Immobilienmarktbericht Magdeburg Q2 2026

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Mit einem Durchschnittspreis von 2.493 €/m² behauptet sich der Magdeburger Markt für Kaufhäuser weiterhin auf einem soliden Niveau. Die Preisspanne reicht von 653 €/m² bis 4.697 €/m², was die heterogene Marktstruktur widerspiegelt. Mit einem minimalen Quartalsrückgang von 0,23% und einer Jahresabnahme von 2,82% deutet sich eine leichte Entspannung an. Die breite Preisspanne zeigt deutliche Qualitäts- und Lageunterschiede im Stadtgebiet. In Stadtfeld-Ost und Reform liegen die Quadratmeterpreise typischerweise zwischen 2.800 €/m² und 3.500 €/m², während modernisierte Objekte in diesen beliebten Vierteln bis zu 4.200 €/m² erreichen. Im Gegensatz dazu bewegen sich die Preise in Rothensee und Barleber See zwischen 900 €/m² und 1.800 €/m². Die zentrumsnahen Lagen in Buckau verzeichnen mittlere Preise um 2.100 €/m² bis 2.600 €/m². Die leichte Abwärtsbewegung der Kaufpreise dürfte sich in den kommenden Quartalen stabilisieren. Die anhaltende Nachfrage nach Einfamilienhäusern in guten Lagen wird voraussichtlich preissstützend wirken. In peripheren Stadtteilen könnten die Preise weiter moderat nachgeben. Die demografische Entwicklung Magdeburgs und die solide Wirtschaftsstruktur sprechen mittelfristig für stabile bis leicht steigende Preise im gehobenen Segment.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Eigentumswohnungen in Magdeburg notieren im Q2 2026 bei durchschnittlich 1.945 €/m², mit einer Spanne von 1.262 €/m² bis 3.587 €/m². Der Quartalsrückgang von 2,62% zeigt eine deutlichere Korrektur als im Jahresvergleich mit minus 0,34%. Diese Entwicklung deutet auf eine kurzfristige Marktanpassung hin. Die verhältnismäßig enge Preisspanne im Vergleich zu Häusern zeigt einen homogeneren Wohnungsmarkt. Die Altstadt und das Hasselbachviertel bilden mit Preisen zwischen 2.800 €/m² und 3.400 €/m² die Spitze des Marktes. Mittelpreisige Wohnungen in Stadtfeld-West und Leipziger Straße rangieren zwischen 1.800 €/m² und 2.400 €/m². In Sudenburg und Olvenstedt finden sich günstigere Optionen zwischen 1.300 €/m² und 1.600 €/m², wobei sanierungsbedürftige Objekte teilweise noch darunter liegen. Nach der aktuellen Quartalskorrektur dürfte sich der Wohnungsmarkt wieder stabilisieren. Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum bleibt in Magdeburg konstant hoch. Neubauprojekte in attraktiven Lagen werden voraussichtlich das obere Preissegment stützen. In Bestandsbauten ohne energetische Sanierung könnte der Preisdruck bestehen bleiben. Mittelfristig ist mit einer seitwärts gerichteten Preisentwicklung zu rechnen.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für Einfamilienhäuser (ca. 120-140 m²) zeigt sich im Q2 2026 mit durchschnittlich 11,85 €/m² robust. Die Preisspanne von 7,20 €/m² bis 15,18 €/m² verdeutlicht die Vielfalt des Angebots. Mit einem Quartalsplus von 0,77% und einer Jahressteigerung von 4,68% entwickelt sich dieses Segment dynamisch. Die kontinuierliche Nachfrage nach familiengerechtem Wohnraum treibt die Mietpreisentwicklung voran. Premium-Einfamilienhäuser in Reform und Stadtfeld erreichen Mieten zwischen 13,50 €/m² und 15,00 €/m². Die beliebten Familienquartiere in Ottersleben und Diesdorf bewegen sich zwischen 10,50 €/m² und 12,80 €/m². Günstigere Alternativen finden sich in Rothensee und Alt Olvenstedt mit Mieten zwischen 7,50 €/m² und 9,20 €/m², wo vor allem ältere Bestandsobjekte den Markt prägen. Die positive Mietpreisentwicklung bei Häusern dürfte sich fortsetzen. Die anhaltende Nachfrage nach Einfamilienhäusern zur Miete bei gleichzeitig begrenztem Angebot spricht für weitere moderate Steigerungen. Energetisch sanierte Objekte werden voraussichtlich überdurchschnittliche Mietpreissteigerungen verzeichnen. Die Zuwanderung junger Familien nach Magdeburg unterstützt diese Entwicklung nachhaltig.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Mietwohnungen (2-3 Zimmer, ca. 60-80 m²) kosten im Q2 2026 durchschnittlich 7,89 €/m² in Magdeburg. Die Bandbreite von 5,90 €/m² bis 12,28 €/m² zeigt ein differenziertes Angebot. Mit einem Quartalsanstieg von 0,38% und einer Jahressteigerung von 5,34% entwickelt sich dieser Markt am dynamischsten. Die starke Nachfrage nach mittelgroßen Wohnungen treibt die Preise kontinuierlich nach oben. Top-Lagen in der Altstadt und am Breiten Weg erzielen Mieten zwischen 10,50 €/m² und 12,00 €/m². Stadtfeld-Ost und Buckau als aufstrebende Viertel liegen zwischen 8,20 €/m² und 9,80 €/m². Preiswerte Wohnungen in Neu Olvenstedt und Kannenstieg bewegen sich zwischen 6,00 €/m² und 7,20 €/m², wobei hier hauptsächlich Plattenbauwohnungen das Angebot dominieren. Der Mietwohnungsmarkt wird weiterhin von hoher Nachfrage geprägt bleiben. Die Zuzüge von Studierenden und Fachkräften sorgen für anhaltenden Druck auf das mittlere Preissegment. Modernisierte Altbauwohnungen in zentralen Lagen dürften überdurchschnittlich zulegen. In den Plattenbaugebieten bleiben die Steigerungen voraussichtlich moderat. Die allgemeine Mietpreisentwicklung deutet auf weitere Anstiege hin.
Zertifizierte Immobiliengutachter für Magdeburg und Umgebung
































