Immobilienmarktbericht Erlangen Q1 2026

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Eigenheimmarkt in Erlangen positioniert sich im Q1 2026 anhaltend belastbar mit einem Durchschnittspreis von 5.245 €/m². Die Preisspanne reicht von 2.722 €/m² bis 8.181 €/m², was die unterschiedlichen Lagen und Ausstattungen widerspiegelt. Mit einem Quartalsanstieg von 3,77% und einer Jahresentwicklung von 8,29% setzt sich der positive Trend fort, wobei die Nachfrage nach Eigenheimen in der Universitätsstadt ungebrochen hoch bleibt. Die begehrten Lagen in Erlangen-Tennenlohe und dem Röthelheimpark bewegen sich im oberen Preissegment zwischen 6.500 €/m² und 7.800 €/m². Zentrumsnahe Gebiete wie Alterlangen liegen bei etwa 5.500 €/m² bis 6.000 €/m². Günstigere Alternativen finden sich in Bruck und Eltersdorf, wo Häuser zwischen 3.000 €/m² und 4.200 €/m² gehandelt werden. Die Stadtrandlagen bieten dabei oft größere Grundstücke bei moderateren Quadratmeterpreisen. Die starke Wirtschaftsstruktur Erlangens mit Siemens als Anker und der renommierten Universität dürfte die Nachfrage nach Wohneigentum weiter stützen. Eine Fortsetzung des moderaten Preisanstiegs erscheint wahrscheinlich, wobei besonders familienfreundliche Lagen mit guter Infrastruktur profitieren dürften. Die begrenzte Neubautätigkeit und knappe Flächenverfügbarkeit werden voraussichtlich preisstabilisierend wirken.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Eigentumswohnungsmarkt in Erlangen zeigt im Q1 2026 eine Konsolidierung mit einem Durchschnittspreis von 4.791 €/m². Die Preisspanne erstreckt sich von 2.872 €/m² bis 9.247 €/m². Nach Jahren starker Preissteigerungen ist eine Korrektur eingetreten mit -7,34% im Quartalsvergleich und -10,55% gegenüber dem Vorjahr. Diese Entwicklung deutet auf eine Normalisierung nach der überhitzten Phase hin. Premium-Neubauwohnungen in der Erlanger Innenstadt und im Siemens-Campus-Umfeld erreichen Spitzenpreise zwischen 7.500 €/m² und 8.900 €/m². Solide Bestandswohnungen in Büchenbach-Nord und der Schönfeld-Siedlung liegen bei 4.200 €/m² bis 5.300 €/m². Einsteigerpreise finden sich in Bruck und Kriegenbrunn mit 3.100 €/m² bis 3.800 €/m², wobei hier oft Modernisierungsbedarf besteht. Nach der deutlichen Preiskorrektur dürfte sich der Wohnungsmarkt auf dem erreichten Niveau stabilisieren. Die anhaltend hohe Nachfrage durch Universitätsangehörige und Siemens-Mitarbeiter trifft auf ein begrenztes Angebot, was einen weiteren starken Preisrückgang unwahrscheinlich macht. Mittelfristig ist mit einer Seitwärtsbewegung oder leichten Erholung zu rechnen, sobald die Zinsunsicherheit nachlässt.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für Einfamilienhäuser (ca. 120-140 m²) in Erlangen verzeichnet im Q1 2026 einen Durchschnittspreis von 15,28 €/m². Die Spanne reicht von 11,41 €/m² bis 19,49 €/m², was verschiedene Ausstattungsstandards und Lagen reflektiert. Mit einem Quartalsplus von 3,73% und einem Jahresanstieg von beachtlichen 14,46% zeigt sich eine deutliche Verteuerung, die den anhaltenden Mangel an verfügbaren Mietobjekten dieser Kategorie unterstreicht. Moderne Einfamilienhäuser in Sieglitzhof und dem Burgberg-Viertel erzielen Spitzenmieten zwischen 17,50 €/m² und 19,00 €/m². In etablierten Wohngebieten wie Dechsendorf und Kosbach bewegen sich die Mieten zwischen 14,50 €/m² und 16,00 €/m². Ältere Objekte in Frauenaurach oder Steudach sind mit 11,50 €/m² bis 13,00 €/m² deutlich günstiger, bieten aber oft weniger moderne Ausstattung. Die Nachfrage nach Miet-Einfamilienhäusern dürfte angesichts der gestiegenen Finanzierungskosten für Käufer weiter hoch bleiben. Familien, die sich den Kauf nicht leisten können oder wollen, weichen verstärkt auf den Mietmarkt aus. Eine Entspannung ist kurzfristig nicht absehbar, sodass mit weiteren moderaten Mietsteigerungen zu rechnen ist, besonders in familienfreundlichen Lagen mit guter Verkehrsanbindung.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietwohnungsmarkt für 2-3 Zimmer Wohnungen (ca. 60-80 m²) zeigt sich im Q1 2026 mit durchschnittlich 17,14 €/m² weiter angespannt. Die Preisspanne von 9,70 €/m² bis 31,17 €/m² ist außergewöhnlich breit. Mit einem Quartalsanstieg von 5,48% und einer Jahresentwicklung von 7,46% setzt sich der Aufwärtstrend fort, getrieben durch die hohe Nachfrage von Studierenden und Fachkräften der ansässigen Unternehmen. Luxuriös ausgestattete Neubauwohnungen in der Innenstadt und am Bohlenplatz erreichen Spitzenmieten zwischen 24,00 €/m² und 29,00 €/m². Standardwohnungen in Alterlangen und der Reuth liegen bei 16,00 €/m² bis 19,00 €/m². Günstigere Optionen finden sich in Büchenbach-Dorf und Hüttendorf mit 11,00 €/m² bis 14,00 €/m², wobei diese Lagen weniger zentral gelegen sind. Der Zuzugsdruck durch die expandierende Universität und die positive Arbeitsmarktentwicklung bei Siemens und im Medical Valley wird die Nachfrage weiter befeuern. Trotz geplanter Neubauprojekte dürfte das Angebot knapp bleiben. Eine weitere moderate Mietsteigerung erscheint wahrscheinlich, wobei regulatorische Eingriffe wie verschärfte Mietpreisbremsen dämpfend wirken könnten.































