Immobilienmarktbericht Rostock Q4 2025

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Hausmarkt in Rostock erweist sich im Q4 2025 als geringfügig abnehmend mit einem durchschnittlichen Kaufpreis von 3.663 €/m². Die Quartalsabnahme von 3,17 % steht einem moderaten Jahreswachstum von 1,69 % gegenüber. Die erhebliche Preisspanne von 1.165 €/m² bis 6.818 €/m² verdeutlicht die heterogene Marktstruktur. Nach einem dynamischen Jahresverlauf scheint sich der Markt zum Jahresende hin zu beruhigen. Die Preisspanne spiegelt die unterschiedlichen Lagen Rostocks wider. In Warnemünde und der KTV erreichen Häuser Spitzenpreise um 6.500 €/m², während in Lichtenhagen und Groß Klein attraktive Einstiegspreise ab 1.200 €/m² möglich sind. Die zentrumsnahen Bereiche in Reutershagen bewegen sich mit etwa 3.800 €/m² im Mittelfeld. Diese Spreizung bietet Käufern verschiedene Optionen je nach Budget und Lagepriorität. Die leichte Quartalskorrektur dürfte als gesunde Marktkonsolidierung zu werten sein. Mit Blick auf die positive Jahresentwicklung und die anhaltende Nachfrage nach Wohnraum in der Hansestadt wird für 2026 eine Stabilisierung auf dem aktuellen Niveau erwartet. Die breite Preisspanne dürfte bestehen bleiben, wobei besonders in den Randlagen noch Potenzial für moderate Wertsteigerungen besteht.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Wohnungsmarkt in Rostock verzeichnet im Q4 2025 eine bemerkenswerte Dynamik mit einem Durchschnittspreis von 4.336 €/m². Das Quartalswachstum von 4,31 % und die Jahressteigerung von 11,11 % unterstreichen die hohe Nachfrage. Die Preisspanne reicht von 2.369 €/m² bis 7.503 €/m². Der Wohnungsmarkt zeigt sich damit als stärkster Treiber der Preisentwicklung im Rostocker Immobilienmarkt und übertrifft die Entwicklung bei Häusern deutlich. Premium-Lagen wie die Stadtmitte und Warnemünde erreichen Spitzenpreise bis 7.200 €/m² für moderne Wohnungen. In Brinckmansdorf und der Südstadt finden sich solide Bestandswohnungen zwischen 3.500 und 4.500 €/m². Einstiegspreise ab 2.400 €/m² sind in Evershagen und Schmarl realisierbar. Die starke Nachfrage konzentriert sich besonders auf zentrale und wassernähe Lagen. Die anhaltend starke Dynamik im Wohnungsmarkt dürfte sich fortsetzen, wenngleich eine Abschwächung des Wachstumstempos wahrscheinlich erscheint. Die knappe Angebotslage bei gleichzeitig robuster Nachfrage spricht für weiterhin stabile bis leicht steigende Preise. Besonders in den begehrten Innenstadtlagen und in Warnemünde wird das hohe Preisniveau Bestand haben.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für Einfamilienhäuser (ca. 120-140 m²) zeigt sich mit durchschnittlich 15,36 €/m² äußerst dynamisch. Die Quartalssteigerung von 7,64 % und das Jahresplus von 8,09 % markieren die stärkste Entwicklung aller Segmente. Die Preisspanne von 9,66 €/m² bis 22,23 €/m² offenbart erhebliche Unterschiede. Diese Entwicklung reflektiert die zunehmende Nachfrage nach größeren Mietobjekten im Familienbereich. Toplage Warnemünde und gehobene Stadtteile wie Gehlsdorf verlangen Spitzenmieten um 21,00 €/m² für Einfamilienhäuser. In Reutershagen und Biestow bewegen sich die Mieten im moderaten Bereich zwischen 14,00 und 16,00 €/m². Günstigere Alternativen ab 10,00 €/m² finden sich in Toitenwinkel und Dierkow. Die Nachfrage konzentriert sich verstärkt auf familienfreundliche Lagen mit guter Infrastruktur. Die deutlichen Steigerungsraten signalisieren eine Angebotsknappheit bei Miet-Einfamilienhäusern. Diese Entwicklung dürfte sich zunächst fortsetzen, wobei eine Verlangsamung des Wachstums zu erwarten ist. Die obere Preisgrenze scheint in einigen Lagen erreicht, während in den günstigeren Stadtteilen noch Aufholpotenzial besteht. Mittelfristig wird eine Stabilisierung auf erhöhtem Niveau erwartet.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für 2-3-Zimmer-Wohnungen (ca. 60-80 m²) präsentiert sich mit durchschnittlich 11,42 €/m² vergleichsweise stabil. Die minimale Quartalserhöhung von 0,62 % bei einem Jahresrückgang von 2,81 % deutet auf eine Marktberuhigung hin. Mit einer Spanne von 6,38 €/m² bis 21,11 €/m² zeigt sich ein breites Angebot. Nach Jahren kontinuierlicher Steigerungen scheint eine Konsolidierungsphase eingetreten zu sein. Premiumwohnungen in der KTV und Warnemünde erreichen Höchstmieten bis 20,00 €/m². Die beliebten Stadtteile Stadtmitte und Hansaviertel liegen bei 12,00 bis 14,00 €/m². Preiswerte Optionen ab 6,50 €/m² bieten Lütten Klein und Groß Klein. Die Preisdifferenzierung folgt klassischen Mustern mit deutlichen Aufschlägen für zentrale und Wasserlagen. Die Stabilisierung der Mietpreise für Wohnungen dürfte sich fortsetzen. Nach Jahren starker Anstiege scheint eine natürliche Obergrenze erreicht. Die leichte Jahreskorrektur könnte auf ein verbessertes Angebot hindeuten. Für 2026 ist mit einer Seitwärtsbewegung zu rechnen, wobei gefragte Lagen weiterhin moderate Steigerungen verzeichnen dürften.































