Immobilienmarktbericht Braunschweig Q4 2025

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Häusermarkt in Braunschweig zeigt sich im Q4 2025 gleichmäßig. Bei einem Durchschnittspreis von 3.097 €/m² bewegen sich die Kaufpreise zwischen 1.331 €/m² und 5.254 €/m². Die Quartalsveränderung von +1,23% sowie die Jahresentwicklung von +1,18% deuten auf ein moderates Wachstum hin. Die breite Preisspanne spiegelt die heterogene Marktstruktur wider, wobei sowohl günstige Bestandsimmobilien als auch hochwertige Neubauten verfügbar sind. Die Preisspanne verdeutlicht erhebliche Lageunterschiede in Braunschweig. Während in Stadtrandlagen wie Volkmarode oder Hondelage Häuser bereits ab 1.500 €/m² bis 2.200 €/m² erhältlich sind, erreichen Immobilien im begehrten Östlichen Ringgebiet Werte zwischen 3.800 €/m² und 4.900 €/m². Die Nordstadt positioniert sich mit Preisen von 2.400 €/m² bis 3.500 €/m² im mittleren Segment und bietet eine gute Balance zwischen Zentrumsnähe und Wohnqualität. Die moderate Preisentwicklung dürfte sich fortsetzen. Die solide Nachfrage durch Familien und die begrenzte Neubautätigkeit stabilisieren das Preisniveau. Besonders in etablierten Wohnlagen ist mit einer weiteren leichten Wertsteigerung zu rechnen. Sanierungsbedürftige Objekte könnten hingegen preislich unter Druck geraten, da die gestiegenen Baukosten die Gesamtinvestition erhöhen. Der Markt bleibt für Käufer mit unterschiedlichen Budgets zugänglich.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Eigentumswohnungsmarkt in Braunschweig verzeichnet im Q4 2025 eine dynamische Entwicklung. Mit durchschnittlich 3.172 €/m² liegen die Preise leicht über dem Häusermarkt. Die Spanne reicht von 1.800 €/m² bis 5.348 €/m². Bemerkenswert ist die Quartalsentwicklung von +3,55%, die deutlich über der Jahresentwicklung von +1,69% liegt. Dies signalisiert eine beschleunigte Nachfrage im zweiten Halbjahr, möglicherweise durch verbesserte Finanzierungsbedingungen. Die Preisunterschiede bei Eigentumswohnungen folgen klaren geografischen Mustern. In Lehndorf und dem westlichen Ringgebiet bewegen sich die Preise zwischen 3.500 €/m² und 4.800 €/m² für moderne Wohnungen. Die Innenstadt zeigt sich zweigeteilt: Während sanierte Altbauten 3.200 €/m² bis 4.200 €/m² kosten, sind einfachere Wohnungen in Gliesmarode oder Querum für 1.900 €/m² bis 2.600 €/m² verfügbar. Diese Diversität ermöglicht unterschiedlichen Käufergruppen den Marktzugang. Die starke Quartalsentwicklung deutet auf anhaltende Kaufbereitschaft hin. Besonders kleine bis mittlere Wohnungen dürften weiterhin gefragt bleiben. Die Preisdynamik könnte sich jedoch abschwächen, sobald das Angebot durch Neubauprojekte steigt. Energetisch sanierte Bestandswohnungen werden voraussichtlich überdurchschnittlich profitieren. In peripheren Lagen ist mit moderateren Preissteigerungen zu rechnen, während zentrale Lagen ihre Attraktivität behalten dürften.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für Einfamilienhäuser (ca. 120-140 m²) zeigt sich im Q4 2025 besonders dynamisch. Mit durchschnittlich 12,71 €/m² und einer Spanne von 8,42 €/m² bis 18,25 €/m² ist eine deutliche Aufwärtsbewegung erkennbar. Die Quartalssteigerung von +3,25% und die Jahresentwicklung von +3,59% unterstreichen den angespannten Markt. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus kostet somit zwischen 1.010 € und 2.555 € monatlich, wobei der Durchschnitt bei etwa 1.650 € liegt. Die Mietpreisgestaltung folgt etablierten Mustern. In Stöckheim und Riddagshausen liegen die Mieten zwischen 13,50 €/m² und 17,00 €/m² für gepflegte Einfamilienhäuser. Das Siegfriedviertel und die südlichen Stadtteile bieten mit 9,00 €/m² bis 11,50 €/m² günstigere Alternativen. Premium-Lagen wie das Prinzenpark-Viertel erreichen Spitzenwerte zwischen 15,50 €/m² und 18,00 €/m². Diese Spreizung reflektiert unterschiedliche Ausstattungsstandards und Infrastrukturanbindungen. Die überdurchschnittliche Preisentwicklung dürfte sich moderater fortsetzen. Die Nachfrage nach Einfamilienhäusern zur Miete bleibt hoch, da viele Familien flexibel bleiben möchten. Neuverträge werden voraussichtlich im oberen Preissegment abgeschlossen. Bestandsmieter profitieren von längeren Mietverträgen mit geringeren Anpassungen. Die Verfügbarkeit bleibt begrenzt, was den Preisdruck aufrechterhält. Energieeffiziente Häuser könnten zusätzliche Mietpreisspielräume generieren.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietwohnungsmarkt für 2-3 Zimmer Wohnungen (ca. 60-80 m²) präsentiert sich im Q4 2025 weitgehend stabil. Bei einem Durchschnitt von 10,50 €/m² und einer Spanne von 7,05 €/m² bis 17,00 €/m² zeigt sich ein differenziertes Bild. Die minimale Quartalssteigerung von +0,29% kontrastiert mit dem Jahresrückgang von -1,87%. Eine durchschnittliche Wohnung kostet zwischen 423 € und 1.360 € monatlich, im Mittel etwa 735 €. Die Mietpreisstruktur variiert stadtteilabhängig erheblich. In der Weststadt und Watenbüttel bewegen sich die Mieten zwischen 7,50 €/m² und 9,50 €/m² für Standardwohnungen. Das Magniviertel und die Innenstadt verlangen 11,50 €/m² bis 15,00 €/m² für renovierte Altbauten. Neubauwohnungen im Bahnhofsviertel erreichen 14,00 €/m² bis 16,50 €/m². Diese Differenzierung ermöglicht verschiedenen Einkommensgruppen adäquaten Wohnraum, wobei zentrale Lagen erwartungsgemäß teurer sind. Die Preisstabilisierung dürfte anhalten, möglicherweise sogar in eine leichte Entspannung übergehen. Der Jahresrückgang signalisiert eine Marktberuhigung nach vorherigen Anstiegen. Neubauprojekte könnten das Angebot erweitern und weiteren Preisdruck mindern. Allerdings bleiben innenstadtnahe Lagen weiterhin nachgefragt. Energetische Standards werden zunehmend preisdifferenzierend wirken. Die moderate Entwicklung bietet Mietern eine gewisse Planungssicherheit.































