Immobilienmarktbericht Kassel Q1 2026

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Eigenheimmarkt in Kassel verzeichnet im Q1 2026 eine deutliche Aufwärtsdynamik mit einem Durchschnittspreis von 2.717 €/m². Die Preisspanne reicht von 1.303 €/m² bis 4.579 €/m². Mit einem Quartalsanstieg von 5,07% und einer Jahresentwicklung von 5,58% verzeichnet das Segment eine deutliche Aufwärtsdynamik. Die kontinuierliche Wertsteigerung unterstreicht die anhaltende Nachfrage nach Wohneigentum in der nordhessischen Metropole. Die Preisspanne spiegelt die heterogene Lagequalität Kassels wider. In Stadtrandlagen wie Harleshausen oder Niederzwehren bewegen sich die Quadratmeterpreise im unteren Bereich zwischen 1.300 €/m² und 2.200 €/m². Das beliebte Bad Wilhelmshöhe mit seiner Nähe zum Bergpark rangiert im oberen Preissegment zwischen 3.500 €/m² und 4.500 €/m². Die Vordere Westen als etablierte Wohnlage positioniert sich im mittleren Bereich um 2.800 €/m². Die positive Entwicklungsdynamik dürfte sich bei moderatem Tempo fortsetzen. Die solide Wirtschaftsstruktur Kassels und die Attraktivität als Universitätsstadt stützen die Nachfrage. Angesichts des begrenzten Neubauangebots ist mit einer weiteren moderaten Preisentwicklung zu rechnen. Die Quartalsrate von über 5% könnte sich allerdings abschwächen, während das Preisniveau insgesamt stabil bleibt.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Eigentumswohnungen in Kassel notieren im Q1 2026 bei durchschnittlich 3.257 €/m², wobei die Bandbreite von 1.620 €/m² bis 6.151 €/m² reicht. Der leichte Quartalsrückgang von -1,26% steht einer positiven Jahresentwicklung von 2,82% gegenüber. Diese Konsolidierung nach vorherigen Anstiegen deutet auf eine Normalisierung des Marktes hin. Die breite Preisspanne reflektiert die unterschiedlichen Qualitäts- und Lagemerkmale im Wohnungsbestand. Premium-Lagen wie der Vordere Westen und Bad Wilhelmshöhe erreichen Spitzenpreise zwischen 4.800 €/m² und 6.100 €/m². In zentrumsnahen Stadtteilen wie der Nordstadt oder Wesertor pendeln sich die Preise zwischen 2.500 €/m² und 3.500 €/m² ein. Periphere Lagen in Oberzwehren oder Waldau bieten Einstiegsmöglichkeiten im Bereich von 1.650 €/m² bis 2.300 €/m², was besonders für Ersterwerbende attraktiv ist. Der Wohnungsmarkt dürfte sich auf dem erreichten Niveau stabilisieren. Die temporäre Quartalskorrektur erscheint als gesunde Marktbereinigung nach vorangegangenen Steigerungen. Mittelfristig ist von einer seitwärts tendierenden Preisentwicklung mit leichten Aufwärtstendenzen auszugehen. Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum in Zentrumsnähe bleibt bestehen, während Luxussegmente möglicherweise eine Sättigung erfahren.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für Häuser in Kassel verzeichnet im Q1 2026 eine differenzierte Entwicklung mit einer Durchschnittsmiete von 10,92 €/m². Trotz eines Quartalsanstiegs von 6,02% liegt die Jahresentwicklung bei -10,20%. Diese gegenläufige Bewegung deutet auf eine Erholung nach vorherigen Rückgängen hin. Die Nachfrage nach Miet-Einfamilienhäusern stabilisiert sich wieder. In gefragten Wohnlagen wie Bad Wilhelmshöhe oder dem Vorderen Westen werden Mieten zwischen 13,00 €/m² und 15,30 €/m² aufgerufen. Mittelpreisige Stadtteile wie Kirchditmold oder Fasanenhof bewegen sich im Bereich von 9,50 €/m² bis 12,00 €/m². Randlagen in Bettenhausen oder Wolfsanger bieten günstigere Optionen zwischen 6,00 €/m² und 8,50 €/m², was besonders für Familien mit begrenztem Budget interessant ist. Nach der deutlichen Jahreskorrektur scheint sich der Markt zu konsolidieren. Die Quartalserhöhung signalisiert eine Trendwende, wobei das Vorkrisenniveau noch nicht erreicht ist. Mittelfristig dürfte sich das Mietpreisniveau für Häuser stabilisieren. Die Nachfrage nach familiengerechtem Wohnraum mit Garten bleibt konstant, während das Angebot begrenzt ist. Eine moderate Aufwärtsbewegung erscheint wahrscheinlich.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Mietwohnungen mit 2-3 Zimmern und ca. 60-80 m² Wohnfläche kosten in Kassel durchschnittlich 10,87 €/m², bei einer Bandbreite von 7,20 €/m² bis 18,82 €/m². Mit einem Quartalsplus von 2,16% und einem Jahresanstieg von 8,27% zeigt sich eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung. Der Mietwohnungsmarkt profitiert von der anhaltend hohen Nachfrage durch Studierende und Berufspendler. Die breite Preisspanne ermöglicht verschiedenen Einkommensgruppen den Zugang zum Mietmarkt. Spitzenmieten zwischen 15,00 €/m² und 18,80 €/m² werden in der Innenstadt und im Vorderen Westen erzielt. Die beliebten Universitätsviertel Nord-Holland und Wehlheiden rangieren zwischen 11,00 €/m² und 14,00 €/m². Günstigere Alternativen finden sich in Rothenditmold oder Forstfeld mit Mieten zwischen 7,20 €/m² und 9,50 €/m². Diese Preisdifferenzierung reflektiert Unterschiede in Infrastruktur, Anbindung und Wohnumfeld. Der Aufwärtstrend bei Mietwohnungen dürfte sich fortsetzen, wenngleich in abgeschwächter Form. Die Universität und bedeutende Arbeitgeber sichern eine stabile Nachfrage. Regulatorische Eingriffe könnten dämpfend wirken, während der Mangel an Neubauwohnungen preistreibend bleibt. Eine Fortsetzung des moderaten Wachstums erscheint realistisch, wobei die Dynamik vom Neubauvolumen und der wirtschaftlichen Entwicklung abhängt.































