Immobilienmarktbericht Lübeck Q2 2026

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Markt für Kaufhäuser in Lübeck zeigt sich im zweiten Quartal 2026 robust. Mit einem Durchschnittspreis von 3.428 €/m² bewegt sich das Preisniveau leicht unter dem Vorquartal (-0,59%), während die Jahresentwicklung mit +4,58% deutlich positiv ausfällt. Die Preisspanne zwischen 1.546 €/m² und 6.606 €/m² verdeutlicht die heterogene Marktstruktur, wobei Lage und Ausstattung erheblichen Einfluss auf die Preisgestaltung haben. In der begehrten Altstadt-Insel und im Stadtteil St. Gertrud bewegen sich die Quadratmeterpreise häufig zwischen 5.000 €/m² und 6.500 €/m². Travemünde als Ostseebad zeigt sich mit Preisen um 4.800 €/m² ebenfalls hochpreisig. Deutlich günstiger sind Objekte in Kücknitz oder Moisling, wo Käufer mit 1.800 €/m² bis 2.500 €/m² rechnen können. Diese Preisunterschiede spiegeln die unterschiedlichen Lagequaliäten der Hansestadt wider. Die Prognose für den Häusermarkt in Lübeck bleibt verhalten optimistisch. Die moderate Jahressteigerung dürfte sich fortsetzen, wobei Premium-Lagen weiterhin stabile bis leicht steigende Preise erwarten lassen. In den Randlagen könnte sich die Preisdynamik etwas abschwächen. Die anhaltende Nachfrage nach Einfamilienhäusern im Umland der Hansestadt sorgt für ein stabiles Marktumfeld, während die Zinsentwicklung als dämpfender Faktor wirken könnte.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Eigentumswohnungsmarkt in Lübeck verzeichnet bei einem Durchschnittspreis von 4.615 €/m² eine spürbare Quartalkorrektur von -1,99%, während die Jahresentwicklung mit +2,90% positiv bleibt. Die breite Preisspanne von 1.981 €/m² bis 8.851 €/m² zeigt die Vielfalt des Angebots. Der aktuelle Rückgang deutet auf eine Normalisierung nach vorherigen Preisspitzen hin, wobei sich der Markt auf einem hohen Niveau stabilisiert. Spitzenpreise zwischen 7.000 €/m² und 8.500 €/m² werden in der historischen Altstadt und den wassernahen Lagen an der Trave erzielt. St. Jürgen und die Innenstadt-Bereiche rangieren mit 5.200 €/m² bis 6.800 €/m² im oberen Mittelfeld. In Stadtteilen wie Buntekuh oder St. Lorenz-Süd finden sich erschwinglichere Optionen zwischen 2.200 €/m² und 3.500 €/m², die besonders für Erstkaäfer attraktiv sind. Nach der aktuellen Preiskorrektur dürfte sich der Wohnungsmarkt in Lübeck auf dem erreichten Niveau konsolidieren. Die Nachfrage nach zentrumsnahen Eigentumswohnungen bleibt hoch, was mittelfristig für Preisstabilität sorgen sollte. In den Außenbezirken könnte die Preisentwicklung verhaltener verlaufen. Die demografische Entwicklung und die Attraktivität Lübecks als Wohn- und Arbeitsstandort sprechen für eine weiterhin solide Marktentwicklung.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für Einfamilienhäuser (ca. 120-140 m²) zeigt sich mit durchschnittlich 14,13 €/m² stabil. Die Quartalsveränderung von +0,71% und die Jahresentwicklung von +0,50% deuten auf ein ausgewogenes Marktverhältnis hin. Die Spanne zwischen 10,00 €/m² und 20,00 €/m² bietet Mietinteressenten verschiedene Optionen, wobei die moderate Preisentwicklung auf ein ausgeglichenes Angebot-Nachfrage-Verhältnis hindeutet. In Travemünde und den gehobenen Wohnlagen von St. Gertrud werden für Einfamilienhäuser Mieten zwischen 17,00 €/m² und 19,50 €/m² aufgerufen. Die Stadtteile Marli und St. Jürgen bewegen sich mit 14,00 €/m² bis 16,00 €/m² im mittleren Segment. Günstigere Alternativen finden sich in Herrenwyk oder Schlutup, wo Mieten zwischen 10,50 €/m² und 12,50 €/m² üblich sind. Der Mietmarkt für Häuser dürfte weiterhin stabil bleiben. Die geringe Dynamik spricht für ein eingespieltes Marktverhältnis ohne größere Verwerfungen. Die Nachfrage nach familiengerechten Mietobjekten bleibt konstant, während das Angebot begrenzt ist. Moderate Anpassungen im niedrigen einstelligen Prozentbereich erscheinen realistisch, wobei Premium-Lagen etwas stärkere Steigerungen verzeichnen könnten.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Wohnungsmietmarkt für 2-3 Zimmer (ca. 60-80 m²) präsentiert sich mit durchschnittlich 12,84 €/m² auf hohem Niveau. Trotz eines minimalen Quartalsrückgangs von -0,23% steht eine deutliche Jahressteigerung von +4,82% zu Buche. Die Preisspanne von 8,05 €/m² bis 21,80 €/m² verdeutlicht die stark differenzierte Marktlage, wobei die Jahresentwicklung den anhaltenden Nachfragedruck widerspiegelt. Die Altstadt-Insel und wassernane Lagen in St. Gertrud erreichen Spitzenmieten zwischen 18,00 €/m² und 21,00 €/m² für moderne Wohnungen. In Stadtteilen wie St. Jürgen und Hüxtertor pendeln sich die Mieten zwischen 13,50 €/m² und 16,00 €/m² ein. Bezahlbarere Optionen bieten Kücknitz und Moisling mit Mieten zwischen 8,50 €/m² und 10,50 €/m², die vor allem für preisbewusste Mieter interessant sind. Die starke Jahresentwicklung dürfte sich abschwächen, eine Stabilisierung auf dem aktuellen Niveau erscheint wahrscheinlich. Der Zuzug nach Lübeck und die begrenzte Neubautätigkeit sorgen für anhaltenden Nachfragedruck. In zentrumsnahen Lagen ist mit weiteren moderaten Steigerungen zu rechnen, während die Außenbezirke stabiler bleiben dürften. Die Mietpreisentwicklung wird maßgeblich von der wirtschaftlichen Gesamtlage beeinflusst.
Zertifizierte Immobiliengutachter für Lübeck und Umgebung
































