Immobilienmarktbericht Berlin Q1 2026

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Eigenheimmarkt in Berlin präsentiert sich im Q1 2026 dynamisch mit einem Durchschnittspreis von 4.649,07 €/m². Mit einem Durchschnittspreis von 4.649,07 €/m² liegt das Preisniveau deutlich über dem Vorjahr (+8,07%). Die Preisspanne reicht von 1.686,75 €/m² bis 8.678,24 €/m², was die heterogene Marktstruktur widerspiegelt. Das Quartalswachstum von 3,36% unterstreicht die anhaltend hohe Nachfrage nach Eigenheimen in der Hauptstadt. Die Preisunterschiede zwischen den Berliner Bezirken sind erheblich. In Marzahn-Hellersdorf finden sich Häuser bereits ab 1.700 €/m², während in Zehlendorf Spitzenpreise von 8.500 €/m² erreicht werden. Pankow bewegt sich mit durchschnittlich 4.800 €/m² im mittleren Segment und bietet eine ausgewogene Mischung aus urbaner Infrastruktur und Wohnqualität. Die positive Marktentwicklung dürfte sich fortsetzen, getragen von der anhaltenden Zuwanderung und dem knappen Angebot. Moderate Preissteigerungen sind wahrscheinlich, wobei die äußeren Bezirke aufgrund ihrer Aufwertungspotenziale stärker zulegen könnten. Die Nachfrage nach Einfamilienhäusern bleibt hoch, besonders in familienfreundlichen Lagen mit guter Verkehrsanbindung.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Eigentumswohnungsmarkt in Berlin präsentiert sich im Q1 2026 stabil. Bei einem Durchschnittspreis von 5.997,40 €/m² und einer Preisspanne von 3.125,00 €/m² bis 10.451,13 €/m² zeigt sich eine moderate Jahresentwicklung von +1,35%. Das Quartalswachstum von lediglich 0,24% deutet auf eine Konsolidierungsphase hin, nachdem die Preise in den Vorjahren stark gestiegen waren. Charlottenburg-Wilmersdorf verzeichnet Höchstpreise um 10.200 €/m² für luxuriöse Neubauwohnungen. In Spandau sind Eigentumswohnungen bereits ab 3.200 €/m² erhältlich, was besonders für Erstkaäufer attraktiv ist. Friedrichshain-Kreuzberg bewegt sich mit etwa 6.100 €/m² im mittleren Preissegment und profitiert von der zentralen Lage und lebendigen Kiez-Atmosphäre. Der Wohnungsmarkt dürfte sich weiter seitwärts entwickeln, mit leichten regionalen Unterschieden. Stadtteile mit geplanten Infrastrukturprojekten könnten überdurchschnittliche Wertsteigerungen erfahren. Die Nachfrage nach bezahlbaren Eigentumswohnungen bleibt hoch, während das Luxussegment zunehmend gesättigt erscheint. Energieeffiziente Neubauten werden vermutlich Preisaufschläge rechtfertigen können.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für Einfamilienhäuser (ca. 120-140 m²) zeigt sich im Q1 2026 weitgehend stabil. Mit einem Durchschnitt von 18,59 €/m² und einer Spanne von 10,79 €/m² bis 28,66 €/m² bietet Berlin verschiedene Preissegmente. Die minimale Quartalssteigerung von 0,32% bei gleichzeitigem Jahresrückgang von -1,01% deutet auf eine Marktberuhigung hin. In Reinickendorf sind Einfamilienhäuser zur Miete bereits ab 11,00 €/m² verfügbar, was besonders für Familien mit moderatem Budget attraktiv ist. Dahlem und Grunewald liegen mit 28,00 €/m² am oberen Ende der Preisskala. Köpenick positioniert sich mit etwa 17,50 €/m² im mittleren Segment und bietet eine gute Balance zwischen Naturnähe und städtischer Anbindung. Die Mietpreise für Häuser dürften kurzfristig stabil bleiben. Die leichte Jahresrückgang könnte sich stabilisieren, da die Nachfrage nach großzügigem Wohnraum konstant bleibt. Besonders gefragt bleiben Objekte mit Garten in ruhigen, familienfreundlichen Lagen. Die regulatorischen Rahmenbedingungen und der Mietendeckel-Diskurs werden die Preisentwicklung weiterhin beeinflussen.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietwohnungsmarkt für 2-3 Zimmer Wohnungen (ca. 60-80 m²) durchläuft im Q1 2026 eine Korrekturphase. Bei einem Durchschnitt von 18,74 €/m² und einer breiten Spanne von 6,97 €/m² bis 38,75 €/m² zeigt sich die Marktvielfalt. Der deutliche Jahresrückgang von -13,24% bei nahezu stagnierender Quartalsentwicklung (+0,11%) markiert eine Trendwende nach Jahren kontinuierlicher Preissteigerungen. Lichtenberg bietet mit etwa 7,50 €/m² die günstigsten Optionen für Mietwohnungen. Im Prenzlauer Berg werden für hochwertige Altbauwohnungen bis zu 38,00 €/m² aufgerufen. Tempelhof-Schöneberg liegt mit durchschnittlich 19,00 €/m² im mittleren Bereich und verbindet urbanes Leben mit guter Infrastruktur und vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten. Nach der deutlichen Preiskorrektur dürfte sich der Mietmarkt stabilisieren. Die regulatorischen Eingriffe zeigen Wirkung und dämpfen weitere Preissprünge. Modernisierte Altbauwohnungen und energieeffiziente Neubauten werden weiterhin Premiummieten erzielen können. In den Außenbezirken ist mit moderaten Anpassungen zu rechnen, während zentrale Lagen ihr Preisniveau voraussichtlich halten werden.































