Immobilienmarktbericht Erfurt Q1 2026

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Eigenheimmarkt in Erfurt bleibt im Q1 2026 anhaltend belastbar mit einem Durchschnittspreis von 3.171 €/m². Mit einem Durchschnittspreis von 3.171 €/m² verzeichnet das Segment ein Quartalsplus von 1,07% und eine Jahressteigerung von beachtlichen 6,44%. Die Preisspanne bewegt sich zwischen 1.163 €/m² und 5.353 €/m², was die heterogene Marktstruktur der Landeshauptstadt widerspiegelt. Die anhaltend positive Entwicklung unterstreicht die hohe Nachfrage nach Wohneigentum in Erfurt. Die Preisspanne verdeutlicht die erheblichen Lageunterschiede innerhalb Erfurts. Während in Randlagen wie Hochheim oder Vieselbach Häuser bereits ab 1.200 €/m² verfügbar sind, erreichen Objekte in der begehrten Löbervorstadt oder dem Brühlervorort Spitzenwerte von bis zu 5.200 €/m². Das zentrumsnahe Andreasvorstadt positioniert sich mit etwa 3.500 €/m² im oberen Mittelfeld und profitiert von der urbanen Infrastruktur. Die positive Marktentwicklung dürfte sich in den kommenden Quartalen fortsetzen, wobei eine leichte Abschwächung der Dynamik zu erwarten ist. Die Nachfrage nach Eigenheimen bleibt aufgrund der attraktiven Lebensqualität in Erfurt hoch. Besonders in etablierten Wohnlagen ist mit weiteren moderaten Preissteigerungen zu rechnen, während periphere Gebiete stabiler bleiben dürften. Die breite Preisspanne bietet weiterhin Möglichkeiten für verschiedene Käufergruppen.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Eigentumswohnungsmarkt in Erfurt zeigt im Q1 2026 eine Konsolidierung. Bei einem Durchschnittspreis von 2.785 €/m² liegt ein leichter Quartalsrückgang von 0,96% vor, während die Jahresentwicklung mit -7,07% eine deutlichere Korrektur aufweist. Die Preisspanne erstreckt sich von 1.850 €/m² bis 4.487 €/m². Diese Entwicklung deutet auf eine Normalisierung nach den starken Preissteigerungen der Vorjahre hin. Die Preisdifferenzen bei Eigentumswohnungen spiegeln die Attraktivität der jeweiligen Stadtteile wider. In der Krämpfervorstadt und am Anger finden sich Premium-Wohnungen im Bereich von 4.200 bis 4.400 €/m². Die Johannesvorstadt bietet mit Preisen um 2.800 €/m² ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis. Günstigere Optionen ab 1.900 €/m² sind in Ilversgehofen oder am Roten Berg verfügbar, wo die Infrastruktur sukzessive verbessert wird. Nach der aktuellen Preiskorrektur dürfte sich der Wohnungsmarkt stabilisieren. Die moderate Anpassung schafft wieder attraktivere Einstiegsmöglichkeiten für Eigennutzer. Mittelfristig ist mit einer Seitwärtsbewegung der Preise zu rechnen, wobei gut angebundene Lagen ihre Wertstabilität behalten werden. Die demografische Entwicklung Erfurts als wachsende Universitätsstadt stützt die langfristige Nachfrage nach Eigentumswohnungen.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für Einfamilienhäuser (ca. 120-140 m²) zeigt sich im Q1 2026 rückläufig. Mit durchschnittlich 12,16 €/m² liegt ein Quartalsrückgang von 2,64% und ein Jahresrückgang von 5,07% vor. Die Preisspanne bewegt sich zwischen 7,81 €/m² und 18,00 €/m². Diese Entwicklung reflektiert eine gewisse Marktsättigung im gehobenen Mietsegment sowie die verstärkte Konkurrenz durch Neubauprojekte in Erfurt. Die Mietpreise für Häuser variieren stark nach Lage und Ausstattung. In Premium-Lagen wie der Cyriaksvorstadt oder dem Gothaer Platz werden Spitzenmieten von 17 bis 18 €/m² aufgerufen. Die beliebte Daberstedter Gegend rangiert mit etwa 13 €/m² im mittleren Segment. Preiswertere Alternativen ab 8 €/m² finden sich in Stadtteilen wie Melchendorf oder Wiesenhügel, die dennoch gute Anbindungen bieten. Der Mietmarkt für Häuser dürfte sich auf dem aktuellen Niveau einpendeln. Die Nachfrage nach familiengerechtem Wohnraum bleibt grundsätzlich stabil, wobei Mieter zunehmend preissensibler agieren. Eine weitere moderate Anpassung der Mietpreise ist wahrscheinlich, besonders in höherpreisigen Segmenten. Gut gepflegte Objekte in etablierten Wohnlagen werden ihre Attraktivität behalten, während periphere Lagen unter Druck bleiben könnten.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietwohnungsmarkt für 2-3 Zimmer Wohnungen (ca. 60-80 m²) präsentiert sich im Q1 2026 weitgehend stabil. Bei einem Durchschnitt von 10,69 €/m² liegt nur ein marginaler Quartalsrückgang von 0,37% vor, während die Jahresentwicklung mit +6,05% deutlich positiv ausfällt. Die Preisspanne reicht von 6,55 €/m² bis 18,17 €/m². Diese Entwicklung zeigt die anhaltend hohe Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum in Erfurt. Die Mietpreisstruktur reflektiert die unterschiedlichen Qualitäten der Erfurter Stadtteile. Spitzenmieten von 17 bis 18 €/m² werden in der Altstadt und der Löbervorstadt erzielt. Das Hanseviertel und die Johannesvorstadt liegen mit 11 bis 12 €/m² im soliden Mittelfeld. Besonders preiswerte Wohnungen ab 6,60 €/m² finden sich in den Plattenbaugebieten Roter Berg und Moskauer Platz, die durch Modernisierungen zunehmend aufgewertet werden. Die Nachfrage nach Mietwohnungen in Erfurt bleibt aufgrund der Universitätsstadt-Funktion und des stabilen Arbeitsmarktes hoch. Eine weitere moderate Preisentwicklung ist wahrscheinlich, wobei besonders zentrumsnahe und gut angebundene Lagen profitieren dürften. Die breite Preisspanne wird erhalten bleiben und verschiedenen Einkommensgruppen Zugang zum Wohnungsmarkt ermöglichen. Sanierte Altbauwohnungen dürften weiterhin besonders gefragt sein.































