Immobilienmarktbericht Hannover Q2 2026

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Kaufmarkt für Häuser in Hannover zeigt sich im Q2 2026 rückläufig. Bei einem Durchschnittspreis von 3816 €/m² verzeichnet das Segment einen Quartalsrückgang von 2,29% und einen Jahresrückgang von 0,55%. Die Preisspanne bewegt sich zwischen 1761 €/m² und 6923 €/m², was erhebliche Unterschiede je nach Lage und Ausstattung widerspiegelt. Die Nachfrage hat sich merklich abgekühlt. In Hannover variieren die Hauspreise stark nach Stadtteil. Während in Kirchrode und dem Zooviertel Spitzenpreise von 5500 bis 6900 €/m² erzielt werden, liegen die Preise in Badenstedt und Mühlenberg bei moderaten 1800 bis 2500 €/m². Die Südstadt positioniert sich mit 3500 bis 4200 €/m² im mittleren Preissegment und bleibt bei Familien besonders gefragt. Der Hausmarkt in Hannover dürfte sich mittelfristig stabilisieren. Die leichten Preisrückgänge könnten sich bei anhaltend hohen Zinsen fortsetzen, allerdings in abgeschwächter Form. Beliebte Lagen werden voraussichtlich preisstabil bleiben, während periphere Gebiete weiteren moderaten Preisdruck erfahren könnten. Die fundamentale Nachfrage nach Wohneigentum bleibt trotz gedämpfter Marktdynamik bestehen.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Eigentumswohnungsmarkt in Hannover präsentiert sich im Q2 2026 weitgehend stabil. Mit einem Durchschnittspreis von 3593 €/m² liegt das Segment leicht unter dem Häusermarkt. Der Quartalsrückgang beträgt moderate 0,84%, während im Jahresvergleich sogar ein Plus von 0,56% zu verzeichnen ist. Die Preisspanne reicht von 1869 €/m² bis 5964 €/m². Die List und die Oststadt gehören mit 4800 bis 5900 €/m² zu den Premium-Lagen für Eigentumswohnungen. In Linden-Mitte und der Nordstadt bewegen sich die Preise zwischen 3200 und 3800 €/m², was diese Viertel für Mittelschichtskäufer attraktiv macht. Günstige Einstiegspreise von 1900 bis 2400 €/m² finden sich in Stöcken und Bothfeld. Der Wohnungsmarkt zeigt sich robust und dürfte diese Stabilität beibehalten. Die leicht positive Jahresentwicklung deutet auf eine gesunde Nachfrage hin. Insbesondere zentrumsnahe Lagen mit guter Infrastruktur werden voraussichtlich weiter an Attraktivität gewinnen. Modernisierte Bestandswohnungen könnten von der Energiewende profitieren und moderate Wertsteigerungen erfahren.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für Einfamilienhäuser (ca. 120-140 m²) in Hannover zeigt rückläufige Tendenzen. Bei einer durchschnittlichen Miete von 13,07 €/m² ist ein Quartalsrückgang von 1,51% und ein Jahresrückgang von 2,17% zu verzeichnen. Die Spanne reicht von 8,00 €/m² bis 19,00 €/m². Der Markt reagiert damit auf die veränderte Nachfragesituation und das gewachsene Angebot. In Kleefeld und Herrenhausen-Stöcken liegen die Mieten für Einfamilienhäuser bei günstigen 8,50 bis 10,50 €/m². Das gehobene Segment in Waldhausen und Isernhagen-Süd verlangt zwischen 16,00 und 18,50 €/m². Die beliebten Familienlagen in Döhren und Wülfel positionieren sich mit 12,50 bis 14,00 €/m² im mittleren Bereich. Die Mietpreise für Häuser dürften sich auf dem aktuellen Niveau einpendeln. Nach den Rückgängen der letzten Quartale ist eine Bodenbildung wahrscheinlich. Die Nachfrage nach familiengerechtem Wohnraum bleibt grundsätzlich bestehen, wird aber durch gestiegene Nebenkosten gedämpft. Energieeffiziente Objekte werden voraussichtlich stabilere Mieten erzielen können.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietwohnungsmarkt für 2-3 Zimmer Wohnungen (ca. 60-80 m²) zeigt sich in Hannover robust. Mit durchschnittlich 12,68 €/m² liegt die Miete minimal unter dem Häusersegment. Der marginale Quartalsrückgang von 0,24% steht einem deutlichen Jahresplus von 3,43% gegenüber. Die Preisspanne erstreckt sich von 8,03 €/m² bis 22,45 €/m². Die Südstadt und das Zooviertel führen mit Spitzenmieten von 18,00 bis 22,00 €/m² für Wohnungen. In Vahrenwald und Hainholz finden sich moderate Mieten zwischen 10,50 und 13,00 €/m². Besonders günstig wohnt es sich in Mittelfeld und Oberricklingen mit 8,50 bis 9,50 €/m². Diese Spreizung reflektiert Lagequalität und Infrastruktur. Der Mietwohnungsmarkt wird voraussichtlich weiter anziehen. Die positive Jahresentwicklung und die anhaltende Zuwanderung in städtische Zentren stützen die Nachfrage. Besonders in zentralen Lagen mit guter ÖPNV-Anbindung dürften die Mieten moderat weiter steigen. Neubauwohnungen mit hoher Energieeffizienz werden zunehmend Premiummieten durchsetzen können.
Zertifizierte Immobiliengutachter für Hannover und Umgebung
































