Immobilienmarktbericht Kiel Q1 2026

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Markt für Wohnhäuser in Kiel zeigt sich im Q1 2026 überwiegend ausgeglichen mit einem Durchschnittspreis von 3.044 €/m². Mit einem Durchschnittspreis von 3.044 €/m² und einer moderaten Quartalssteigerung von 0,58% hält sich das Preisniveau konstant. Die Preisspanne bewegt sich zwischen 1.473 €/m² und 6.207 €/m². Im Jahresvergleich ist allerdings ein leichter Rückgang von 1,73% zu verzeichnen, was auf eine gewisse Marktberuhigung nach vorherigen Anstiegen hindeutet. Die Preisunterschiede in Kiel sind deutlich ausgeprägt. In Gaarden und Mettenhof finden sich Häuser bereits ab 1.500 €/m² bis 2.000 €/m². Mittlere Lagen wie Elmschenhagen oder Suchsdorf rangieren bei 2.800 €/m² bis 3.500 €/m². Die Spitzenpreise von 5.500 €/m² bis 6.200 €/m² werden in den begehrten Lagen Düsternbrook und Ravensberg erzielt, wo die Nähe zur Förde den Wert steigert. Der Häusermarkt in Kiel dürfte sich weiterhin seitwärts bewegen. Die moderate Quartalserhöhung deutet auf eine Stabilisierung hin. Angesichts der negativen Jahresentwicklung ist mit einer Fortsetzung der Konsolidierungsphase zu rechnen. Die Nachfrage nach Einfamilienhäusern bleibt solide, wobei besonders energetisch sanierte Objekte gefragt sein dürften. Eine deutliche Preissteigerung ist kurzfristig nicht zu erwarten.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Wohnungsmarkt in Kiel zeigt im Q1 2026 eine interessante Entwicklung. Bei einem Durchschnittspreis von 4.181 €/m² und einer Spanne von 2.022 €/m² bis 6.818 €/m² ist trotz eines Quartalsrückgangs von 4,40% eine bemerkenswerte Jahressteigerung von 21,18% zu verzeichnen. Dies deutet auf eine vorangegangene starke Aufwärtsbewegung hin, die sich nun zu konsolidieren scheint. Die Preisdifferenzen bei Eigentumswohnungen sind erheblich. In Stadtteilen wie Gaarden-Ost oder Wellsee beginnen die Preise bei etwa 2.100 €/m² bis 2.800 €/m². Das mittlere Segment in Schreventeich oder Hassee liegt zwischen 3.800 €/m² und 4.500 €/m². Premium-Lagen wie die Kiellinie, Düsternbrook oder moderne Hafencity-Projekte erreichen Spitzenwerte von 6.000 €/m² bis 6.800 €/m². Nach dem starken Jahresanstieg scheint eine Atempause eingetreten zu sein. Die negative Quartalsentwicklung signalisiert eine gewisse Marktberuhigung. Mittelfristig dürfte sich das Preisniveau auf dem aktuellen Stand stabilisieren. Die Nachfrage nach Wohnungen bleibt hoch, besonders in zentralen Lagen. Neubauprojekte mit guter Energiebilanz könnten weiterhin Premiumpreise erzielen, während der Bestandsmarkt eher seitwärts tendieren dürfte.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für Einfamilienhäuser (ca. 120-140 m²) in Kiel zeigt im Q1 2026 eine deutliche Entspannung. Mit einem Durchschnitt von 12,57 €/m² und einer Spanne von 9,29 €/m² bis 18,33 €/m² sind die Mieten im Quartalsvergleich um 5,77% und im Jahresvergleich sogar um 12,59% gesunken. Dies markiert eine spürbare Trendwende am Mietmarkt für größere Wohneinheiten. Die Mietpreisunterschiede spiegeln die Lagequalität wider. In Stadtrandlagen wie Russee oder Meimersdorf liegen die Mieten für Einfamilienhäuser bei 9,50 €/m² bis 11,00 €/m². Beliebte Wohnviertel wie Kronshagen oder Suchsdorf rangieren zwischen 12,00 €/m² und 14,50 €/m². Spitzenmieten von 16,00 €/m² bis 18,00 €/m² werden in den Toplagen Düsternbrook und Blücherplatz sowie in modernen Neubaugebieten nahe der Förde erzielt. Die deutlichen Rückgänge könnten sich abschwächen, ein Boden scheint sich zu bilden. Die Nachfrage nach Einfamilienhäusern zur Miete bleibt strukturell begrenzt. Eine Stabilisierung auf dem aktuellen Niveau erscheint wahrscheinlich. Qualitativ hochwertige Objekte mit guter Energieeffizienz dürften ihre Mietniveaus besser halten können. Eine schnelle Erholung der Mietpreise ist angesichts des Jahrestrends nicht zu erwarten.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für 2-3 Zimmer-Wohnungen (ca. 60-80 m²) präsentiert sich im Q1 2026 stabil. Mit durchschnittlich 12,12 €/m² und einer Preisspanne von 7,95 €/m² bis 20,38 €/m² zeigt sich ein leichtes Plus von 0,75% zum Vorquartal und 3,06% im Jahresvergleich. Der Wohnungsmietmarkt entwickelt sich damit moderat aufwärts und zeigt sich resilient. Die Mietpreisstruktur variiert stark nach Lage. In einfachen Wohnlagen wie Gaarden oder Friedrichsort beginnen die Mieten bei 8,00 €/m² bis 9,50 €/m². Mittlere Lagen in Schreventeich oder Wellingdorf liegen bei 11,00 €/m² bis 13,50 €/m². Premium-Standorte wie die Altstadt, Düsternbrook oder moderne Projekte am Germaniahafen erreichen 17,00 €/m² bis 20,00 €/m², wobei Neubauten mit Fördeblick die Spitze markieren. Der Wohnungsmietmarkt dürfte seinen moderaten Aufwärtstrend fortsetzen. Die solide Nachfrage nach mittelgroßen Wohnungen stützt das Preisniveau. Angesichts der stabilen Entwicklung ist mit einer Fortsetzung des leichten Wachstums zu rechnen. Besonders energieeffiziente Neubauten und sanierte Altbauten in guten Lagen könnten überdurchschnittliche Mietsteigerungen verzeichnen. Der Markt zeigt sich insgesamt ausgewogen.































