Immobilienmarktbericht Braunschweig Q2 2026

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Häusermarkt in Braunschweig zeigt sich im Q2 2026 mit einem Durchschnittspreis von 3.005 €/m² relativ stabil. Die Preisspanne reicht von 1.238 €/m² bis 5.148 €/m². Während im Quartalsvergleich ein leichter Anstieg von 0,49% zu verzeichnen ist, liegt die Jahresentwicklung mit -2,74% im negativen Bereich. Dies deutet auf eine gewisse Marktberuhigung nach vorherigen Höchstständen hin. Die Preisunterschiede in Braunschweig sind erheblich. In einfacheren Lagen wie Weststadt oder Lehndorf-Watenbüttel finden sich Häuser bereits ab 1.238 €/m² bis etwa 2.500 €/m². Das gehobene Östliche Ringgebiet und die beliebten Villenviertel in Riddagshausen erreichen hingegen Spitzenwerte zwischen 4.200 €/m² und 5.148 €/m². Die zentrumsnahen Lagen bewegen sich meist im mittleren Preissegment um 3.000 €/m². Der Braunschweiger Häusermarkt dürfte sich in den kommenden Quartalen stabilisieren. Die moderate Quartalsentwicklung bei gleichzeitigem Jahresrückgang deutet auf eine Bodenbildung hin. Angesichts der soliden Wirtschaftsstruktur der Stadt mit Volkswagen und zahlreichen Forschungseinrichtungen ist mittelfristig von einer seitwärts gerichteten Preisentwicklung mit leichter Aufwärtstendenz auszugehen. Die breite Preisspanne bietet weiterhin Optionen für verschiedene Käufergruppen.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Eigentumswohnungen in Braunschweig kosten im Durchschnitt 3.116 €/m² bei einer Spanne von 1.782 €/m² bis 5.233 €/m². Die Quartalsentwicklung zeigt mit -1,63% eine leichte Abkühlung, während die Jahresbilanz mit +2,29% noch positiv ausfällt. Der Wohnungsmarkt erweist sich damit als widerstandsfähiger als das Häusersegment und profitiert von der anhaltend hohen Nachfrage nach kompaktem Wohnraum in der Stadt. Die Preisdifferenzen bei Eigentumswohnungen spiegeln die unterschiedlichen Stadtqualitäten wider. Im nördlichen Stadtgebiet und in Heidberg-Melverode beginnen die Preise bei 1.782 €/m² und bewegen sich bis etwa 2.400 €/m². Die Innenstadt und das Magniviertel verlangen zwischen 3.000 €/m² und 4.100 €/m². Absolute Spitzenpreise von 4.500 €/m² bis 5.233 €/m² werden in den Neubauprojekten am Stadtpark und im sanierten Altbaubestand des Östlichen Ringgebiets erzielt. Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen in Braunschweig bleibt voraussichtlich robust. Die leichte Quartalskorrektur erscheint als gesunde Marktbereinigung nach dem Jahresplus. Mit der geplanten Stadtentwicklung und weiteren Verdichtungsprojekten dürfte sich das Angebot moderat erhöhen. Dies könnte zu einer Stabilisierung der Preise auf dem aktuellen Niveau führen, wobei besonders energieeffiziente Neubauten weiterhin Preisaufschläge erzielen dürften.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für Einfamilienhäuser (ca. 120-140 m²) zeigt bei einem Durchschnitt von 12,41 €/m² eine deutliche Korrektur mit -3,87% im Quartalsvergleich, während die Jahresentwicklung mit +5,08% noch positiv bleibt. Die Preisspanne reicht von 6,00 €/m² bis 19,17 €/m². Diese Entwicklung deutet auf eine Normalisierung nach starken Vorjahresanstiegen hin, wobei die Nachfrage nach Mietshäusern in Braunschweig weiterhin solide ist. Die Mietpreise für Häuser variieren stark nach Lage. In den Randgebieten wie Wenden oder Rühme finden sich günstige Objekte zwischen 6,00 €/m² und 9,50 €/m². Das mittlere Segment um 12,00 €/m² bis 14,00 €/m² dominiert in Stöckheim und Rautheim. Premium-Lagen wie das Östliche Ringgebiet und moderne Neubaugebiete in Querum erreichen Spitzenmieten von 16,50 €/m² bis 19,17 €/m², besonders bei energieeffizienten Neubauten mit gehobener Ausstattung. Der Mietmarkt für Häuser dürfte sich nach der aktuellen Korrektur stabilisieren. Die Quartalsrückgänge signalisieren eine Marktanpassung an die Zahlungsbereitschaft der Mieter. Mittelfristig ist von einer moderaten Preisentwicklung auszugehen, da die Nachfrage nach familiengerechtem Wohnraum mit Garten in Braunschweig strukturell hoch bleibt. Die breite Preisspanne ermöglicht weiterhin verschiedenen Einkommensgruppen den Zugang zu diesem Wohnsegment.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Mietwohnungen (2-3 Zimmer, ca. 60-80 m²) kosten in Braunschweig durchschnittlich 10,70 €/m² bei einer Spanne von 7,15 €/m² bis 17,53 €/m². Mit -0,19% Quartalsveränderung zeigt sich der Markt nahezu stabil, während die Jahresentwicklung von +2,29% auf eine moderate Aufwärtsbewegung hindeutet. Dieser Sektor erweist sich als der stabilste im Braunschweiger Immobilienmarkt mit ausgeglichenem Angebot-Nachfrage-Verhältnis. Die räumlichen Preisunterschiede bei Mietwohnungen sind ausgeprägt. Stadtteile wie Mascherode oder die Weststadt bieten Wohnungen zwischen 7,15 €/m² und 9,00 €/m² an. Das breite Mittelfeld in Lehndorf, Gliesmarode und der Nordstadt liegt bei 10,00 €/m² bis 12,50 €/m². Spitzenmieten von 15,00 €/m² bis 17,53 €/m² werden in der Innenstadt, im sanierten Altbau des Östlichen Ringgebiets und in Neubauprojekten nahe der TU Braunschweig erzielt. Der Mietwohnungsmarkt in Braunschweig präsentiert sich ausgewogen und dürfte diese Stabilität beibehalten. Die minimale Quartalsveränderung bei solidem Jahresplus deutet auf einen eingependelten Markt hin. Mit der kontinuierlichen Zuwanderung von Studierenden und Fachkräften bleibt die Nachfrage konstant. Neubauprojekte und energetische Sanierungen werden voraussichtlich das obere Preissegment stützen, während der Bestand für moderate Preisentwicklungen sorgt.
Zertifizierte Immobiliengutachter für Braunschweig und Umgebung
































