Immobilienmarktbericht Osnabrück Q4 2025

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Häusermarkt in Osnabrück gibt sich im Q4 2025 stabil aufwärts gerichtet. Mit einem Durchschnittspreis von 2.966 €/m² bewegt sich das Preisniveau in einem moderaten Bereich. Die Preisspanne reicht von 1.655 €/m² bis 5.034 €/m². Im Quartalsvergleich stiegen die Preise um 1,39%, während die Jahresentwicklung mit 0,65% verhaltener ausfällt. Dies deutet auf eine leichte Beschleunigung der Preisentwicklung in den letzten Monaten hin. Die Preisunterschiede zwischen den Stadtteilen sind erheblich. In Voxtrup und Pye liegen die Quadratmeterpreise bei etwa 1.800 €/m² bis 2.200 €/m². Das Katharinenviertel und die Wüste zeigen sich mit 3.200 €/m² bis 3.800 €/m² deutlich hochpreisiger. Spitzenlagen wie am Schölerberg erreichen Preise von 4.500 €/m² bis 4.900 €/m², während Nahne mit seinem gehobenen Wohnambiente ähnliche Preisniveaus aufweist. Der Häusermarkt dürfte seine moderate Aufwärtsentwicklung fortsetzen. Die solide Nachfrage bei begrenztem Angebot spricht für eine weitere Preisstabilität auf aktuellem Niveau. Besonders in den beliebten Wohnlagen ist mit anhaltend hohem Interesse zu rechnen. Die vergleichsweise geringe Jahressteigerung deutet auf einen ausgeglichenen Markt hin, der keine überhitzten Preissprünge erwarten lässt.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Eigentumswohnungsmarkt präsentiert sich im Q4 2025 weitgehend stagnierend. Bei einem Durchschnittspreis von 3.458 €/m² liegt das Niveau über dem der Häuser. Die Preisspanne erstreckt sich von 1.923 €/m² bis 6.058 €/m². Mit nur 0,27% Quartalswachstum und einem Jahresrückgang von 2,05% zeigt sich eine deutliche Marktberuhigung. Dies könnte auf eine Normalisierung nach vorherigen Überhitzungsphasen hindeuten. Die Spreizung der Wohnungspreise spiegelt die heterogene Stadtstruktur wider. In Schinkel und Eversburg bewegen sich die Preise zwischen 2.000 €/m² und 2.600 €/m². Die Innenstadt und das Weststadt-Quartier rangieren mit 3.500 €/m² bis 4.200 €/m² im oberen Mittelfeld. Premium-Lagen wie die Neustadt oder modernisierte Altbauten im Katharinenviertel erreichen Spitzenwerte von 5.200 €/m² bis 5.800 €/m². Die Preisentwicklung bei Eigentumswohnungen dürfte sich seitwärts bewegen. Der negative Jahrestrend könnte sich abschwächen und in eine Stabilisierungsphase übergehen. Käufer profitieren von der aktuellen Marktlage mit mehr Verhandlungsspielraum. In gefragten Innenstadtlagen bleibt das Preisniveau voraussichtlich robust, während periphere Standorte weiterhin unter Druck stehen könnten.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für Einfamilienhäuser (ca. 120-140 m²) zeigt im Q4 2025 eine dynamische Entwicklung. Mit durchschnittlich 11,62 €/m² und einer Spanne von 5,53 €/m² bis 16,67 €/m² ist die Bandbreite beträchtlich. Die Quartalssteigerung von 3,94% übertrifft deutlich die Jahresentwicklung von 1,31%. Dies signalisiert eine beschleunigte Mietpreisentwicklung in der zweiten Jahreshälfte, getrieben durch verstärkte Nachfrage nach Häusern zur Miete. Die Mietpreisgestaltung variiert stark nach Lage und Ausstattung. In Sutthausen und Hellern finden sich Einfamilienhäuser für 6,00 €/m² bis 8,50 €/m². Attraktive Wohngebiete wie Sonnenhügel und Dodesheide liegen bei 10,50 €/m² bis 13,00 €/m². Die Spitzenmieten von 15,00 €/m² bis 16,50 €/m² werden in der Wüste und am Schölerberg für moderne oder besonders ausgestattete Objekte aufgerufen. Die Mietpreisdynamik bei Häusern dürfte anhalten. Die starke Quartalsentwicklung deutet auf eine fortgesetzte Nachfrage hin, besonders von Familien, die flexibel bleiben möchten. Das begrenzte Angebot an Miet-Einfamilienhäusern wird voraussichtlich weiterhin preistreibend wirken. Eine Entspannung ist kurzfristig nicht absehbar, moderate weitere Steigerungen erscheinen wahrscheinlich.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietwohnungsmarkt für 2-3 Zimmer Wohnungen (ca. 60-80 m²) verzeichnet im Q4 2025 solide Zuwächse. Bei einem Durchschnitt von 11,33 €/m² und einer Preisspanne von 7,22 €/m² bis 18,50 €/m² zeigt sich ein differenziertes Bild. Mit 1,89% Quartalswachstum und beachtlichen 4,71% Jahressteigerung ist dies das dynamischste Segment. Die kontinuierliche Aufwärtsbewegung reflektiert den anhaltenden Zuzug und die Wohnraumknappheit. Die Mietpreisunterschiede sind ausgeprägt. In Atter und Pye liegen die Mieten zwischen 7,50 €/m² und 9,00 €/m² für Standardwohnungen. Beliebte Viertel wie Schölerberg und Weststadt rangieren bei 11,00 €/m² bis 14,00 €/m². Neubauwohnungen in der Innenstadt oder sanierte Altbauten im Katharinenviertel erreichen Spitzenmieten von 16,50 €/m² bis 18,00 €/m², besonders bei gehobener Ausstattung. Der Mietwohnungsmarkt bleibt angespannt mit Tendenz zu weiteren Preissteigerungen. Die hohe Jahreswachstumsrate unterstreicht den Nachfrageüberhang. Besonders im mittleren Preissegment dürfte der Aufwärtsdruck bestehen bleiben. Neubauprojekte könnten punktuell für Entlastung sorgen, werden aber voraussichtlich im oberen Preissegment positioniert sein.































