Immobilienmarktbericht Herne Q4 2025

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Markt für Eigenheime zum Kauf in Herne zeigt im Q4 2025 eine deutliche Aufwärtsdynamik mit einem Durchschnittspreis von 2.670 €/m². Die Preisspanne reicht von 972 €/m² bis 4.839 €/m², was die heterogene Marktstruktur widerspiegelt. Mit einem Quartalsanstieg von 8,44% und einer Jahresentwicklung von 13,86% gehört dieses Segment zu den dynamischsten im lokalen Immobilienmarkt. In Wanne-Eickel finden sich Einstiegspreise ab 1.200 €/m² für sanierungsbedürftige Objekte. Die gefragten Lagen in Sodingen bewegen sich zwischen 2.500 €/m² und 3.200 €/m². Spitzenpreise um 4.500 €/m² werden in den bevorzugten Wohnlagen von Börnig mit modernisierten Altbauten und Neubauprojekten erzielt. Die starke Nachfrage nach Eigenheimen dürfte auch künftig für stabile bis leicht steigende Preise sorgen. Die begrenzte Verfügbarkeit von Bauland in attraktiven Lagen unterstützt diese Entwicklung. Moderate Preiskorrekturen könnten sich allenfalls in weniger gefragten Randlagen ergeben, während zentrale Bereiche weiteres Potenzial aufweisen.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Eigentumswohnungsmarkt in Herne zeigt im Q4 2025 eine Konsolidierung mit einem Durchschnittspreis von 1.800 €/m². Die moderate Quartalsveränderung von 0,86% und Jahresentwicklung von 2,12% signalisiert einen stabilen, aber weniger dynamischen Markt im Vergleich zum Häusersegment. Diese Entwicklung deutet auf eine Konsolidierungsphase nach vorherigen Preisanstiegen hin. Einfache Wohnlagen in Horsthausen und Holsterhausen beginnen bei etwa 1.000 €/m² für renovierungsbedürftige Einheiten. Im mittleren Preissegment zwischen 1.600 €/m² und 2.200 €/m² finden sich gepflegte Bestandswohnungen in Herne-Mitte. Premium-Objekte in der Bahnhofstraße und modernisierte Altbauwohnungen erreichen Spitzenpreise um 3.000 €/m². Der Wohnungsmarkt dürfte sich weiterhin stabil entwickeln. Die moderate Preisentwicklung spricht für ein ausgewogenes Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Impulse könnten von energetischen Sanierungen und altersgerechten Umbauten ausgehen, die das Preisniveau in einzelnen Teilmärkten anheben werden.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Mit durchschnittlich 11,99 €/m² für ein Einfamilienhaus mit ca. 120-140 m² Wohnfläche verzeichnet der Mietmarkt für Häuser eine dynamische Entwicklung. Die Spanne von 7,50 €/m² bis 20,00 €/m² zeigt erhebliche Qualitäts- und Lageunterschiede. Der Quartalsanstieg von 7,34% und die Jahresentwicklung von 14,52% unterstreichen die anhaltend hohe Nachfrage nach Mietobjekten dieser Kategorie. Günstige Mietpreise ab 8,00 €/m² finden sich in den Außenbezirken von Constantin und Unser Fritz. Das mittlere Segment zwischen 11,00 €/m² und 14,00 €/m² dominiert in Herne-Süd und Röhlinghausen. Hochwertige Objekte in Gysenberg und modernisierte Häuser in zentraler Lage erreichen Spitzenmieten bis 19,00 €/m². Die starke Mietpreisentwicklung dürfte sich abschwächen, aber auf erhöhtem Niveau stabilisieren. Familien suchen verstärkt nach Häusern mit Garten, was die Nachfrage weiter stützt. Regulatorische Eingriffe könnten dämpfend wirken, während die Verknappung des Angebots preistreibend bleibt.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietwohnungsmarkt für 2-3 Zimmer Wohnungen mit ca. 60-80 m² zeigt sich mit durchschnittlich 8,15 €/m² vergleichsweise moderat. Die Preisspanne erstreckt sich von 5,88 €/m² bis 12,22 €/m². Mit einer Quartalssteigerung von 1,12% und einem Jahresplus von 1,75% entwickelt sich dieses Segment am zurückhaltendsten, was auf ein ausgewogeneres Marktumfeld hindeutet. Einfache Wohnlagen in Baukau-West und Pantringshof bieten Mieten ab 6,00 €/m². Der Großteil des Angebots in Herne-Mitte und Shamrock bewegt sich zwischen 7,50 €/m² und 9,00 €/m². Neubauwohnungen am Europaplatz und sanierte Objekte in der Innenstadt erreichen Höchstmieten um 12,00 €/m². Die moderate Entwicklung dürfte sich fortsetzen, wobei energetisch sanierte Wohnungen zunehmend höhere Mieten erzielen. Der demografische Wandel und die Nachfrage nach kleineren Einheiten stabilisieren das Preisniveau. Neubauprojekte werden das obere Preissegment stärken, während Bestandswohnungen unter Modernisierungsdruck geraten.































