Immobilienmarktbericht Halle Q2 2025

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Marktdynamik
Der Markt für Hauskäufe in Halle (Saale) befindet sich im zweiten Quartal 2025 in einer Phase moderater Aufwärtsbewegung. Mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 2.747 Euro und einem quartalsbezogenen Anstieg von 1,0 % signalisiert der Markt eine Stabilisierung auf erhöhtem Preisniveau nach vorangegangener Konsolidierung. Die anhaltend hohe Nachfrage stützt das Preisgefüge nachhaltig.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
Halle profitiert als bedeutender Bildungs- und Wirtschaftsstandort in Mitteldeutschland von einer strukturell hohen Wohnraumnaachfrage. Zentrumsnahe und universitätsnahe Stadtteile verzeichnen dabei erfahrungsgemäß eine besonders ausgeprägte Nachfrageintensität, was sich in entsprechend höheren Preislagen gegenüber peripheren Stadtgebieten widerspiegelt.
Prognose und Ausblick
Für die kommenden 12 bis 24 Monate erwarten Experten jährliche Preissteigerungen zwischen 1 und 3 %. Die strukturelle Angebotsknappheit sowie die wirtschaftliche Attraktivität der Stadt dürften diesen moderaten Aufwärtstrend weiterhin unterstützen. Ein abrupter Preisrückgang gilt unter den aktuellen Marktbedingungen als unwahrscheinlich.
2. Wohnungen zum Kauf
Marktdynamik
Der Markt für Eigentumswohnungen in Halle (Saale) zeigt im zweiten Quartal 2025 eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung. Die Preiskorrektur des Vorjahres scheint vollständig überwunden, und der Markt befindet sich in einer Phase moderater Erholung. Mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 2.347 Euro bleibt das Segment für Käufer vergleichsweise zugänglich.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
Besonders in zentrumsnahen und universitätsnahen Stadtteilen ist die Nachfrage nach Eigentumswohnungen deutlich erhöht. Diese Lagen profitieren von der Nähe zu Bildungseinrichtungen und Arbeitsstätten, was zu überdurchschnittlichen Preisniveaus gegenüber randstädtischen Gebieten führt. Die anhaltende Wohnraumknappheit verstärkt diesen Effekt zusätzlich.
Prognose und Ausblick
Die strukturelle Angebotsknappheit und die anhaltend hohe Nachfrage lassen für die kommenden Quartale weitere moderate Preissteigerungen erwarten. Der bundesweite Trend eines Anstiegs von rund 0,7 % pro Quartal bei Eigentumswohnungen dürfte sich in Halle in ähnlicher Größenordnung fortsetzen. Neubauaktivitäten bleiben strukturell hinter dem Bedarf zurück.
3. Häuser zur Miete
Marktdynamik
Der Mietmarkt für Häuser in Halle (Saale) befindet sich in einer dynamischen Aufwärtsbewegung. Strukturelle Engpässe im Neubausektor sowie eine anhaltend hohe Nachfrage sorgen für ein angespanntes Marktumfeld. Konkrete Mietpreisdaten für dieses Segment wurden im Berichtszeitraum nicht ausgewiesen, die Richtung der Entwicklung ist jedoch klar aufwärtsgerichtet.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
Auch im Mietmarkt für Häuser dürften zentrumsnahe und gut angebundene Stadtteile Halles höhere Mietpreise aufweisen als periphere Lagen. Die Attraktivität der Stadt als Bildungs- und Wirtschaftsstandort konzentriert die Nachfrage auf bestimmte Stadtgebiete und verstärkt dort den Preisdruck entsprechend.
Prognose und Ausblick
Experten erwarten für die kommenden 12 bis 24 Monate jährliche Mietsteigerungen von 3 bis 4 % im Segment der zur Miete angebotenen Häuser. Solange strukturelle Angebotsengpässe im Neubau bestehen bleiben, ist keine wesentliche Entspannung des Marktdrucks zu erwarten. Die Mietpreisentwicklung dürfte damit deutlich über der allgemeinen Inflationsrate liegen.
4. Wohnungen zur Miete
Marktdynamik
Der Mietwohnungsmarkt in Halle (Saale) befand sich im zweiten Quartal 2025 in einer kontinuierlichen Aufwärtsbewegung. Hohe Nachfrage bei gleichzeitig knappem Angebot bildet die zentrale Marktdynamik. Die strukturelle Angebotsknappheit bleibt die dominante Herausforderung und übt dauerhaften Druck auf das Mietpreisniveau aus.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
Insbesondere in zentrumsnahen und universitätsnahen Stadtteilen ist die Nachfrage nach Mietwohnungen besonders ausgeprägt. Die Rolle Halles als bedeutender Hochschulstandort erzeugt eine konstant hohe Nachfrage nach kleinen und mittleren Wohneinheiten in diesen Lagen, was dort zu überdurchschnittlichem Mietpreisdruck führt.
Prognose und Ausblick
Angesichts der strukturellen Engpässe im Neubaubereich und der anhaltend hohen Nachfrage ist in den kommenden Jahren keine nachhaltige Entspannung des Mietwohnungsmarktes zu erwarten. Die prognostizierten jährlichen Steigerungsraten von 3 bis 4 % im Mietsektor dürften auch den Wohnungsmietmarkt betreffen. Mieter müssen sich auf weiter steigende Neuvertragsmieten einstellen.































