Immobilienmarktbericht Bremerhaven Q4 2025

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Häusermarkt in Bremerhaven erweist sich im Q4 2025 als besonders lebhaft. Mit einem Durchschnittspreis von 2.101 €/m² und einer Quartalssteigung von 10,51% sowie einem Jahresplus von 11,63% gehört dieses Segment zu den Gewinnern am lokalen Immobilienmarkt. Die erhebliche Preisspanne von 869 €/m² bis 3.825 €/m² spiegelt die heterogene Struktur des Stadtgebiets wider und bietet Käufern verschiedene Optionen je nach Budget und Lagevorstellung. Die günstigsten Häuser finden sich in Lehe und Geestemünde mit Preisen um 900 bis 1.200 €/m². Das mittlere Preissegment zwischen 1.800 und 2.400 €/m² dominiert in Mitte und Schiffdorferdamm. Spitzenlagen in Speckenbüttel und gehobene Bereiche von Wulsdorf erreichen 3.200 bis 3.800 €/m². Die Nähe zur Weser und gepflegte Wohnviertel rechtfertigen diese Preisunterschiede, während Randlagen deutlich erschwinglicher bleiben. Die starke Aufwärtsdynamik dürfte sich in abgeschwächter Form fortsetzen. Bremerhaven profitiert von seiner maritimen Wirtschaft und dem Zuzug von Fachkräften aus der Offshore-Industrie. Moderate weitere Preissteigerungen erscheinen wahrscheinlich, wobei besonders gefragte Lagen stärker zulegen könnten. Die breite Preisspanne wird voraussichtlich erhalten bleiben und unterschiedliche Käuferschichten bedienen. Eine Marktüberhitzung ist derzeit nicht erkennbar.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Wohnungsmarkt präsentiert sich mit durchschnittlich 1.709 €/m² deutlich verhaltener als der Häusersektor. Die negative Quartalsentwicklung von -7,78% und der Jahresrückgang von -1,38% signalisieren eine Marktberuhigung. Mit einer Spanne von 786 €/m² bis 3.500 €/m² existiert ein breites Angebotsspektrum. Diese Konsolidierung nach vorherigen Anstiegen könnte Kaufinteressenten neue Chancen eröffnen, besonders im mittleren Preissegment. Einfache Wohnungen in Grünhöfe und Leherheide starten bei etwa 800 bis 1.100 €/m². Solide Bestandswohnungen in Geestemünde und Lehe bewegen sich zwischen 1.400 und 1.900 €/m². Premium-Objekte in der Havenwelten-Umgebung und modernisierte Altbauten in Mitte erreichen 2.800 bis 3.400 €/m². Die Wassernähe und Infrastrukturqualität bestimmen maßgeblich die Preisgestaltung, wobei Neubauobjekte erwartungsgemäß die obere Preisspanne markieren. Nach der aktuellen Preiskorrektur dürfte sich der Markt stabilisieren. Die moderate Abwärtsbewegung könnte sich verlangsamen und in eine Seitwärtsbewegung übergehen. Gut angebundene Lagen mit solider Bausubstanz werden voraussichtlich wertstabil bleiben. Sanierungsbedürftige Objekte könnten weitere leichte Preisrückgänge erfahren. Die demografische Entwicklung Bremerhavens und die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum sprechen gegen drastische weitere Einbrüche.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Mit durchschnittlich 10,85 €/m² für ein Einfamilienhaus mit ca. 120-140 m² Wohnfläche verzeichnet der Mietmarkt für Häuser beachtliche Zuwächse. Die Quartalssteigerung von 5,85% und besonders der Jahresanstieg von 26,60% unterstreichen die angespannte Marktsituation. Die Preisspanne von 6,78 €/m² bis 15,00 €/m² zeigt deutliche Qualitäts- und Lageunterschiede. Diese Entwicklung reflektiert die gestiegene Nachfrage nach Wohnraum mit Garten. Günstige Mietobjekte in Wulsdorf und den Randlagen von Lehe liegen bei 7,00 bis 8,50 €/m². Das mittlere Segment in Schiffdorferdamm und Geestemünde-Nord bewegt sich zwischen 9,50 und 11,50 €/m². Toplage-Häuser in Speckenbüttel und moderne Objekte nahe der Havenwelten erreichen 13,00 bis 14,80 €/m². Die Verkehrsanbindung und Gartenqualität beeinflussen maßgeblich die Mietpreisgestaltung in den verschiedenen Stadtteilen. Die dynamische Mietpreisentwicklung könnte sich abschwächen, bleibt aber voraussichtlich im positiven Bereich. Der Trend zum Home-Office und der Wunsch nach mehr Wohnfläche stützen weiterhin die Nachfrage. Eine Entspannung ist nur bei deutlicher Ausweitung des Angebots zu erwarten. Die obere Preisgrenze von 15,00 €/m² markiert vermutlich eine psychologische Schwelle. Moderate weitere Anstiege im einstelligen Prozentbereich erscheinen realistisch.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietwohnungsmarkt für 2-3 Zimmer mit ca. 60-80 m² zeigt sich mit durchschnittlich 8,49 €/m² moderat. Die Quartalssteigerung von 3,79% und das Jahresplus von 2,54% signalisieren eine kontrollierte Aufwärtsbewegung. Mit einer Spanne von 5,80 €/m² bis 14,39 €/m² bedient der Markt verschiedene Einkommensschichten. Diese verhältnismäßig stabile Entwicklung unterscheidet sich deutlich vom dynamischeren Häusersegment und bietet Mietern noch bezahlbare Optionen. Preiswerte Wohnungen in Grünhöfe und Leherheide starten bei 5,80 bis 7,00 €/m². Durchschnittliche Objekte in Geestemünde und Lehe rangieren zwischen 7,50 und 9,50 €/m². Hochwertige Neubauwohnungen in der Innenstadt und moderne Apartments in den Havenwelten erreichen 12,00 bis 14,30 €/m². Die Nähe zu Einkaufsmöglichkeiten und ÖPNV-Anbindung prägen die Preisstruktur, wobei energetisch sanierte Objekte zunehmend Aufschläge erzielen. Der Mietwohnungsmarkt dürfte weiterhin moderat steigen. Die verhaltene Preisentwicklung könnte sich fortsetzen, da das Angebot an kleineren Wohnungen relativ stabil bleibt. Energetische Sanierungen werden voraussichtlich zu selektiven Mieterhöhungen führen. Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum bleibt hoch, was den unteren Preisbereich stützt. Eine Angleichung an regionale Durchschnittswerte erscheint mittelfristig wahrscheinlich.































