Immobilienmarktbericht Berlin Q2 2026

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Berliner Markt für Kaufhäuser zeigt sich im Q2 2026 mit einem Durchschnittspreis von 4.586 €/m² weiterhin auf hohem Niveau. Die Preisspanne reicht von 1.673 €/m² bis 8.621 €/m². Nach einem leichten Quartalsrückgang von -1,35% konnte im Jahresvergleich dennoch ein deutliches Plus von 6,41% verzeichnet werden. Die Nachfrage nach Eigenheimen bleibt trotz der hohen Preise stabil. Die enormen Preisunterschiede spiegeln Berlins heterogene Lagequalitäten wider. In Randbezirken wie Marzahn-Hellersdorf finden sich Häuser bereits ab 1.700 €/m², während in Zehlendorf und Grunewald Spitzenpreise von 8.500 €/m² erreicht werden. Mittelpreisige Objekte um 4.500 €/m² dominieren in Pankow und Reinickendorf, wo sich viele Familien ansiedeln. Der Hausmarkt dürfte sich mittelfristig stabilisieren. Die moderate Quartalskorrektur deutet auf eine Normalisierung nach den starken Vorjahresanstiegen hin. Die anhaltende Nachfrage nach Wohnraum im Grünen und die begrenzte Neubautätigkeit sprechen für stabile bis leicht steigende Preise. Besonders in den Außenbezirken könnte sich die Nachfrage weiter verstärken.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Eigentumswohnungen in Berlin kosten im Q2 2026 durchschnittlich 5.930 €/m², bei einer Spanne von 3.103 €/m² bis 10.169 €/m². Der Markt zeigt sich mit -1,12% im Quartalsvergleich und +0,46% im Jahresvergleich weitgehend stabil. Die hohen Preise haben zu einer gewissen Kaufzurückhaltung geführt, während das Angebot moderat gestiegen ist. Investoren und Selbstnutzer agieren zunehmend selektiv. Die Preisschere zwischen den Bezirken ist erheblich. In Spandau und Lichtenberg bewegen sich die Quadratmeterpreise zwischen 3.200 €/m² und 4.000 €/m². Mittlere Lagen in Tempelhof-Schöneberg erreichen 5.900 €/m². Die Toplagen in Mitte und Prenzlauer Berg kratzen an der 10.000 €/m²-Marke. Diese Spreizung reflektiert unterschiedliche Infrastruktur und Lebensqualität. Die Preisentwicklung bei Eigentumswohnungen dürfte verhalten bleiben. Die Stabilisierung auf hohem Niveau wird voraussichtlich anhalten. In gefragten Innenstadtlagen könnte es zu moderaten Preissteigerungen kommen, während die Außenbezirke eher seitwärts tendieren dürften. Die demografische Entwicklung und der Zuzug nach Berlin stützen langfristig die Nachfrage.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Einfamilienhäuser mit 120-140 m² Wohnfläche kosten in Berlin durchschnittlich 18,37 €/m², wobei die Spanne von 10,67 €/m² bis 28,85 €/m² reicht. Mit -1,18% im Quartalsvergleich und -0,11% im Jahresvergleich zeigt sich eine leichte Entspannung. Die Nachfrage nach Mietshäusern bleibt dennoch hoch, da viele Familien flexibel bleiben möchten. Das Angebot ist weiterhin knapp. Die Mietpreisunterschiede sind beträchtlich. In Köpenick und Treptow sind Häuser bereits ab 11,00 €/m² verfügbar, während in Dahlem und Wannsee Spitzenmieten von 28,00 €/m² aufgerufen werden. Charlottenburg-Wilmersdorf bewegt sich mit 20,00 €/m² im oberen Mittelfeld. Die Nähe zu Grünflächen und S-Bahn-Anbindung sind preisbestimmende Faktoren. Der Mietmarkt für Häuser dürfte stabil bleiben. Die leichte Entspannung könnte sich fortsetzen, da vermehrt Neubauprojekte in den Randbezirken fertiggestellt werden. Gleichzeitig sorgt die anhaltende Urbanisierung für konstante Nachfrage. In beliebten Familienlagen werden die Mieten voraussichtlich auf hohem Niveau verharren, während periphere Lagen Potenzial für moderate Steigerungen bieten.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Für 2-bis 3-Zimmer-Mietwohnungen mit einer Fläche von 60 bis 80 m² zahlen Mieter in Berlin durchschnittlich 18,07 €/m², wobei sich die Preisspanne zwischen 6,99 €/m² und 36,88 €/m² bewegt. Ein spürbarer Rückgang von -3,58 % im Quartalsvergleich und -8,74 % zum Vorjahr signalisiert hier eine deutliche Entspannung des Marktes. Neben der Mietpreisbremse zeigt nun auch die verstärkte Neubautätigkeit erste positive Effekte. Dank des gestiegenen Wohnungsangebots gewinnen Wohnungssuchende aktuell wieder mehr Verhandlungsspielraum. Die Mietpreisunterschiede sind extrem. In Marzahn und Hellersdorf finden sich Wohnungen ab 7,50 €/m², während in Mitte und am Kurfürstendamm Spitzenmieten von 35,00 €/m² verlangt werden. Friedrichshain-Kreuzberg pendelt sich bei 18,00 €/m² ein. Diese enormen Differenzen spiegeln die soziale Segregation der Stadt wider. Die Trendwende am Mietwohnungsmarkt dürfte sich fortsetzen. Nach Jahren des Anstiegs scheint eine Stabilisierung auf breiter Front einzusetzen. Regulatorische Eingriffe und erhöhte Bautätigkeit werden voraussichtlich für weitere Entspannung sorgen. In Toplagen bleiben die Mieten hoch, während in B- und C-Lagen mit weiteren moderaten Rückgängen zu rechnen ist.
Zertifizierte Immobiliengutachter für Berlin und Umgebung
































