Immobilienmarktbericht Bonn Q2 2026

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Bonner Häusermarkt zeigt sich im zweiten Quartal 2026 robust mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 4.382 €/m². Die Preisspanne bewegt sich zwischen 2.165 €/m² und 7.846 €/m², was die heterogene Marktstruktur widerspiegelt. Mit einem minimalen Quartalsrückgang von 0,11 Prozent bei gleichzeitigem Jahresplus von 4,66 Prozent deutet sich eine Stabilisierung nach vorherigem Wachstum an. Die Preisspanne spiegelt deutliche Lageunterschiede wider. In Bad Godesberg und auf dem Venusberg bewegen sich die Quadratmeterpreise zwischen 6.500 €/m² und 7.500 €/m². Stadtteile wie Tannenbusch oder Dransdorf bieten hingegen Einstiegspreise zwischen 2.200 €/m² und 3.000 €/m². Das mittlere Preissegment findet sich in Beuel und Endenich mit Werten um 4.000 €/m² bis 4.800 €/m². Die leichte Quartalsabschwächung bei solidem Jahreswachstum deutet auf eine Normalisierung des Marktes hin. Die anhaltende Nachfrage nach Wohnhäusern in Bonn dürfte die Preise mittelfristig stabil halten. Besonders in gefragten Lagen ist weiterhin mit moderaten Wertsteigerungen zu rechnen, während günstigere Stadtteile von einer breiteren Käuferschicht profitieren könnten.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Eigentumswohnungen in Bonn kosten im Schnitt 4.615 €/m² bei einer Bandbreite von 2.673 €/m² bis 8.044 €/m². Der Markt zeigt mit minus 1,86 Prozent zum Vorquartal eine deutlichere Korrektur als bei Häusern, bleibt aber mit plus 4,21 Prozent im Jahresvergleich im Aufwärtstrend. Diese Entwicklung signalisiert eine gesunde Marktbereinigung nach starken Vorquartalen. Premium-Lagen wie die Südstadt und Poppelsdorf erreichen Spitzenpreise zwischen 7.000 €/m² und 7.900 €/m². Im mittleren Segment liegen Kessenich und die Nordstadt mit Preisen von 4.200 €/m² bis 5.300 €/m². Attraktive Einstiegspreise zwischen 2.700 €/m² und 3.400 €/m² finden sich in Mehlem und Auerberg, wo vor allem Bestandswohnungen gehandelt werden. Die aktuelle Quartalskorrektur dürfte vorübergehender Natur sein und den Markt für mehr Käufergruppen öffnen. Die fundamentale Nachfrage nach Wohnungen in der Bundesstadt bleibt hoch. Mittelfristig ist mit einer Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau zu rechnen, wobei Toplagen weiterhin Wertsteigerungspotenzial aufweisen dürften.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für Einfamilienhäuser mit ca. 120 bis 140 m² Wohnfläche zeigt sich mit durchschnittlich 14,50 €/m² und einer Spanne von 10,00 €/m² bis 21,75 €/m² differenziert. Das kräftige Quartalsplus von 3,13 Prozent bei moderatem Jahreswachstum von 2,18 Prozent deutet auf eine Beschleunigung der Mietpreisentwicklung hin. Die Nachfrage nach Mietshäusern bleibt in Bonn ungebrochen hoch. Spitzenmieten zwischen 19,00 €/m² und 21,00 €/m² werden in Bad Godesberg-Villenviertel und am Venusberg erzielt. Das breite Mittelfeld in Duisdorf und Lengsdorf liegt bei 13,50 €/m² bis 15,50 €/m². Günstigere Alternativen mit Mieten zwischen 10,50 €/m² und 12,00 €/m² bieten Stadtteile wie Buschdorf oder Vilich-Müldorf, die dennoch gute Infrastruktur aufweisen. Die dynamische Quartalsentwicklung signalisiert anhaltenden Aufwärtsdruck bei Häusermieten. Die Kombination aus knappem Angebot und stabiler Nachfrage von Familien dürfte die Preise weiter stützen. Besonders im mittleren und oberen Segment ist mit weiteren moderaten Steigerungen zu rechnen, während das untere Preissegment zunehmend unter Druck gerät.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Mietwohnungen mit 2 bis 3 Zimmern und ca. 60 bis 80 m² kosten durchschnittlich 15,04 €/m² bei einer breiten Spanne von 9,30 €/m² bis 26,58 €/m². Der Rückgang um 1,51 Prozent zum Vorquartal kontrastiert mit dem Jahresplus von 2,94 Prozent. Diese Entwicklung deutet auf eine temporäre Entspannung nach vorherigen Anstiegen hin, bei weiterhin hohem Preisniveau. Premiummieten zwischen 23,00 €/m² und 26,00 €/m² werden in der Südstadt und am Poppelsdorfer Schloss erreicht. Beuel-Mitte und die Weststadt bewegen sich im Mittelfeld zwischen 14,00 €/m² und 17,00 €/m². Preiswerte Optionen zwischen 9,50 €/m² und 11,50 €/m² finden sich in Tannenbusch und Dransdorf, wo vor allem älterer Wohnungsbestand verfügbar ist. Die leichte Quartalskorrektur bietet Mietern eine Verschnaufpause, dürfte aber nur temporär sein. Der strukturelle Wohnungsmangel in Bonn wird mittelfristig für stabile bis leicht steigende Mieten sorgen. Insbesondere modernisierte Bestandswohnungen und Neubauten in guten Lagen werden weiterhin Preissteigerungspotenzial aufweisen.
Zertifizierte Immobiliengutachter für Bonn und Umgebung
































