Immobilienmarktbericht Halle Q2 2026

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Im zweiten Quartal 2026 zeigt sich der Markt für Kaufhäuser in Halle äußerst dynamisch. Mit einem Durchschnittspreis von 2.771 €/m² und einer Jahressteigerung von 8,49% gehört das Segment zu den Wachstumstreibern. Die Preisspanne reicht von 716 €/m² bis 4.747 €/m², was die heterogene Marktstruktur widerspiegelt. Das Quartalswachstum von 0,26% deutet auf eine Stabilisierung auf hohem Niveau hin. Die Preisunterschiede zwischen den Stadtteilen sind erheblich. In Halle-Kröllwitz und dem begehrten Paulusviertel liegen die Quadratmeterpreise zwischen 3.800 €/m² und 4.500 €/m². Die Silberhöhe und Neustadt bieten hingegen erschwinglichere Optionen zwischen 900 €/m² und 1.800 €/m². Das mittlere Preissegment um 2.500 €/m² bis 3.000 €/m² findet sich vorwiegend in Trotha und der südlichen Innenstadt. Die Nachfrage nach Eigenheimen in Halle dürfte weiterhin robust bleiben. Die moderate Quartalsentwicklung bei gleichzeitig starkem Jahreswachstum deutet auf eine gesunde Marktkonsolidierung hin. Besonders in den aufstrebenden Randlagen könnte sich das Preisniveau weiter nach oben entwickeln, während Premium-Lagen möglicherweise ihr Plateau erreichen. Die breite Preisspanne bietet weiterhin Chancen für verschiedene Käufergruppen.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Eigentumswohnungsmarkt in Halle verzeichnet bei einem Durchschnittspreis von 2.621 €/m² eine differenzierte Entwicklung. Während die Jahresbilanz mit plus 6,83% positiv ausfällt, zeigt der Quartalsrückgang von 3,30% eine Abkühlung. Die Preisspanne von 1.299 €/m² bis 4.655 €/m² unterstreicht die Vielfalt des Angebots. Diese Entwicklung könnte auf eine Normalisierung nach vorangegangenen Preisspitzen hindeuten. Premium-Wohnungen in der historischen Altstadt und am Riveufer erzielen Spitzenpreise zwischen 3.800 €/m² und 4.400 €/m². Die Stadtteile Heide-Süd und Ammendorf bieten attraktive Einstiegspreise zwischen 1.400 €/m² und 2.000 €/m². Im beliebten Giebichenstein und der nördlichen Innenstadt bewegen sich die Preise im Mittelfeld zwischen 2.800 €/m² und 3.500 €/m². Der Wohnungsmarkt dürfte sich in den kommenden Monaten stabilisieren. Die leichte Quartalskorrektur bei weiterhin positivem Jahrestrend spricht für eine gesunde Marktentwicklung. Besonders im mittleren Preissegment wird mit einer anhaltend stabilen Nachfrage gerechnet. Sanierte Altbauwohnungen in zentralen Lagen könnten weiterhin Wertsteigerungspotenzial bieten, während Neubaugebiete preislich unter Druck geraten könnten.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für Einfamilienhäuser mit ca. 120-140 m² Wohnfläche zeigt sich im zweiten Quartal 2026 zweigeteilt. Bei einem Durchschnitt von 12,24 €/m² und einer Spanne von 8,05 €/m² bis 17,50 €/m² ist das Angebot breit gefächert. Der Quartalsrückgang von 4,38% steht einem Jahresplus von 2,60% gegenüber, was auf eine kurzfristige Marktkorrektur hindeutet. Die Mietpreisunterschiede spiegeln die Lagequalität wider. In den gefragten Vierteln Dölau und dem Mühlweg liegen die Mieten für Einfamilienhäuser zwischen 14,50 €/m² und 16,80 €/m². Halle-Neustadt und die Silberhöhe bieten günstigere Alternativen zwischen 8,50 €/m² und 10,50 €/m². Im Bereich Büschdorf und Kanena pendeln sich die Preise bei 11,00 €/m² bis 13,00 €/m² ein. Der Häuser-Mietmarkt dürfte sich nach der aktuellen Korrekturphase wieder stabilisieren. Die moderate Jahresentwicklung zeigt grundsätzlich intakte Fundamentaldaten. Besonders familienfreundliche Lagen mit guter Infrastruktur könnten mittelfristig wieder Aufwärtspotenzial entwickeln. Die breite Preisspanne ermöglicht verschiedenen Einkommensgruppen den Zugang zu Einfamilienhäusern zur Miete.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietwohnungsmarkt für 2-3 Zimmer mit ca. 60-80 m² präsentiert sich im zweiten Quartal 2026 stabil. Mit durchschnittlich 8,34 €/m² und einer Bandbreite von 5,58 €/m² bis 12,94 €/m² bleibt das Segment erschwinglich. Die minimale Quartalsveränderung von minus 0,71% bei einem Jahresplus von 2,71% signalisiert einen ausgeglichenen Markt ohne Überhitzungstendenzen. Die Mietpreisstruktur zeigt klare geografische Muster. Top-Lagen wie das Paulusviertel und die Altstadt verlangen zwischen 10,50 €/m² und 12,50 €/m² für Wohnungen. In Halle-Neustadt und der Südstadt finden sich bezahlbare Optionen zwischen 6,00 €/m² und 7,50 €/m². Die Stadtteile Trotha und Ammendorf bieten mit 7,80 €/m² bis 9,20 €/m² ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Mietpreisentwicklung für Wohnungen dürfte weiterhin moderat verlaufen. Die geringe Volatilität und das stabile Jahreswachstum sprechen für einen gesunden Markt. Besonders im unteren und mittleren Preissegment wird mit konstanter Nachfrage gerechnet. Modernisierte Bestandswohnungen in aufgewerteten Quartieren könnten leichte Mietsteigerungen verzeichnen, während der Neubaubereich preislich unter Druck bleiben dürfte.
Zertifizierte Immobiliengutachter für Halle (Saale) und Umgebung
































