Immobilienmarktbericht Hamburg Q1 2026

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Häusermarkt in Hamburg erlebt im Q1 2026 eine Konsolidierung mit einem Durchschnittspreis von 5.381,73 €/m². Bei einem Durchschnittspreis von 5.381,73 €/m² bewegt sich das Preisniveau zwischen 2.600 €/m² und 9.750 €/m². Die quartalsweise Entwicklung von -0,2% deutet auf eine leichte Konsolidierung hin, während die Jahresentwicklung mit +2,75% einen soliden Aufwärtstrend bestätigt. Die breite Preisspanne spiegelt die heterogene Marktstruktur wider. Die Preisspanne in Hamburg variiert erheblich je nach Lage. In Stadtrandgebieten wie Neugraben-Fischbek liegen die Quadratmeterpreise bei etwa 2.800 €/m², während in Harvestehude Spitzenwerte von 9.500 €/m² erreicht werden. Mittelpreisige Lagen wie Wandsbek bewegen sich um 5.400 €/m². Die Elbvororte Blankenese und Nienstedten rangieren im oberen Preissegment bei 8.200 €/m² bis 9.200 €/m². Die moderate Jahresentwicklung und minimale Quartalskorrektur deuten auf einen ausgereiften Markt hin. Die Nachfrage nach Einfamilienhäusern dürfte weiterhin hoch bleiben, wobei sich das Preisniveau voraussichtlich seitwärts bewegen wird. Qualitätslagen werden ihre Wertstabilität behalten, während periphere Gebiete möglicherweise leichte Preisanpassungen erfahren könnten. Eine grundlegende Trendwende ist nicht absehbar.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Eigentumswohnungen in Hamburg notieren im Q1 2026 bei durchschnittlich 6.927,97 €/m². Die Preisspanne erstreckt sich von 3.437,50 €/m² bis 13.583,82 €/m². Mit einer marginalen Quartalsveränderung von -0,02% zeigt sich der Markt nahezu unverändert, während die Jahresentwicklung von +1,7% auf eine verhaltene Aufwärtsdynamik hindeutet. Der Wohnungsmarkt präsentiert sich damit stabiler als das Haussegment. Die Preisdifferenzierung bei Eigentumswohnungen ist in Hamburg besonders ausgeprägt. In Wilhelmsburg finden sich Angebote ab 3.500 €/m², während die HafenCity mit Preisen um 12.000 €/m² bis 13.000 €/m² die Spitze markiert. Beliebte Stadtteile wie Eimsbüttel und Eppendorf bewegen sich im mittleren Segment bei etwa 7.000 €/m² bis 8.500 €/m². Die Außenalster-Lagen erreichen regelmäßig Werte über 10.000 €/m². Der Wohnungsmarkt zeigt sich robust mit begrenztem Aufwärtspotenzial. Die geringe Volatilität spricht für eine Marktkonsolidierung auf hohem Niveau. Zentrumsnahe Lagen dürften ihre Attraktivität behalten, während in den Außenbezirken mit stabilen bis leicht steigenden Preisen zu rechnen ist. Die demographische Entwicklung und anhaltende Urbanisierung werden die Nachfrage weiter stützen.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für Einfamilienhäuser (ca. 120-140 m²) in Hamburg zeigt im Q1 2026 eine dynamische Entwicklung. Bei einem Durchschnitt von 18,33 €/m² und einer Spanne von 10,58 €/m² bis 29,56 €/m² verzeichnet das Segment eine Quartalssteigerung von 0,16% und einen Jahresanstieg von 4,21%. Diese überdurchschnittliche Jahresentwicklung unterstreicht die anhaltend hohe Nachfrage nach Mietshäusern im Großraum Hamburg. Die Mietpreisunterschiede für Häuser sind beträchtlich. In Bergedorf und den südlichen Stadtteilen liegen die Quadratmetermieten bei etwa 11,00 €/m² bis 13,00 €/m². Premium-Lagen wie Othmarschen und Wellingsbüttel erreichen 25,00 €/m² bis 28,00 €/m². Das mittlere Preissegment in Stadtteilen wie Bramfeld oder Rahlstedt bewegt sich zwischen 16,00 €/m² und 20,00 €/m². Mit der stärksten Jahresentwicklung aller Segmente dürfte der Häuser-Mietmarkt weiter unter Nachfragedruck stehen. Die knappe Verfügbarkeit von Einfamilienhäusern zur Miete wird voraussichtlich zu weiteren moderaten Preissteigerungen führen. Besonders in familienfreundlichen Stadtteilen mit guter Infrastruktur ist mit anhaltend hoher Nachfrage zu rechnen. Eine Entspannung des Marktes ist kurzfristig nicht erkennbar.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietwohnungsmarkt für 2-3 Zimmer Wohnungen (ca. 60-80 m²) präsentiert sich im Q1 2026 zweigeteilt. Bei einem Durchschnitt von 17,99 €/m² und einer Spanne von 8,44 €/m² bis 36,25 €/m² steht einer Quartalssteigerung von 1,35% ein Jahresrückgang von -3,54% gegenüber. Diese gegenläufige Entwicklung deutet auf eine beginnende Markterholung nach einer längeren Korrekturphase hin. Die Mietpreisspanne bei Wohnungen ist extrem breit. In Stadtrandlagen wie Billstedt oder Jenfeld beginnen die Mieten bei 8,50 €/m² bis 11,00 €/m². Die Innenstadt und Szene-Viertel wie St. Pauli und Schanzenviertel liegen bei 20,00 €/m² bis 25,00 €/m². Absolute Spitzenmieten von 32,00 €/m² bis 36,00 €/m² werden in exklusiven Neubauprojekten der HafenCity und Hafenrandlagen erzielt. Nach dem Jahresrückgang deutet die positive Quartalsentwicklung auf eine Stabilisierung hin. Der Mietwohnungsmarkt dürfte sich auf dem aktuellen Niveau einpendeln. Die extreme Spreizung zwischen günstigen und hochpreisigen Lagen wird voraussichtlich bestehen bleiben. Moderate Mietpreissteigerungen sind vor allem in bisher unterdurchschnittlich bewerteten Stadtteilen mit Aufwertungspotenzial zu erwarten.































