Immobilienmarktbericht Magdeburg Q4 2025

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Magdeburger Häusermarkt zeigt sich im Q4 2025 relativ stabil mit einem Durchschnittspreis von 2.606 €/m². Die Preisspanne reicht von günstigen 813 €/m² bis zu 4.636 €/m² in Toplagen. Mit einem Quartalsanstieg von 1,27% bei gleichzeitigem Jahresrückgang von -1,5% deutet sich eine Stabilisierung nach vorheriger Korrektur an. Der Markt bewegt sich somit auf einem konsolidierten Niveau. In Stadtfeld-Ost und Reform liegen die Quadratmeterpreise zwischen 1.800 €/m² und 2.400 €/m², während einfache Lagen in Rothensee bei 900 €/m² bis 1.200 €/m² beginnen. Die gehobenen Wohnviertel in Stadtfeld-West erreichen Spitzenwerte von 3.800 €/m² bis 4.500 €/m². Diese erheblichen Preisunterschiede spiegeln die heterogene Stadtstruktur Magdeburgs wider. Die leichte Quartalserholung nach dem Jahresrückgang deutet auf eine Bodenbildung hin. Angesichts der moderaten Nachfrage und des stabilen Angebots dürfte sich das Preisniveau in den kommenden Quartalen seitwärts bewegen. Besonders in gefragten Stadtteilen könnte eine moderate Aufwärtsdynamik einsetzen, während periphere Lagen weiterhin unter Preisdruck stehen könnten.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Markt für Eigentumswohnungen in Magdeburg zeigt sich im Q4 2025 positiv mit einem Durchschnittspreis von 2.005 €/m². Die positive Entwicklung sowohl im Quartal (+4,33%) als auch im Jahresvergleich (+3,92%) zeigt eine robuste Nachfrage. Der Wohnungsmarkt entwickelt sich damit deutlich dynamischer als das Häusersegment und profitiert von anhaltender Investorennachfrage. Die Altstadt und das Domviertel verzeichnen Preise zwischen 2.800 €/m² und 3.600 €/m², während modernisierte Altbauten in Buckau bei 2.000 €/m² bis 2.500 €/m² liegen. In Stadtrandlagen wie Olvenstedt oder Kannenstieg bewegen sich die Preise zwischen 1.300 €/m² und 1.700 €/m². Die zentrumsnahen Quartiere profitieren dabei von der urbanen Nachfrageverschiebung. Der kontinuierliche Aufwärtstrend dürfte sich bei Eigentumswohnungen fortsetzen. Die anhaltende Urbanisierung und die vergleichsweise moderaten Preise machen Magdeburg für Kapitalanleger und Eigennutzer gleichermaßen attraktiv. Besonders in innenstadtnahen Lagen ist mit weiteren moderaten Preissteigerungen zu rechnen, während das Angebot knapp bleiben wird.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Die Mieten für Einfamilienhäuser (ca. 120-140 m²) liegen durchschnittlich bei 12,18 €/m² mit einer Spanne von 9,16 €/m² bis 16,67 €/m². Der kräftige Anstieg von 6,47% im Quartal und beachtliche 14,91% im Jahresvergleich signalisieren eine angespannte Marktsituation. Das Segment zeigt die stärkste Dynamik aller Bereiche und reflektiert die hohe Nachfrage nach familiengerechtem Wohnraum. Premium-Lagen in Stadtfeld-West und Cracau erreichen Mieten von 14,50 €/m² bis 16,00 €/m² für Einfamilienhäuser. In Sudenburg und Leipziger Straße pendeln sich die Preise zwischen 11,00 €/m² und 13,00 €/m² ein. Günstigere Alternativen finden sich in Beyendorf-Sohlen oder Pechau mit 9,50 €/m² bis 10,50 €/m². Die starke Mietpreisentwicklung bei Häusern dürfte sich abschwächen, bleibt aber im positiven Bereich. Die Nachfrage nach Einfamilienhäusern zur Miete übersteigt weiterhin das Angebot deutlich. Eine Entspannung ist mittelfristig nicht absehbar, sodass mit weiteren moderaten Mietsteigerungen zu rechnen ist, besonders in gefragten Familienquartieren.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietwohnungsmarkt für 2-3 Zimmer Wohnungen (ca. 60-80 m²) zeigt sich mit durchschnittlich 7,79 €/m² und einer Preisspanne von 5,75 €/m² bis 12,26 €/m² differenziert. Die Steigerungen von 3,32% im Quartal und 4,85% im Jahr liegen im moderaten Bereich. Der Markt entwickelt sich damit stabiler als das dynamische Häusersegment. In der Innenstadt und im Hasselbachkiez werden für moderne Wohnungen 10,00 €/m² bis 11,50 €/m² aufgerufen. Mittelpreisige Lagen wie Stadtfeld oder Sudenburg rangieren zwischen 7,50 €/m² und 9,00 €/m². In Neu Olvenstedt und Reform finden sich günstige Angebote zwischen 5,80 €/m² und 6,80 €/m², die besonders für preissensible Mieter attraktiv sind. Der Mietwohnungsmarkt dürfte sich weiterhin moderat entwickeln. Die solide Nachfrage trifft auf ein ausgewogenes Angebot, wodurch extreme Preissprünge unwahrscheinlich sind. In zentralen Lagen ist mit kontinuierlichen, aber gemäßigten Steigerungen zu rechnen, während Randlagen preisstabil bleiben sollten. Die Mietpreisbremse wirkt zusätzlich dämpfend.































