Immobilienmarktbericht Fürth Q2 2026

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 4.173 € präsentiert sich der Fürther Häusermarkt im zweiten Quartal 2026 in einer robusten Verfassung. Die Preisspanne bewegt sich zwischen 2.031 €/m² und 6.970 €/m². Mit einem Quartalsanstieg von 1,04% und einer Jahresentwicklung von 6,97% verzeichnet das Segment eine deutliche Aufwärtsdynamik. Die starke Jahresentwicklung unterstreicht die anhaltend hohe Nachfrage nach Eigenheimen in der Metropolregion Nürnberg. Die Preisspanne spiegelt die heterogene Lagequalität Fürths wider. In Stadeln und Vach finden sich Häuser im unteren Preissegment ab 2.100 €/m², während in der begehrten Südstadt Preise von 5.800 €/m² erreicht werden. Das zentrumsnahe Dambach positioniert sich mit etwa 4.500 €/m² im mittleren Segment. Die Nähe zu Grünflächen und die Anbindung an die U-Bahn bestimmen maßgeblich das jeweilige Preisniveau. Die positive Entwicklung dürfte sich in den kommenden Quartalen fortsetzen, wobei eine Abschwächung der Dynamik wahrscheinlich ist. Die kontinuierliche Zuwanderung in die Metropolregion und begrenzte Neubauaktivitäten stützen das Preisniveau. Allerdings könnten steigende Finanzierungskosten die Nachfrage dämpfen. Eine Stabilisierung auf hohem Niveau mit moderaten Zuwächsen erscheint für die zweite Jahreshälfte 2026 realistisch.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Eigentumswohnungen in Fürth notieren im zweiten Quartal 2026 bei durchschnittlich 4.078 €/m², mit einer Bandbreite von 2.640 €/m² bis 6.863 €/m². Die Quartalsentwicklung von 0,73% zeigt eine moderate Aufwärtsbewegung, während die Jahresentwicklung mit 3,78% eine solide Wertsteigerung dokumentiert. Der Wohnungsmarkt entwickelt sich damit stabiler als der Häusermarkt, bleibt aber weiterhin im Aufwärtstrend. Die Innenstadt und das Gründerzeitviertel erreichen Spitzenpreise von bis zu 6.500 €/m² für modernisierte Altbauwohnungen. In Ronhof und Poppenreuth bewegen sich die Preise im attraktiven Mittelfeld um 3.800 €/m². Einfachere Lagen wie Hardhöhe bieten Einstiegsmöglichkeiten ab 2.700 €/m². Die Preisdifferenzierung folgt klassischen Mustern der Zentrumsnähe und Infrastrukturanbindung. Der Wohnungsmarkt dürfte seine moderate Aufwärtsentwicklung beibehalten. Die gute Verkehrsanbindung nach Nürnberg und Erlangen macht Fürth für Pendler attraktiv. Modernisierungen im Bestand und vereinzelte Neubauprojekte werden das obere Preissegment stützen. Eine Fortsetzung des gemäßigten Wachstums mit jährlichen Steigerungen im niedrigen einstelligen Prozentbereich erscheint wahrscheinlich.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für Einfamilienhäuser (ca. 120-140 m²) zeigt mit durchschnittlich 12,25 €/m² eine rückläufige Tendenz. Die Spanne reicht von 8,47 €/m² bis 16,67 €/m². Mit einem Quartalsrückgang von 2% und einem Jahresrückgang von 4,6% korrigiert der Markt nach Jahren kontinuierlicher Steigerungen. Diese Entwicklung reflektiert die nachlassende Nachfrage aufgrund gestiegener Lebenshaltungskosten und die Präferenzverschiebung zu kleineren Wohneinheiten. In Premium-Lagen wie der Südstadt werden für moderne Einfamilienhäuser Mieten von 15,50 €/m² aufgerufen. Die Stadtteile Burgfarrnbach und Unterfarrnbach bieten mit 11,00 €/m² bis 12,50 €/m² ein solides Mittelfeld. In peripheren Lagen wie Sack oder Flexdorf sinken die Mieten auf 8,50 €/m² bis 9,50 €/m². Die Lagequalität bestimmt weiterhin maßgeblich das erreichbare Mietniveau. Die Korrektur bei Häusermieten dürfte sich verlangsamen und in eine Stabilisierungsphase übergehen. Die strukturelle Nachfrage nach familiengerechtem Wohnraum bleibt bestehen, wird aber durch wirtschaftliche Unsicherheiten gebremst. Eine Bodenbildung auf dem aktuellen Niveau erscheint wahrscheinlich. Qualitativ hochwertige Objekte in guten Lagen werden ihre Mietniveaus besser verteidigen können als einfache Bestandsimmobilien.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für 2-3 Zimmer Wohnungen (ca. 60-80 m²) präsentiert sich mit durchschnittlich 13,56 €/m² relativ stabil. Die Preisspanne von 8,49 €/m² bis 22,04 €/m² zeigt die große Heterogenität des Marktes. Trotz eines Quartalsrückgangs von 1,6% liegt die Jahresentwicklung mit plus 2,96% im positiven Bereich. Der Wohnungsmietmarkt erweist sich als widerstandsfähiger als das Häusersegment. Luxussanierte Wohnungen in der Gustavstraße erreichen Spitzenmieten von 21,00 €/m². Das beliebte Stadtparkviertel und die Innenstadt bewegen sich zwischen 14,50 €/m² und 16,00 €/m². In Stadeln und Atzenhof finden sich günstige Alternativen zwischen 8,50 €/m² und 10,50 €/m². Die enorme Spreizung verdeutlicht die unterschiedlichen Qualitäts- und Ausstattungsniveaus im Fürther Wohnungsmarkt. Der Wohnungsmietmarkt dürfte sich nach der leichten Korrektur stabilisieren. Die anhaltende Zuwanderung in die Metropolregion und der Trend zu kleineren Haushalten stützen die Nachfrage. Energetisch sanierte Wohnungen werden aufgrund niedriger Nebenkosten Mietpreisvorteile realisieren können. Eine moderate Seitwärtsbewegung mit leichten Aufwärtstendenzen in guten Lagen erscheint für die kommenden Quartale realistisch.
Zertifizierte Immobiliengutachter für Fürth und Umgebung
































