Immobilienmarktbericht Freiburg Q1 2026

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Markt für Häuser in Freiburg präsentiert sich im Q1 2026 leicht rückläufig mit einem Durchschnittspreis von 4.919 €/m². Die Preisspanne reicht von 2.355 €/m² bis 8.654 €/m², wobei sich im Quartalsvergleich ein Rückgang von 3,49% zeigt. Im Jahresvergleich beträgt das Minus moderate 0,3%, was auf eine Stabilisierung nach vorherigen Preisanstiegen hindeutet. Die breite Preisspanne spiegelt die heterogene Marktstruktur wider. Die Preisspanne verdeutlicht erhebliche Lageunterschiede innerhalb Freiburgs. Während in Stadtrandlagen wie Opfingen oder Tiengen Häuser bereits ab 2.400 €/m² erhältlich sind, erreichen Objekte in Herdern oder Wiehre Spitzenwerte von 8.500 €/m². Das Rieselfeld positioniert sich mit etwa 5.000 €/m² im mittleren Segment. Diese Spreizung reflektiert sowohl die unterschiedliche Infrastruktur als auch die jeweilige Nachfragesituation. Die negative Quartalsentwicklung dürfte sich in den kommenden Monaten abschwächen. Der Freiburger Häusermarkt wird voraussichtlich eine Seitwärtsbewegung mit leichten Schwankungen zeigen. Die anhaltend hohe Nachfrage in Universitätsnähe und die begrenzte Neubautätigkeit sprechen gegen einen stärkeren Preisrückgang. Mittelfristig ist mit einer Stabilisierung auf dem aktuellen Niveau zu rechnen, wobei Premium-Lagen weiterhin Aufwärtspotenzial aufweisen.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Eigentumswohnungen in Freiburg verzeichnen mit durchschnittlich 6.063 €/m² ein deutliches Plus von 4,11% zum Vorquartal. Die Preisspanne bewegt sich zwischen 3.408 €/m² und 9.661 €/m², was die Marktvielfalt unterstreicht. Im Jahresvergleich beträgt der Anstieg solide 2,56%. Diese positive Entwicklung zeigt die ungebrochene Attraktivität des Wohnungsmarktes, getrieben durch Nachfrage von Kapitalanlegern und Eigennutzern gleichermaßen. Die Preisdifferenzierung am Wohnungsmarkt folgt klaren geografischen Mustern. Im Stühlinger oder in Haslach finden sich Wohnungen ab 3.500 €/m², während die Altstadt und das Vauban-Viertel mit Preisen bis 9.500 €/m² die Spitze markieren. Zähringen bewegt sich mit durchschnittlich 6.100 €/m² im Mittelfeld. Die Preisunterschiede resultieren aus Faktoren wie Bausubstanz, Verkehrsanbindung und lokalem Wohnumfeld. Der positive Trend bei Eigentumswohnungen dürfte sich fortsetzen, wenn auch mit abflachender Dynamik. Die Universitätsstadt profitiert weiterhin von stabiler Zuwanderung und begrenztem Flächenpotenzial. Eine moderate Aufwärtsentwicklung erscheint wahrscheinlich, wobei besonders energieeffiziente Neubauten und sanierte Altbauten in zentralen Lagen gefragt bleiben werden. Die Preisdifferenzierung zwischen den Stadtteilen wird voraussichtlich bestehen bleiben.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für Einfamilienhäuser (ca. 120-140 m²) zeigt sich mit durchschnittlich 15,72 €/m² deutlich dynamisch. Die Spanne reicht von 10,53 €/m² bis 27,78 €/m², bei einem Quartalsplus von 3,35%. Besonders markant ist der Jahresanstieg von 16,19%, der die angespannte Marktsituation verdeutlicht. Die starke Nachfrage nach Mietobjekten dieser Größenordnung trifft auf ein knappes Angebot, was die Preisdynamik erklärt. Die Mietpreisunterschiede sind erheblich: Während in Munzingen oder Waltershofen Häuser für etwa 11,00 €/m² verfügbar sind, werden in Günterstal oder am Lorettoberg bis zu 27,00 €/m² aufgerufen. Littenweiler positioniert sich mit rund 16,00 €/m² im mittleren Bereich. Diese Spreizung spiegelt nicht nur die Lagequalität, sondern auch Ausstattungsmerkmale und Gartengrößen wider. Nach dem kräftigen Jahresanstieg dürfte sich das Wachstumstempo bei Häusermieten verlangsamen. Die Mietpreisbremse und politische Diskussionen könnten dämpfend wirken. Dennoch bleibt die Grundnachfrage nach familiengerechtem Wohnraum hoch, sodass weitere moderate Steigerungen wahrscheinlich sind. Premium-Lagen mit guter Infrastruktur werden ihre Preisniveaus voraussichtlich halten oder leicht ausbauen können.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietwohnungsmarkt für 2-3 Zimmer Wohnungen (ca. 60-80 m²) präsentiert sich mit durchschnittlich 15,93 €/m² stabil aufwärts gerichtet. Die Bandbreite von 9,09 €/m² bis 30,15 €/m² zeigt die Marktvielfalt. Mit einem Quartalsplus von 3,78% und einer Jahresveränderung von nur 0,13% deutet sich eine Normalisierung nach vorherigen Sprüngen an. Die Nachfrage bleibt durch Studierende und Berufspendler konstant hoch. Die Mietpreisstruktur variiert stark nach Stadtteil: Weingarten und Landwasser bieten Wohnungen ab 9,50 €/m², während in der Wiehre oder im Neuburg-Viertel Spitzenmieten von 29,00 €/m² erreicht werden. Das Rieselfeld liegt mit etwa 16,00 €/m² im städtischen Durchschnitt. Diese Unterschiede reflektieren Bauqualität, ÖPNV-Anbindung und das jeweilige soziale Umfeld der Quartiere. Der Mietwohnungsmarkt wird voraussichtlich moderat weiter steigen. Die kontinuierliche Zuwanderung von Studierenden und Fachkräften sorgt für anhaltende Nachfrage. Neubauprojekte könnten punktuell für Entlastung sorgen, werden aber das Gesamtpreisniveau kaum drücken. Besonders in zentralen und universitätsnahen Lagen ist mit weiteren Preissteigerungen zu rechnen, während Randlagen stabiler bleiben dürften.































