Immobilienmarktbericht Halle Q4 2025

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Markt für Hausobjekte zum Kauf in Halle zeigt sich im Q4 2025 stabil bis leicht aufwärts gerichtet. Mit einem Durchschnittspreis von 2.647 €/m² und einer Quartalssteigung von 2,89% entwickelt sich das Segment positiv, während die Jahresentwicklung mit -0,14% nahezu stagniert. Die erhebliche Preisspanne von 769 €/m² bis 4.797 €/m² verdeutlicht die heterogene Marktstruktur mit deutlichen Qualitäts- und Lageunterschieden. Die Preisspanne spiegelt die unterschiedlichen Lagen Halles wider. In Heide-Süd und der Silberhöhe finden sich Objekte im unteren Preissegment ab 769 €/m². Die begehrte Paulusviertel-Lage sowie Häuser in Kröllwitz erreichen hingegen Spitzenwerte bis 4.797 €/m². Das mittlere Segment um 2.600 €/m² dominiert in Stadtvierteln wie Trotha und der Nördlichen Neustadt. Die moderate Quartalssteigerung bei gleichzeitiger Jahresstagnation deutet auf eine Konsolidierungsphase hin. Der Markt dürfte sich kurzfristig seitwärts bewegen, wobei hochwertige Lagen weiterhin Aufwertungspotenzial zeigen. Die breite Preisspanne wird voraussichtlich bestehen bleiben, da sowohl sanierungsbedürftige als auch modernisierte Objekte nachgefragt werden. Eine nachhaltige Trendwende ist derzeit nicht absehbar.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Kaufmarkt für Eigentumswohnungen in Halle verzeichnet im Q4 2025 eine deutliche Aufwärtsdynamik mit einem Durchschnittspreis von 2.661 €/m². Der Durchschnittspreis liegt bei 2.661 €/m², mit einem bemerkenswerten Quartalsplus von 5,43% und einer Jahressteigerung von 3,29%. Die Preisspanne von 1.466 €/m² bis 4.920 €/m² zeigt einen differenzierten Markt. Die positive Entwicklung übertrifft deutlich das Häusersegment und signalisiert eine anhaltend hohe Nachfrage nach Wohnungseigentum. Premium-Lagen wie das Mühlwegviertel und die Innenstadt erreichen Spitzenpreise nahe 4.920 €/m². In Halle-Neustadt und der Südstadt bewegen sich die Preise im unteren Bereich um 1.466 €/m² bis 1.800 €/m². Das breite Mittelfeld um 2.600 €/m² findet sich in beliebten Wohnlagen wie Giebichenstein und dem Lutherviertel, wo modernisierte Altbauwohnungen besonders gefragt sind. Die starke Quartalsentwicklung von über 5% signalisiert einen robusten Aufwärtstrend. Der Wohnungsmarkt dürfte weiterhin von urbaner Verdichtung und knappem Angebot profitieren. Besonders Lagen mit guter Infrastruktur könnten weitere Wertsteigerungen erfahren. Die breite Preisspanne bietet weiterhin Einstiegsmöglichkeiten, wobei das untere Preissegment zunehmend unter Druck geraten könnte.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für Einfamilienhäuser (ca. 120-140 m²) zeigt sich im Q4 2025 rückläufig. Bei einem Durchschnittspreis von 11,49 €/m² ist ein Quartalsrückgang von -3,28% zu verzeichnen, während die Jahresentwicklung mit +0,88% noch leicht positiv ausfällt. Die Spanne von 7,98 €/m² bis 17,50 €/m² reflektiert unterschiedliche Ausstattungsstandards. Der Quartalsrückgang deutet auf eine Entspannung nach vorheriger Überhitzung hin. Einfamilienhäuser in Halle-Neustadt und Ammendorf werden bereits ab 7,98 €/m² angeboten. Spitzenmieten bis 17,50 €/m² erzielen moderne Häuser in Dölau und dem Paulusviertel mit gehobener Ausstattung. Im mittleren Segment um 11,50 €/m² finden sich Objekte in Büschdorf und Reideburg, die bei Familien aufgrund der guten Verkehrsanbindung beliebt sind. Die negative Quartalsentwicklung bei positiver Jahresbilanz suggeriert eine Normalisierung des Mietmarktes. Der Rückgang dürfte sich abschwächen, da die Nachfrage nach familiengerechtem Wohnraum strukturell hoch bleibt. Mittelfristig ist mit einer Stabilisierung auf dem aktuellen Niveau zu rechnen. Die große Preisspanne wird bestehen bleiben, da Qualitätsunterschiede weiterhin preisbestimmend wirken.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für Wohnungen (2-3 Zimmer, ca. 60-80 m²) entwickelt sich im Q4 2025 positiv. Mit durchschnittlich 8,39 €/m² liegt ein Quartalsanstieg von 2,44% vor, die Jahresentwicklung zeigt sogar +4,61%. Die Preisspanne von 5,54 €/m² bis 13,40 €/m² verdeutlicht das breite Angebotsspektrum. Die kontinuierliche Aufwärtsentwicklung reflektiert den anhaltenden Zuzugsdruck und die Wohnraumknappheit im mittleren Segment. Günstige Wohnungen ab 5,54 €/m² konzentrieren sich auf Halle-Neustadt und die Silberhöhe. Topmieten bis 13,40 €/m² werden in der Altstadt und im sanierten Altbaubestand des Paulusviertels erzielt. Das breite Mittelfeld um 8,40 €/m² findet sich in Stadtteilen wie Trotha, der Südstadt und Ammendorf, wo solide Bestandswohnungen den Markt prägen. Mit über 4% Jahreswachstum zeigt das Segment die stärkste Mietpreisentwicklung. Der Trend dürfte sich fortsetzen, getrieben durch Zuzug von Studierenden und jungen Berufstätigen. Besonders im unteren und mittleren Preissegment ist weiterer Aufwärtsdruck zu erwarten. Die Schere zwischen günstigen und Premium-Lagen könnte sich weiter öffnen, wobei zentrale Lagen überproportional profitieren dürften.































