Immobilienmarktbericht Hamburg Q4 2025

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Die Häuser im Verkauf in Hamburg geben sich im Q4 2025 weiter standhaft mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 5.393 €/m². Die Preisspanne reicht von 2.676 €/m² bis 9.630 €/m², was die heterogene Marktstruktur widerspiegelt. Mit einem Quartalsanstieg von 2,87% und einer Jahresentwicklung von 2,33% bewegt sich das Segment in einem moderat aufwärtsgerichteten Trend. Die kontinuierliche Nachfrage nach Eigenheimen in der Hansestadt sorgt für stabile Marktbedingungen. Die Preisspanne verdeutlicht die enormen Lageunterschiede in Hamburg. Während in Stadtteilen wie Harburg oder Wilhelmsburg Häuser bereits ab 2.700 €/m² erhältlich sind, erreichen Spitzenlagen in Blankenese oder Harvestehude Preise von bis zu 9.500 €/m². In beliebten Familienvierteln wie Volksdorf oder Sasel bewegen sich die Quadratmeterpreise typischerweise zwischen 5.000 €/m² und 6.500 €/m². Die Elbvororte bleiben das teuerste Pflaster der Stadt. Die positive Entwicklungsdynamik dürfte sich in den kommenden Quartalen fortsetzen. Die anhaltend hohe Nachfrage nach Wohneigentum in Hamburg, kombiniert mit begrenztem Neubauangebot, spricht für eine weitere moderate Preissteigerung. Besonders in den etablierten Wohnlagen ist mit stabilen bis leicht steigenden Preisen zu rechnen. Die Außenbezirke könnten aufgrund der Preisentwicklung in den Zentrumslagen zunehmend an Attraktivität gewinnen.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Kaufmarkt für Eigentumswohnungen in Hamburg gibt sich im Q4 2025 maßvoll mit einem Durchschnittspreis von 6.929 €/m². Die Quartalsentwicklung von 2,91% übertrifft sogar leicht den Häusermarkt, während die Jahresentwicklung mit 1,45% moderater ausfällt. Der Wohnungsmarkt zeigt sich damit als dynamisches Segment mit deutlichen Preisunterschieden je nach Lage und Ausstattung. Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen bleibt ungebrochen hoch. Die Preisunterschiede sind im Wohnungssegment besonders ausgeprägt. In Stadtteilen wie Billstedt oder Jenfeld finden sich Wohnungen ab etwa 3.400 €/m², während Premiumlagen an der Außenalster oder in der HafenCity Spitzenpreise von bis zu 13.500 €/m² erreichen. Beliebte Stadtteile wie Eimsbüttel oder Winterhude bewegen sich im mittleren Preissegment zwischen 6.500 €/m² und 8.000 €/m². Die Innenstadt und wassernahe Lagen bleiben die Preistreiber. Der Wohnungsmarkt dürfte seine positive Entwicklung beibehalten. Die urbane Nachfrage, insbesondere nach zentral gelegenen Wohnungen, bleibt ein stabilisierender Faktor. Die vergleichsweise moderate Jahresentwicklung deutet auf eine gewisse Marktkonsolidierung hin. In gefragten Stadtteilen ist weiterhin mit Preissteigerungen zu rechnen, während periphere Lagen möglicherweise Aufholpotenzial bieten. Die Knappheit an Neubauflächen in der Innenstadt wird die Preise tendenziell stützen.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für Einfamilienhäuser mit ca. 120-140 m² Wohnfläche zeigt eine durchschnittliche Miete von 18,30 €/m². Die Spanne reicht von 9,90 €/m² bis 30,00 €/m², was die Vielfalt des Angebots unterstreicht. Mit einer Quartalssteigerung von 2,35% und einer beachtlichen Jahresentwicklung von 8,86% erweist sich dieses Segment als besonders dynamisch. Die starke Nachfrage nach Mietshäusern treibt die Preise merklich nach oben. Die Mietpreisunterschiede sind erheblich. In Randlagen wie Neugraben oder Hausbruch werden Häuser bereits ab 10,00 €/m² angeboten, während Toplagen in Othmarschen oder Wellingsbüttel bis zu 29,00 €/m² erreichen. Familienfreundliche Stadtteile wie Niendorf oder Schnelsen bewegen sich meist zwischen 16,00 €/m² und 20,00 €/m². Die Elbvororte und zentrumsnahe Villenviertel bilden die Spitze des Mietpreisgefüges. Die deutliche Jahresentwicklung von fast 9% signalisiert einen angespannten Markt. Die Nachfrage nach Mietshäusern dürfte weiterhin hoch bleiben, insbesondere von Familien, die sich den Hauskauf nicht leisten können oder wollen. Eine Entspannung ist kurzfristig nicht zu erwarten. Die Mietpreise werden voraussichtlich weiter steigen, wobei besonders in den mittleren Lagen noch Aufwärtspotenzial besteht. Regulatorische Eingriffe könnten die Dynamik allerdings dämpfen.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für 2-3 Zimmer Wohnungen mit ca. 60-80 m² zeigt mit durchschnittlich 17,75 €/m² eine stabile Quartalsentwicklung von 0%, allerdings bei einem deutlichen Jahresrückgang von 10,49%. Die Preisspanne von 8,53 €/m² bis 35,92 €/m² bleibt sehr breit. Diese Entwicklung deutet auf eine gewisse Marktkorrektur nach vorherigen Überhitzungen hin. Der Mietwohnungsmarkt zeigt erstmals seit Jahren eine rückläufige Tendenz. Die extremen Preisunterschiede bleiben bestehen. Während in Stadtteilen wie Kirchdorf oder Steilshoop Wohnungen ab 8,50 €/m² verfügbar sind, verlangen Toplage wie die Hafencity oder Rotherbaum bis zu 35,00 €/m². Beliebte Viertel wie Altona oder Sternschanze rangieren zwischen 18,00 €/m² und 22,00 €/m². Die Spreizung zwischen günstigen Randlagen und teuren Zentrumslagen bleibt erheblich. Die negative Jahresentwicklung könnte auf eine Trendwende hindeuten. Nach Jahren kontinuierlicher Steigerungen scheint der Markt eine Verschnaufpause einzulegen. Die Stabilisierung auf hohem Niveau dürfte sich fortsetzen. Möglicherweise wirken sich regulatorische Maßnahmen und ein gestiegenes Angebot dämpfend aus. Mittelfristig ist mit einer Seitwärtsbewegung zu rechnen, wobei Premium-Lagen weiterhin stabil bleiben dürften, während einfache Lagen unter Druck geraten könnten.































