Immobilienmarktbericht Ingolstadt Q4 2025

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Hausmarkt in Ingolstadt bleibt im Q4 2025 weitestgehend gefestigt. Mit einem Durchschnittspreis von 4.601 €/m² und einer minimalen Quartalsveränderung von 0,27% sowie einer Jahresentwicklung von 0,29% verharrt das Preisniveau auf konstantem Niveau. Die Preisspanne zwischen 2.662 €/m² und 6.826 €/m² verdeutlicht die erheblichen Unterschiede zwischen verschiedenen Lagen und Objektqualitäten in der Stadt. Die attraktiven Wohnlagen in der Altstadt und im Stadtteil Friedrichshofen erreichen Spitzenpreise von bis zu 6.500 €/m². Ruhige Familienquartiere in Etting oder Mailing bewegen sich im mittleren Preissegment um 4.500 €/m². Günstiger sind Häuser in den Randbezirken wie Oberhaunstadt oder Unsernherrn, wo Quadratmeterpreise ab 2.700 €/m² zu finden sind. Die Preisentwicklung bei Häusern in Ingolstadt dürfte auch in den kommenden Monaten verhalten bleiben. Die starke Wirtschaftsstruktur mit Audi als Arbeitgeber stabilisiert die Nachfrage, während das begrenzte Angebot an Bestandsimmobilien einer stärkeren Preiskorrektur entgegenwirkt. Eine Seitwärtsbewegung mit leichten Schwankungen erscheint am wahrscheinlichsten.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Eigentumswohnungsmarkt in Ingolstadt verzeichnet mit durchschnittlich 5.009 €/m² eine deutliche Aufwärtsdynamik. Die Quartalssteigerung von 2,77% und der Jahresanstieg von 3,86% signalisieren eine robuste Nachfrage. Die Preisspanne reicht von 3.150 €/m² bis 6.947 €/m² und spiegelt die unterschiedlichen Qualitäts- und Lagemerkmale wider. Der Markt zeigt sich deutlich dynamischer als das Haussegment. Premium-Neubauwohnungen in der Ingolstädter Altstadt und im Piusviertel erzielen Höchstpreise von bis zu 6.900 €/m². Das beliebte Nordviertel und Bereiche um den Klenzepark rangieren bei etwa 5.000 €/m². Preisgünstigere Eigentumswohnungen finden sich in den Stadtteilen Haunwöhr und im südlichen Friedrichshofen, wo Quadratmeterpreise ab 3.200 €/m² beginnen. Die positive Preisentwicklung bei Eigentumswohnungen dürfte sich moderat fortsetzen. Die anhaltende Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte und die solide Wirtschaftslage stützen die Nachfrage. Neubauprojekte in zentralen Lagen werden weiterhin Premiumpreise erzielen, während Bestandswohnungen in durchschnittlichen Lagen eine stabilere Preisentwicklung aufweisen dürften.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für Einfamilienhäuser (ca. 120-140 m²) zeigt mit einem Durchschnittsmietpreis von 12,49 €/m² eine spürbare Aufwärtsentwicklung. Die Quartalssteigerung von 2,29% und der Jahresanstieg von 2,04% belegen eine kontinuierliche Verteuerung. Die Spanne zwischen 8,11 €/m² und 17,69 €/m² verdeutlicht die erheblichen Unterschiede je nach Lage und Ausstattung der Objekte. Hochwertige Einfamilienhäuser in den begehrten Wohngebieten Süd und in der Nähe des Baggersees erreichen Mietpreise von bis zu 17,50 €/m². Im mittleren Segment liegen Stadtteile wie Ringsee und das Augustinviertel mit etwa 12,50 €/m². Erschwinglichere Mietpreise ab 8,20 €/m² finden sich in den peripheren Lagen wie Zuchering oder in älteren Beständen in Gerolfing. Die Mietpreise für Häuser werden voraussichtlich weiter moderat steigen. Das knappe Angebot an familiengerechten Mietobjekten bei gleichzeitig stabiler Nachfrage durch Familien mit temporärem Aufenthalt in Ingolstadt stützt das Preisniveau. Eine Entspannung ist mittelfristig nicht erkennbar, sodass mit weiteren leichten Aufschlägen zu rechnen ist.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietwohnungsmarkt für 2-3 Zimmer Wohnungen (ca. 60-80 m²) präsentiert sich mit durchschnittlich 14,22 €/m² auf hohem Niveau. Mit einer Quartalssteigerung von 0,85% und einem beachtlichen Jahresplus von 5,26% zeigt sich eine deutliche Verteuerung. Die Preisspanne von 9,58 €/m² bis 22,33 €/m² unterstreicht die enormen Unterschiede innerhalb des Stadtgebiets. Luxuriös ausgestattete Neubauwohnungen in der Altstadt und im Konradviertel erreichen Spitzenmieten von bis zu 22,00 €/m². Das Nordviertel und Bereiche nahe der Technischen Hochschule bewegen sich bei etwa 14,50 €/m². Günstigere Mietwohnungen ab 9,60 €/m² sind vorwiegend in den Stadtteilen Mailing, Oberhaunstadt oder in älteren Beständen im Pius- und Augustinviertel verfügbar. Der Mietwohnungsmarkt dürfte angespannt bleiben. Die starke Zuwanderung durch Studierende und Fachkräfte bei gleichzeitig begrenztem Neubauvolumen wird die Mietpreise weiter stützen. Insbesondere in zentralen und universitätsnahen Lagen ist mit anhaltend hohem Preisdruck zu rechnen. Eine nachhaltige Entspannung ist erst bei deutlicher Ausweitung des Angebots zu erwarten.































