Neubauimmobilien erzielen mit 7.668 Euro pro Quadratmeter deutlich höhere Preise als Bestandsimmobilien mit 5.076 Euro pro Quadratmeter.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
Die Preisspanne innerhalb Potsdams ist erheblich. Toplagen wie Klein Glienicke (ca. 7.204 Euro/m²) und Berliner Vorstadt (ca. 6.202 Euro/m²) liegen deutlich über dem Stadtdurchschnitt. Erschwinglichere Stadtteile wie Paaren (ca. 2.841 Euro/m²) und Drewitz (ca. 3.686 Euro/m²) bieten günstigere Einstiegspreise. Wassernähe, Verkehrsanbindung und Infrastruktur gelten als entscheidende Preistreiber.
Prognose und Ausblick
Die langfristigen Aussichten für den Potsdamer Hausmarkt bleiben positiv. Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut prognostiziert für Potsdam ein reales Preiswachstum von durchschnittlich 0,9 Prozent pro Jahr bis 2035. Stabile Hypothekenzinsen zwischen 3,6 und 4,2 Prozent schaffen weiterhin günstige Rahmenbedingungen für Käufer und Investoren.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Marktdynamik
Der Markt für Eigentumswohnungen in Potsdam zeigt im Q3 2025 eine ausgeprägte Erholung mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 5.921 Euro. Die Transaktionsaktivität ist gestiegen: 2024 wurden 396 Verkäufe verzeichnet, darunter 37 Verkäufe über 750.000 Euro. Der teuerste Einzelverkauf 2024 erzielte 2,54 Millionen Euro. Vermietete Eigentumswohnungen zeigen eine gegenläufige Entwicklung mit leichten Preisrückgängen durch Angebotserweiterung.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
Die Preise variieren erheblich nach Lage und Stockwerk. Einfache Lagen liegen bei rund 3.353 Euro pro Quadratmeter, während gute Lagen bis zu 6.718 Euro pro Quadratmeter erreichen. Nach Stockwerk zeigen sich ebenfalls Unterschiede: Erdgeschosswohnungen erzielen 5.676 Euro, während höhere Stockwerke zwischen 5.141 und 5.406 Euro liegen. Besonders begehrt sind die Nauener Vorstadt und die Nördliche Innenstadt.
Prognose und Ausblick
Der Wohnungskaufmarkt in Potsdam bleibt langfristig attraktiv. Die angespannte Mietmarktentwicklung erhöht die Nachfrage nach Wohneigentum weiter. Stabile Hypothekenzinsen zwischen 3,6 und 4,2 Prozent sowie Potsdams Status als eine der zehn deutschen Großstädte mit der höchsten prognostizierten Wertsteigerung bis 2035 unterstützen eine weiterhin positive Marktentwicklung.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Marktdynamik
Für den Teilmarkt der Häuser zur Miete in Potsdam liegen für Q3 2025 keine spezifischen Marktdaten vor. Die verfügbaren Berichte konzentrieren sich schwerpunktmäßig auf das Kaufsegment sowie den Wohnungsmietmarkt. Allgemein ist der Potsdamer Mietmarkt durch Angebotsengpässe geprägt, die durch hohe Baukosten und bürokratische Hürden verursacht werden.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
Lagebedingte Preisunterschiede sind auch im Mietsektor für Häuser zu erwarten. Toplagen wie Klein Glienicke und Berliner Vorstadt dürften deutlich höhere Mietpreise aufweisen als periphere Stadtteile wie Paaren oder Drewitz. Wassernähe, Infrastrukturqualität und Verkehrsanbindung gelten als wesentliche Einflussfaktoren auf das Mietpreisniveau.
Prognose und Ausblick
Angesichts des allgemein angespannten Potsdamer Mietmarktes und der hohen Kaufpreise ist davon auszugehen, dass die Nachfrage nach Mietobjekten, einschließlich Häusern, weiterhin hoch bleibt. Der sogenannte Lock-in-Effekt, bei dem Mieter durch steigende Preise an ihren bestehenden Mietverträgen festhalten, dürfte das verfügbare Angebot weiter einschränken.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Marktdynamik
Der Potsdamer Wohnungsmietmarkt zeigt sich im Q3 2025 stabil mit einem durchschnittlichen Mietpreis von 12,35 Euro pro Quadratmeter. Im Quartalsvergleich ist ein leichter Rückgang von 1,12 Prozent zu verzeichnen. Der Markt ist durch Angebotsengpässe geprägt, die auf hohe Baukosten und bürokratische Hürden zurückzuführen sind. Ein ausgeprägter Lock-in-Effekt bindet Bestandsmieter an ihre aktuellen Verträge.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
Spezifische stadtteilbezogene Mietpreisdaten liegen für Q3 2025 nicht vor. Grundsätzlich beeinflussen Lage, Ausstattung und Nachfrage das Mietpreisniveau erheblich. Zentrale und gut angebundene Stadtteile sowie Lagen in Wassernähe erzielen erfahrungsgemäß überdurchschnittliche Mietpreise, während periphere Lagen günstiger zu mieten sind.
Prognose und Ausblick
Die langfristige Perspektive für den Mietmarkt deutet auf anhaltend hohe Nachfrage hin. Da der Kaufmarkt für viele Haushalte preislich unerschwinglich bleibt, dürfte der Druck auf den Mietmarkt weiter bestehen. Moderate jährliche Mietpreissteigerungen im Bereich von 3 bis 4 Prozent erscheinen auf Basis der aktuellen Marktdynamik realistisch.






























