Immobilienmarktbericht Frankfurt Q4 2025

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Die Hausangebote in Frankfurt positionieren sich im Q4 2025 standhaft mit einem Durchschnittspreis von 5.178,43 €/m². Die Preisspanne reicht von 2.330 €/m² bis 10.195,14 €/m², was die heterogene Marktstruktur widerspiegelt. Mit einem Quartalsanstieg von 2,92% und einer Jahresentwicklung von 4,31% setzt sich der positive Trend fort. Die Nachfrage bleibt trotz des hohen Preisniveaus stabil, getrieben durch die wirtschaftliche Stärke des Finanzstandorts. Die Preisspanne verdeutlicht die enormen Lageunterschiede in Frankfurt. Während in Stadtteilen wie Fechenheim oder Sossenheim Häuser bereits ab 2.330 €/m² erhältlich sind, erreichen Spitzenlagen im Westend oder Sachsenhausen Preise von über 10.000 €/m². Das beliebte Nordend bewegt sich mit etwa 6.500 €/m² im gehobenen Mittelfeld. Diese Spreizung reflektiert die unterschiedlichen Infrastrukturen und Lebensqualitäten der einzelnen Viertel. Die positive Entwicklung dürfte sich in Frankfurt fortsetzen, gestützt durch die anhaltende Attraktivität als internationaler Finanzplatz. Die moderate Quartalsperformance deutet auf eine gewisse Marktkonsolidierung hin, während die solide Jahresentwicklung für strukturelle Stabilität spricht. Besonders in den etablierten Wohnlagen ist mit einer weiteren moderaten Wertsteigerung zu rechnen. Die Knappheit an Bauland im Stadtgebiet wird den Preisdruck aufrechterhalten.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Eigentumswohnungen in Frankfurt notieren im Q4 2025 bei durchschnittlich 6.724,74 €/m², mit einer Bandbreite von 3.548,08 €/m² bis 11.313,39 €/m². Die Quartalsperformance von 2,45% liegt leicht unter der Häuserentwicklung, während die Jahressteigerung mit 1,72% verhaltener ausfällt. Der Wohnungsmarkt zeigt sich damit stabiler, aber weniger dynamisch als das Häusersegment. Die hohe Nachfrage nach zentrumsnahen Wohnungen bleibt bestimmender Faktor. Die Preisspanne bei Eigentumswohnungen zeigt deutliche geografische Unterschiede. In Gallus oder Höchst finden sich Angebote nahe der Untergrenze von 3.548 €/m², während das Bankenviertel und die Innenstadt Spitzenwerte über 11.000 €/m² erreichen. Bockenheim als aufstrebendes Viertel positioniert sich mit etwa 7.200 €/m² im mittleren Segment. Die Nähe zu U-Bahn-Stationen und die Ausstattungsqualität sind dabei preisbestimmende Faktoren. Der Wohnungsmarkt dürfte sich weiterhin stabil entwickeln, wobei die moderatere Jahresentwicklung auf eine gewisse Marktsättigung im Premiumsegment hindeutet. Nachfrageimpulse werden vorrangig aus dem mittleren Preissegment erwartet, wo Selbstnutzer verstärkt aktiv sind. Die geplanten Stadtentwicklungsprojekte könnten mittelfristig für zusätzliches Angebot sorgen. Eine Fortsetzung des moderaten Wachstums erscheint wahrscheinlich, große Preissprünge sind nicht zu erwarten.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für Einfamilienhäuser (ca. 120-140 m²) zeigt sich im Q4 2025 mit einem Durchschnitt von 18,44 €/m² dynamisch. Die Spanne reicht von 10,71 €/m² bis 32,65 €/m², wobei die Quartalsperformance mit 2,33% und die Jahresentwicklung mit 5,67% eine deutliche Aufwärtsbewegung signalisieren. Die starke Nachfrage nach Mietshäusern, insbesondere von Familien, treibt die Preisentwicklung voran. Die Mietpreisunterschiede bei Häusern sind erheblich. In Randlagen wie Nieder-Eschbach oder Harheim beginnen die Mieten bei etwa 10,71 €/m², während Premium-Stadtteile wie Westend-Süd oder Alt-Sachsenhausen Spitzenmieten bis 32,65 €/m² aufrufen. Bergen-Enkheim als familienfreundlicher Stadtteil liegt mit rund 19 €/m² im Durchschnittsbereich. Die Verkehrsanbindung und Grünflächennähe sind entscheidende Preisfaktoren. Die robuste Jahresentwicklung von 5,67% unterstreicht die anhaltende Nachfrage nach Mietshäusern in Frankfurt. Der Trend zu mehr Wohnfläche und Gärten dürfte die Nachfrage weiter stützen. Gleichzeitig bleibt das Angebot begrenzt, da viele Eigentümer ihre Häuser selbst nutzen. Eine Fortsetzung des Aufwärtstrends erscheint wahrscheinlich, wobei sich das Tempo möglicherweise etwas abschwächen könnte.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietwohnungsmarkt für 2-3 Zimmer Wohnungen (ca. 60-80 m²) zeigt im Q4 2025 mit durchschnittlich 20,51 €/m² ein hohes Niveau. Die Preisspanne von 10,94 €/m² bis 40,00 €/m² ist beachtlich. Während die Quartalsperformance mit 1,13% moderat ausfällt, überrascht die negative Jahresentwicklung von -8,93%. Diese Korrektur deutet auf eine Marktberuhigung nach vorherigen Überhitzungen hin. Die extreme Spreizung der Mietpreise zeigt sich besonders bei Wohnungen. Stadtteile wie Preungesheim oder Frankfurter Berg bieten Wohnungen ab 10,94 €/m², während Luxusobjekte im Europaviertel oder der Innenstadt die Spitzenmarke von 40,00 €/m² erreichen. Bornheim als beliebtes Szeneviertel rangiert mit etwa 22 €/m² leicht über dem Durchschnitt. Die Ausstattung und der Bauzustand spielen neben der Lage eine zentrale Rolle. Nach der deutlichen Korrektur von -8,93% im Jahresvergleich dürfte sich der Mietwohnungsmarkt stabilisieren. Die moderate Quartalsentwicklung signalisiert bereits eine Bodenbildung. Regulatorische Eingriffe und verstärkter Neubau haben offenbar preisdämpfend gewirkt. Mittelfristig ist mit einer Seitwärtsbewegung oder leichten Erholung zu rechnen, wobei Spitzenmieten unter Druck bleiben könnten.































