Immobilienmarktbericht Krefeld Q1 2026

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Häusermarkt in Krefeld zeigt im Q1 2026 eine Korrekturphase mit einem Durchschnittspreis von 3.079 €/m². Die Preisspanne reicht von 1.184 €/m² bis 5.450 €/m², was auf erhebliche Qualitäts- und Lageunterschiede hindeutet. Mit einem Quartalsrückgang von -2,5% und einem Jahresverlust von -6,01% befindet sich das Segment in einer spürbaren Korrekturphase, die Käufern verbesserte Verhandlungspositionen eröffnet. Die Stadtteile Bockum und Uerdingen präsentieren sich als Premium-Lagen mit Preisen zwischen 4.200 €/m² und 5.200 €/m². Im mittleren Segment liegen Fischeln und Oppum mit durchschnittlich 2.800 €/m² bis 3.500 €/m². Die günstigsten Häuser finden sich in Hüls und den östlichen Randlagen mit Preisen zwischen 1.200 €/m² und 2.000 €/m², wobei hier oft Modernisierungsbedarf besteht. Die anhaltende Preiskorrektur dürfte sich in den kommenden Quartalen fortsetzen, allerdings mit abnehmender Dynamik. Die gestiegenen Finanzierungskosten und die zurückhaltende Nachfrage werden den Markt weiter belasten. Mittelfristig ist eine Stabilisierung auf niedrigerem Niveau wahrscheinlich, wobei besonders hochpreisige Objekte stärker unter Druck geraten könnten. Attraktive Lagen mit guter Infrastruktur werden ihre Wertstabilität besser bewahren.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Mit einem Durchschnittspreis von 2.620 €/m² zeigt der Eigentumswohnungsmarkt in Krefeld eine leichte Erholung. Die Preisspanne von 1.483 €/m² bis 5.150 €/m² spiegelt die Vielfalt des Angebots wider. Der positive Quartalstrend von +3,05% kontrastiert mit dem Jahresrückgang von -2,16%, was auf eine beginnende Marktstabilisierung hindeutet. Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum stützt offenbar das mittlere Preissegment. Die Krefelder Innenstadt und das Bismarckviertel führen mit Preisen zwischen 3.800 €/m² und 4.900 €/m² für modernisierte Altbauwohnungen. Gartenstadt und Verberg bieten solide Bestandswohnungen zwischen 2.200 €/m² und 2.800 €/m². In Benrad-Nord und Kempener Feld/Baackeshof finden sich die günstigsten Optionen mit Quadratmeterpreisen zwischen 1.500 €/m² und 1.900 €/m², häufig in älteren Mehrfamilienhäusern. Der Eigentumswohnungsmarkt dürfte sich weiter stabilisieren und möglicherweise moderat erholen. Die relative Erschwinglichkeit im Vergleich zu Häusern macht Wohnungen für Kapitalanleger und Eigennutzer attraktiv. Die Innenstadtlagen werden voraussichtlich stabil bleiben, während periphere Lagen noch Nachholpotenzial aufweisen. Die demografische Entwicklung und der Trend zu kleineren Haushalten stützen die mittelfristige Nachfrage.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Markt für Miethäuser in Krefeld präsentiert sich im Q1 2026 widerstandsfähig mit einer Durchschnittsmiete von 13,47 €/m². Die Spanne von 7,91 €/m² bis 23,00 €/m² zeigt große Unterschiede je nach Ausstattung und Lage. Mit -3,85% im Quartal und -7,8% im Jahresvergleich ist dies das am stärksten rückläufige Segment, was auf ein Überangebot oder nachlassende Nachfrage nach großflächigen Mietobjekten hindeutet. Cracau und die Villenviertel nahe dem Stadtwald erreichen Spitzenmieten zwischen 18,00 €/m² und 22,00 €/m² für gepflegte Einfamilienhäuser. In Linn und Gellep-Stratum bewegen sich die Mieten im mittleren Bereich zwischen 12,00 €/m² und 15,00 €/m². Die Stadtteile Forstwald und Traar bieten günstigere Alternativen mit Quadratmeterpreisen zwischen 8,00 €/m² und 11,00 €/m², oft in älteren Beständen mit einfacherer Ausstattung. Die Mietpreise für Einfamilienhäuser dürften sich auf dem aktuellen Niveau einpendeln. Die hohen Nebenkosten und gestiegenen Energiepreise dämpfen die Nachfrage nach großen Mietobjekten weiter. Eine Trendwende ist kurzfristig nicht absehbar, wobei energieeffiziente Objekte ihre Mietpreise besser halten werden. Langfristig könnte die Umwandlung in kleinere Wohneinheiten oder der Verkauf für manche Vermieter attraktiver werden.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietwohnungsmarkt für 2-3 Zimmer Wohnungen (ca. 60-80 m²) zeigt sich mit durchschnittlich 10,33 €/m² robust. Die Preisspanne von 7,20 €/m² bis 16,22 €/m² reflektiert unterschiedliche Standards und Lagen. Mit +1,47% im Quartal und +3,92% im Jahresvergleich ist dies das einzige Segment mit durchweg positiver Entwicklung, getrieben von anhaltend hoher Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum. Die Südstadt und zentrumsnahe Lagen wie Dießem/Lehmheide erzielen Höchstmieten zwischen 13,50 €/m² und 15,80 €/m² für moderne Wohnungen. Mittelpreisige Optionen zwischen 9,50 €/m² und 11,50 €/m² finden sich in Bockum und Elfrath. In Stadtrandlagen wie Hüls oder Teilen von Uerdingen beginnen die Mieten bei 7,50 €/m² bis 8,50 €/m², wobei hier meist ältere Bausubstanz dominiert. Die Nachfrage nach Mietwohnungen wird weiterhin hoch bleiben und moderate Preissteigerungen ermöglichen. Der Zuzug von Fachkräften und Studierenden sowie die allgemeine Urbanisierung stützen den Markt nachhaltig. Besonders gefragte Lagen und energetisch sanierte Objekte dürften überdurchschnittliche Mietpreisentwicklungen verzeichnen. Die politischen Diskussionen um Mietpreisbremsen könnten jedoch dämpfend wirken.































