Immobilienmarktbericht Ulm Q1 2026

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Markt für Häuser in Ulm zeigt sich im Q1 2026 relativ stabil mit einem Durchschnittspreis von 4.577 €/m². Die Preisspanne bewegt sich zwischen 2.291 €/m² und 5.810 €/m². Nach einem Quartalsrückgang von 7,08% hat sich eine leichte Erholung eingestellt. Im Jahresvergleich liegt das Preisniveau mit einem Plus von 3,24% über dem Vorjahreszeitraum, was auf eine grundsätzlich solide Nachfrage hindeutet. Die Preisspanne im Ulmer Häusermarkt spiegelt deutliche Lageunterschiede wider. In Böfingen und der Weststadt finden sich Objekte im unteren Preissegment zwischen 2.500 €/m² und 3.200 €/m². Das gehobene Segment konzentriert sich auf die Stadtteile Söflingen und das Michelsberg-Viertel, wo Preise zwischen 4.800 €/m² und 5.600 €/m² realisiert werden. Die zentrumsnahen Lagen zeigen sich dabei besonders wertstabil. Die Marktentwicklung deutet auf eine Konsolidierungsphase hin. Nach der deutlichen Quartalskorrektur dürfte sich das Preisniveau in den kommenden Monaten stabilisieren. Die positive Jahresentwicklung und die anhaltende Nachfrage nach Wohnraum in der Wissenschaftsstadt Ulm sprechen für eine grundsätzlich robuste Marktlage. Moderate Preisanpassungen sind möglich, drastische Veränderungen erscheinen jedoch unwahrscheinlich.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Eigentumswohnungen in Ulm notieren im Q1 2026 bei durchschnittlich 4.577 €/m², wobei die Bandbreite von 2.821 €/m² bis 8.129 €/m² reicht. Der Markt zeigt nach einem deutlichen Quartalsrückgang von 7,08% Anzeichen einer Stabilisierung. Im Jahresvergleich liegt das Segment mit einem Plus von 3,24% weiterhin im positiven Bereich, was die grundsätzliche Attraktivität von Wohnungseigentum in Ulm unterstreicht. Die erhebliche Preisspanne bei Eigentumswohnungen reflektiert die heterogene Lagequalität in Ulm. In Wiblingen und Eselsberg bewegen sich die Quadratmeterpreise zwischen 2.900 €/m² und 3.800 €/m². Premium-Lagen wie die Ulmer Innenstadt und das Fischerviertel erzielen Spitzenpreise zwischen 6.500 €/m² und 7.900 €/m². Die Nähe zur Universität und zur historischen Altstadt wirkt sich dabei besonders preissteigernd aus. Nach der deutlichen Preiskorrektur im vergangenen Quartal zeichnet sich eine Phase der Marktberuhigung ab. Die positive Jahresentwicklung und die stabile Nachfrage durch die Universitätsnähe lassen mittelfristig eine Seitwärtsbewegung mit leichter Aufwärtstendenz erwarten. Die breite Preisspanne bietet weiterhin Potenzial für verschiedene Käufergruppen, was die Marktliquidität stützen dürfte.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für Einfamilienhäuser mit ca. 120-140 m² Wohnfläche zeigt sich im Q1 2026 rückläufig. Bei einem Durchschnittsmietpreis von 12,19 €/m² und einer Spanne von 8,33 €/m² bis 16,50 €/m² ist sowohl im Quartalsvergleich (-2,71%) als auch im Jahresvergleich (-8,69%) eine deutliche Entspannung erkennbar. Diese Entwicklung verschafft Mietinteressenten verbesserte Verhandlungspositionen. Die Mietpreise für Häuser variieren je nach Stadtteil erheblich. In Gögglingen und Donaustetten werden Einfamilienhäuser zwischen 8,50 €/m² und 10,50 €/m² angeboten. Die gefragten Wohnlagen in Kuhberg und entlang der Donauufer erreichen Mieten zwischen 14,00 €/m² und 16,00 €/m². Diese Preisunterschiede reflektieren Faktoren wie Infrastruktur, Grünflächenanteil und Verkehrsanbindung. Die deutliche Entspannung am Mietmarkt für Häuser dürfte sich in abgeschwächter Form fortsetzen. Die Rückgänge sowohl im Quartals- als auch im Jahresvergleich deuten auf eine nachhaltige Trendwende hin. Für Mietsuchende ergeben sich dadurch bessere Konditionen, während Vermieter ihre Preisvorstellungen anpassen müssen. Eine vollständige Marktstabilisierung wird mittelfristig erwartet.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für 2-3 Zimmer-Wohnungen mit ca. 60-80 m² zeigt im Q1 2026 eine gegenläufige Entwicklung zum Häusermarkt. Mit einem Durchschnittsmietpreis von 15,63 €/m² und einer breiten Spanne von 8,88 €/m² bis 31,58 €/m² verzeichnet das Segment deutliche Zuwächse von 5,97% zum Vorquartal und 9,76% im Jahresvergleich. Diese Dynamik unterstreicht den anhaltenden Nachfragedruck im Wohnungssegment. Die extreme Preisspanne bei Mietwohnungen zeigt die starke Differenzierung des Ulmer Marktes. In Grimmelfingen und der Oststadt finden sich Wohnungen zwischen 9,00 €/m² und 12,00 €/m². Hochpreisige Objekte in der Neuen Mitte und am Münsterplatz erreichen zwischen 25,00 €/m² und 30,00 €/m². Diese enormen Unterschiede resultieren aus Ausstattungsqualität, Baujahr und vor allem der Mikrolage. Die starke Aufwärtsdynamik bei Mietwohnungen dürfte sich abschwächen, aber nicht umkehren. Der Zuzug von Studierenden und Fachkräften sowie die begrenzte Neubautätigkeit stützen weiterhin das Preisniveau. Eine Fortsetzung der zweistelligen Jahreswachstumsraten erscheint jedoch unwahrscheinlich. Mittelfristig ist mit einer moderaten Preisentwicklung nahe der allgemeinen Inflationsrate zu rechnen.































