Immobilienmarktbericht Bonn Q4 2025

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Wer in Bonn ein Haus erwerben möchte, trifft auf einen Markt, der sich im Q4 2025 gefestigt präsentiert mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 4.291 €/m². Die Preisspanne bewegt sich zwischen 2.376 €/m² und 7.275 €/m², was die heterogene Marktstruktur widerspiegelt. Mit einem Quartalsanstieg von 2,38% und einer Jahresentwicklung von 6,12% setzt sich der positive Trend fort. Die Nachfrage nach Einfamilienhäusern bleibt in der ehemaligen Bundeshauptstadt konstant hoch. Die Preisunterschiede in Bonn sind erheblich. In Bad Godesberg und auf dem Venusberg liegen die Quadratmeterpreise bei 6.500 bis 7.200 €/m², während in Beuel oder Tannenbusch Häuser bereits ab 2.400 bis 3.200 €/m² zu finden sind. Mittelpreisige Lagen wie Poppelsdorf oder Kessenich bewegen sich im Bereich von 4.000 bis 5.000 €/m². Diese Spreizung reflektiert die unterschiedlichen Wohnqualitäten der Stadtteile. Der Bonner Häusermarkt dürfte seine positive Entwicklung fortsetzen. Die anhaltende Nachfrage durch Regierungsbehörden, UN-Organisationen und die Universität sorgt für stabile Rahmenbedingungen. Ein weiterer moderater Preisanstieg erscheint wahrscheinlich, wobei insbesondere familienfreundliche Lagen mit guter Infrastruktur profitieren dürften. Die Knappheit an Bauland im Stadtgebiet wird den Preisdruck voraussichtlich aufrechterhalten.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Eigentumswohnungen in Bonn verzeichnen mit 7,12% Quartalswachstum und 13,20% Jahresplus die stärkste Dynamik aller Segmente. Der Durchschnittspreis liegt bei 4.786 €/m², die Spanne reicht von 2.658 €/m² bis 8.264 €/m². Diese deutliche Preissteigerung unterstreicht die hohe Attraktivität von Wohnungseigentum in Bonn. Die Nachfrage übersteigt weiterhin das verfügbare Angebot, was zu beschleunigten Preisanstiegen führt. Premium-Lagen wie die Südstadt oder das Regierungsviertel erreichen Spitzenpreise von 7.000 bis 8.200 €/m² für Eigentumswohnungen. In Dottendorf oder Endenich bewegen sich die Preise im mittleren Segment zwischen 4.200 und 5.500 €/m². Günstigere Alternativen finden Käufer in Auerberg oder Duisdorf mit Preisen von 2.700 bis 3.500 €/m². Die Nähe zum Rhein und zur Innenstadt bleibt ein entscheidender Preisfaktor. Die starke Preisentwicklung bei Eigentumswohnungen dürfte sich abschwächen, aber im positiven Bereich bleiben. Die hohe Nachfrage von Kapitalanlegern und Selbstnutzern trifft weiterhin auf begrenztes Angebot. Neubauprojekte in Konversionsgebieten könnten mittelfristig für leichte Entspannung sorgen. Die Attraktivität Bonns als Wohn- und Arbeitsstandort spricht für eine anhaltend stabile bis leicht steigende Preisentwicklung.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für Einfamilienhäuser (ca. 120-140 m²) zeigt sich mit durchschnittlich 14,41 €/m² moderat. Die Preisspanne liegt zwischen 9,38 €/m² und 22,48 €/m². Mit einem Quartalsanstieg von 0,91% und einer Jahresentwicklung von 6,11% entwickelt sich das Segment stetig. Für ein typisches Einfamilienhaus mit 130 m² bedeutet dies Monatsmieten zwischen 1.219 € und 2.922 €. Die Nachfrage bleibt besonders bei Familien konstant hoch. In Plittersdorf und Bad Godesberg liegen die Mieten für Häuser bei 18,00 bis 22,00 €/m², während in Mehlem oder Lengsdorf moderate 12,00 bis 15,00 €/m² verlangt werden. Stadtrandlagen wie Buschdorf oder Röttgen bieten mit 9,50 bis 11,50 €/m² die günstigsten Optionen. Die Verkehrsanbindung und Nähe zu internationalen Schulen beeinflussen die Mietpreise maßgeblich. Besonders gefragt sind Objekte mit Garten in ruhigen Wohnlagen. Der Mietmarkt für Häuser dürfte stabil bleiben mit Tendenz zu moderaten Steigerungen. Die begrenzte Verfügbarkeit von Mietobjekten im Hausbereich und die kontinuierliche Nachfrage durch internationale Organisationen sprechen für anhaltenden Preisdruck. Energetisch sanierte Objekte werden zunehmend Mietvorteile erzielen. Die Entwicklung bleibt voraussichtlich im einstelligen Prozentbereich, wobei Premium-Lagen stärker zulegen dürften.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Mietwohnungen (2-3 Zimmer, ca. 60-80 m²) kosten durchschnittlich 14,86 €/m² mit einer Spanne von 9,19 €/m² bis 26,76 €/m². Das Quartalswachstum beträgt 1,92%, während die Jahresentwicklung mit -1,46% erstmals rückläufig ist. Für eine typische 70 m² Wohnung ergeben sich Monatsmieten zwischen 643 € und 1.873 €. Die leichte Entspannung könnte auf verstärkte Neubautätigkeit und regulatorische Eingriffe zurückzuführen sein. Die Bonner Innenstadt und das Musikerviertel verlangen Spitzenmieten von 22,00 bis 26,50 €/m² für Wohnungen. In Poppelsdorf oder Weststadt bewegen sich die Mieten zwischen 14,00 und 17,00 €/m². Günstigere Optionen bieten Tannenbusch oder Dransdorf mit 9,20 bis 11,50 €/m². Die Nähe zur Universität und zum Hauptbahnhof wirkt sich deutlich auf das Preisniveau aus. Modernisierte Altbauwohnungen erzielen besonders in zentrumsnahen Lagen Höchstpreise. Der Mietwohnungsmarkt zeigt erste Anzeichen einer Normalisierung nach Jahren starken Wachstums. Die negative Jahresentwicklung deutet auf eine Marktberuhigung hin, wobei das Niveau weiterhin hoch bleibt. Regulatorische Maßnahmen und Neubauaktivitäten könnten zu weiterer Stabilisierung führen. Mittelfristig ist mit seitwärts tendierenden bis leicht steigenden Mieten zu rechnen, wobei zentrale Lagen weiterhin gefragt bleiben werden.































