Immobilienmarktbericht Kassel Q2 2026

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Kasseler Markt für Kaufhäuser zeigt sich im zweiten Quartal 2026 robust aufgestellt. Mit einem Durchschnittspreis von 2.758,41 €/m² liegt das Preisniveau im soliden Mittelfeld hessischer Städte. Die Preisspanne reicht von 1.224,85 €/m² bis 4.493 €/m², was die heterogene Marktstruktur widerspiegelt. Die Quartalsveränderung von +1,54% sowie die Jahresentwicklung von +7,29% unterstreichen eine kontinuierliche Wertsteigerung bei anhaltend hoher Nachfrage. Die Preisunterschiede in Kassel sind deutlich ausgeprägt. In Bad Wilhelmshöhe und dem Vorderen Westen werden Spitzenpreise um 4.200 €/m² aufgerufen, während in Waldau oder Bettenhausen Häuser bereits ab 1.300 €/m² verfügbar sind. Die beliebten Lagen nahe dem Bergpark oder in Brasselsberg rangieren bei etwa 3.500 €/m², wohingegen Randlagen wie Niederzwehren mit Preisen um 2.000 €/m² eine günstigere Alternative darstellen. Die positive Marktentwicklung dürfte sich in Kassel fortsetzen. Die universitäre Prägung und die zentrale Lage in Deutschland stützen die Nachfrage nachhaltig. Besonders in den etablierten Wohnlagen ist mit weiteren moderaten Preissteigerungen zu rechnen. Die Entwicklung der Bauzinsen und das begrenzte Angebot werden die Marktdynamik weiterhin beeinflussen. Eine Stabilisierung auf erhöhtem Niveau erscheint für die kommenden Quartale wahrscheinlich.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Eigentumswohnungsmarkt in Kassel zeigt sich im zweiten Quartal 2026 mit einem Durchschnittspreis von 3.164,60 €/m² auf hohem Niveau. Die breite Preisspanne von 1.620,37 €/m² bis 5.726,11 €/m² verdeutlicht die Vielfalt des Angebots. Mit einem Quartalsrückgang von -2,85% zeigt sich eine leichte Konsolidierung, während die Jahresbetrachtung mit +1,93% weiterhin positiv ausfällt. Der Markt scheint sich nach vorherigen Anstiegen zu stabilisieren. Spitzenpreise für Eigentumswohnungen werden in der Südstadt und am Königsplatz mit Werten um 5.500 €/m² erzielt. Das Kulturbahnhof-Viertel und die Unterneustadt liegen mit etwa 3.800 €/m² im gehobenen Mittelfeld. Günstigere Alternativen finden sich in Oberzwehren oder Forstfeld, wo Wohnungen bereits ab 1.700 €/m² angeboten werden. Die Nordstadt positioniert sich mit Preisen um 2.500 €/m² als attraktive Kompromisslösung zwischen Zentrumsnähe und Erschwinglichkeit. Die leichte Quartalskorrektur deutet auf eine Normalisierung des Wohnungsmarktes hin. Die anhaltende Urbanisierung und die Attraktivität Kassels als Wissenschaftsstandort dürften die Nachfrage mittelfristig stützen. Eine Seitwärtsbewegung mit leichten Schwankungen erscheint für die nächsten Monate realistisch. Besonders kleinere, energieeffiziente Einheiten in zentralen Lagen dürften weiterhin gefragt bleiben und Preisstabilität aufweisen.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für Einfamilienhäuser (ca. 120-140 m²) in Kassel präsentiert sich im zweiten Quartal 2026 mit einem Durchschnittsmietpreis von 11,31 €/m² moderat. Die Spanne reicht von 6,00 €/m² bis 16,43 €/m², was unterschiedliche Ausstattungsstandards und Lagen reflektiert. Mit einem Quartalsanstieg von +3,57% zeigt sich eine deutliche Dynamik, während die Jahresentwicklung mit -1,99% auf eine vorangegangene Korrekturphase hindeutet. Der Markt scheint sich nach einer Schwächephase wieder zu erholen. In den Premium-Wohnlagen Kirchditmold und Bad Wilhelmshöhe werden für Häuser Mieten um 15,50 €/m² aufgerufen. Das Fasanenhof-Viertel und Harleshausen rangieren mit etwa 12,00 €/m² im mittleren Segment. Besonders günstige Mietkonditionen finden sich in Wolfsanger oder Kaufungen mit Preisen um 7,00 €/m². Die Innenstadt-Randlagen wie Wehlheiden bewegen sich bei etwa 10,50 €/m² und bieten eine ausgewogene Balance zwischen Urbanität und Wohnqualität. Nach der Jahreskorrektur deutet die positive Quartalsentwicklung auf eine Stabilisierung des Mietmarktes für Häuser hin. Die Nachfrage nach familiengerechtem Wohnraum mit Garten bleibt in Kassel konstant hoch. Eine moderate Aufwärtsbewegung erscheint wahrscheinlich, wobei besonders energetisch sanierte Objekte verstärkt nachgefragt werden dürften. Die Mietpreisentwicklung wird weiterhin stark von der Objektqualität und der jeweiligen Mikrolage abhängen.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietwohnungsmarkt für 2-3 Zimmer Wohnungen (ca. 60-80 m²) in Kassel zeigt im zweiten Quartal 2026 mit durchschnittlich 10,76 €/m² ein stabiles Niveau. Die Preisspanne von 7,14 €/m² bis 18,33 €/m² verdeutlicht die Marktbreite. Die leichte Quartalskorrektur von -1,01% wird durch die positive Jahresentwicklung von +6,11% mehr als kompensiert. Der Markt zeigt sich nach starkem Jahreswachstum in einer Konsolidierungsphase, bleibt aber grundsätzlich robust. Spitzenmieten werden in der Friedrich-Ebert-Straße und am Ständeplatz mit bis zu 17,50 €/m² erzielt. Die Südstadt und das Vordere West liegen mit etwa 13,00 €/m² im gehobenen Bereich. Attraktive Preise finden sich in Niederzwehren oder Rothenditmold, wo Wohnungen ab 7,50 €/m² verfügbar sind. Die Universitätsnähe in Vorderer Westen und Wehlheiden führt zu stabilen Mieten um 11,50 €/m², getragen von konstanter studentischer Nachfrage. Der Mietwohnungsmarkt dürfte sich auf dem erreichten Niveau einpendeln. Die kontinuierliche Zuwanderung von Studierenden und Fachkräften stützt die Nachfrage nachhaltig. Eine Seitwärtsbewegung mit leichten saisonalen Schwankungen erscheint für die kommenden Quartale wahrscheinlich. Besonders zentral gelegene, modernisierte Wohnungen werden weiterhin stark nachgefragt bleiben, während in Randlagen mit moderateren Preisentwicklungen zu rechnen ist.
Zertifizierte Immobiliengutachter für Kassel und Umgebung
































