Immobilien Marktbericht Nürnberg Q4 2025

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Marktdynamik
Der Nürnberger Hausmarkt befindet sich im Aufschwung. Nach den deutlichen Rückgängen 2023 und 2024 steigen die Preise seit Q3 2024 wieder kontinuierlich an. Mit 4.581 €/m² im Q4 2025 zeigt sich eine klare Stabilisierung. Die sinkenden Bauzinsen bis Mitte 2025 sowie deren Stabilisierung bei rund 3,85% zum Jahreswechsel 2025/2026 unterstützen die Nachfrage. Das moderate Angebot an marktgängigen Objekten trägt zur Preisstabilität bei.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
Erhebliche Unterschiede bestehen zwischen den Stadtteilen. Zentrale Lagen wie die Altstadt und St. Johannis erzielen Preise im oberen Bereich, während Perioden wie Gostenhof mit 4.500–5.500 €/m² deutlich günstiger sind. Erlenstegen als Premiumlage liegt an der Obergrenze. Unsanierte Objekte mit schlechter Energieklasse (F–H) verzeichnen signifikante Preisabschläge gegenüber modernen oder kernsanierten Häusern.
Prognose und Ausblick
Der Immobilienmarkt in Nürnberg wird als günstig für Käufer bewertet. Die aktuelle Marktsituation mit stabilisierten Zinsen und moderat steigenden Preisen bietet Kaufchancen. Moderne oder kernsanierte Häuser mit hoher Energieeffizienz bleiben bevorzugt. Das knappe Angebot an marktgängigen Objekten dürfte die Preise stützen und weitere moderat positive Entwicklungen ermöglichen.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Marktdynamik
Der Wohnungsmarkt in Nürnberg zeigt sich im Q4 2025 stabil bis leicht aufwärtsgerichtet. Nach moderaten Preisrückgängen in 2023 und 2024 stiegen die Preise ab Q3 2024 kontinuierlich an. Die Kombination aus sinkenden Bauzinsen (3,85% für 10-jährige Darlehen Ende 2025) und stabiler Nachfrage stützt die positive Marktentwicklung. Allerdings sinken die Preise für Bestandsimmobilien zum Jahresende 2025 moderat, während Neubauten mit +4% und Bestandsobjekte mit +5% zulegen.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
Erhebliche regionale Unterschiede prägen den Wohnungsmarkt. Premium-Lagen wie Erlenstegen erzielen 6.000–8.000 €/m², St. Johannis 5.300–6.300 €/m² und die Altstadt 5.000–6.000 €/m². Günstigere Lagen wie Gostenhof liegen bei 4.500–5.500 €/m². Neubauten mit moderner Ausstattung (Aufzug, Tiefgarage, effiziente Haustechnik) erzielen Zuschläge, während unsanierte Objekte der Energieklassen F–H deutliche Abschläge aufweisen.
Prognose und Ausblick
Der Wohnungsmarkt wird als positiv für Käufer und Kapitalanleger bewertet. Die aktuellen Finanzierungsbedingungen bei Zinsen um 3,85% kombiniert mit moderaten Preisanstiegen schaffen Kaufgelegenheiten. Besonders moderne und kernsanierte Wohnungen mit guter Energieeffizienz bleiben gefragt. Das knappe Angebot marktgängiger Bestandsobjekte und strenge Energiestandards bremsen Neubauaktivitäten, was Bestandsobjekte stabilisiert.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Marktdynamik
Der Mietmarkt für Einfamilienhäuser (ca. 120–140 m² Wohnfläche) ist 2025 und Q4 2025 angespannt und deutlich unterversorgt. Verfügbare Mietobjekte dieser Größenordnung werden extrem schnell vergeben oder gar nicht mehr öffentlich inseriert. Besonders Familien suchen intensiv nach Häusern zur Miete, während das Angebot minimal bleibt. Dies führt zu Engpässen weniger im Preis als in der grundsätzlichen Verfügbarkeit.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
Konkrete Preisspannen je Stadtteil für Miethäuser (120–140 m²) sind in den aktuellen Marktdaten nicht differenziert dokumentiert. Es ist jedoch davon auszugehen, dass zentrale und beliebte Wohnlagen wie Altstadt, St. Johannis und Erlenstegen höhere Mietpreise als periphere Bereiche aufweisen. Lagequalität dürfte den Preis erheblich beeinflussen.
Prognose und Ausblick
Das Angebot an Miethäusern in dieser Größe wird sich kurzfristig nicht wesentlich ausweiten. Die hohe Nachfrage von Familien wird das Angebotsproblem verschärfen. Mietpreise für Einfamilienhäuser dürften eher stabil oder leicht aufwärts gerichtet bleiben. Potenzielle Mieter sollten mit längeren Suchphasen rechnen und bei attraktiven Objekten zügig handeln, da Konkurrenz groß ist.
4. Wohnungen zur Miete
Marktdynamik
Der Mietmarkt für Wohnungen (2–3 Zimmer, ca. 60–80 m² Wohnfläche) bleibt in Q4 2025 angespannt und stark differenziert. Diese Größenordnung ist bei Singles, Paaren und Berufseinsteigern am stärksten nachgefragt. Mietpreise stiegen 2024 fast unabhängig von Baujahr und Lage an; dieser Trend verstärkt sich 2025. Die Durchschnittsmiete liegt um 13,30 €/m², mit erheblichen lokalen Abweichungen. Das knappe Angebot führt zu schneller Belegung und starker Konkurrenz unter Mietinteressenten.
Lageunterschiede innerhalb der Stadt
Preisunterschiede nach Stadtteil sind erheblich. Begehrte Lagen wie Altstadt, St. Johannis und Erlenstegen liegen am oberen Ende der Spanne (bis 16,50 €/m²), während peripherere oder weniger attraktive Bezirke deutlich darunter liegen (ab 10,00 €/m²). Moderne, energieeffiziente Wohnungen erzielen Zuschläge. Ältere, unsanierte Bestände mit schlechteren Energieklassen liegen preislich niedriger.
Prognose und Ausblick
Der Mietmarkt wird sich kurzfristig nicht entspannen. Nachfrage bleibt hoch, Angebot knapp. Mietpreise für 2–3 Zimmer (60–80 m²) werden weiter steigen, besonders in beliebten Lagen. Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen sehen sich erheblichen Herausforderungen gegenüber. Städtische Unterstützung mit Mietbeihilfen wird immer wichtiger. Für Vermieter bleiben Renditen attraktiv, für Mieter wird das Marktangebot zusehends angespannter.






























