Immobilienmarktbericht Neuss Q2 2026

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Häusermarkt in Neuss zeigt im zweiten Quartal 2026 eine leichte Entspannung. Mit einem Durchschnittspreis von 3.878 €/m² liegt das Preisniveau 1,1% unter dem Vorquartal und 2,99% unter dem Vorjahreswert. Die Preisspanne bewegt sich zwischen 2.293 €/m² und 6.084 €/m², was die heterogene Marktstruktur der Stadt widerspiegelt. Die rückläufige Preisentwicklung deutet auf eine Normalisierung nach den vorangegangenen Preisspitzen hin. Die Preisunterschiede zwischen den Neusser Stadtteilen sind erheblich. In Grimlinghausen und den stadtnahen Bereichen von Norf werden Spitzenpreise um 5.800 €/m² aufgerufen. Moderate Preislagen finden sich in Holzheim mit etwa 3.500 €/m². Die günstigsten Häuser sind in den Außenbezirken wie Grefrath zu finden, wo Quadratmeterpreise bei 2.400 €/m² beginnen. Diese Spreizung reflektiert die unterschiedlichen Lagequaliäten und Infrastrukturen. Die moderate Preiskorrektur dürfte sich in den kommenden Quartalen fortsetzen, jedoch in abgeschwächter Form. Die Nähe zu Düsseldorf und die gute Verkehrsanbindung stabilisieren weiterhin die Nachfrage. Eine Bodenbildung der Preise erscheint wahrscheinlich, wobei Premium-Lagen ihre Wertigkeit behalten werden. Mittelfristig ist mit einer Seitwärtsbewegung der Durchschnittspreise zu rechnen, während sich der Markt auf einem nachhaltigen Niveau einpendelt.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Eigentumswohnungsmarkt in Neuss präsentiert sich im Q2 2026 bemerkenswert stabil. Bei einem Durchschnittspreis von 3.367 €/m² liegt die Quartalsveränderung bei marginalen -0,16%, während im Jahresvergleich sogar ein Plus von 2,67% zu verzeichnen ist. Die Preisspanne reicht von 2.131 €/m² bis 5.441 €/m². Diese Entwicklung zeigt die anhaltende Attraktivität von Eigentumswohnungen als Kapitalanlage und für Selbstnutzer. Die Innenstadt und das Dreikönigenviertel markieren mit Preisen um 5.200 €/m² die Spitze des Marktes. In Furth-Mitte und Stadionviertel pendeln sich die Preise bei etwa 3.400 €/m² ein, was dem städtischen Durchschnitt entspricht. Erschwinglichere Optionen bieten Stadtteile wie Weckhoven oder Erfttal, wo Eigentumswohnungen bereits ab 2.200 €/m² verfügbar sind. Die Preisdifferenzen spiegeln Faktoren wie Baualter, Ausstattung und Mikrolage wider. Der Wohnungsmarkt dürfte seine Stabilität bewahren. Die positive Jahresentwicklung und die minimale Quartalskorrektur deuten auf ein ausgewogenes Verhältnis von Angebot und Nachfrage hin. Neubauprojekte in attraktiven Lagen werden weiterhin Premiumpreise erzielen können. Eine moderate Aufwärtsentwicklung erscheint mittelfristig realistisch, gestützt durch die demografische Entwicklung und die Attraktivität des Standorts Neuss im Rheinland.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für Einfamilienhäuser (ca. 120-140 m²) in Neuss durchläuft eine deutliche Korrektur. Mit durchschnittlich 15,12 €/m² liegen die Mieten 4,67% unter dem Vorquartal und sogar 7,86% unter dem Vorjahreswert. Die Spanne von 9,92 €/m² bis 24,16 €/m² zeigt erhebliche Unterschiede je nach Ausstattung und Lage. Diese Entwicklung verschafft Mietinteressenten verbesserte Verhandlungspositionen und mehr Auswahlmöglichkeiten am Markt. Premium-Lagen wie Oberstadt und das Quirinusviertel verlangen Spitzenmieten von bis zu 23 €/m² für hochwertige Einfamilienhäuser. Im mittleren Segment bewegen sich die Mieten in Reuschenberg und Pomona zwischen 14 und 16 €/m². Besonders familienfreundlich und preiswert präsentieren sich Rosellen und Allerheiligen mit Mietpreisen ab 10 €/m². Die Unterschiede resultieren aus Faktoren wie Gartengröße, Modernisierungsstand und Anbindung. Die Mietpreisentwicklung bei Häusern dürfte sich kurzfristig stabilisieren. Nach der deutlichen Korrektur ist eine Bodenbildung wahrscheinlich. Die Nachfrage nach familiengerechtem Wohnraum bleibt grundsätzlich vorhanden, wird aber preissensibler agieren. Vermieter werden verstärkt auf Ausstattungsqualität und Energieeffizienz achten müssen, um attraktive Mieten durchsetzen zu können. Eine Trendwende mit steigenden Mieten erscheint erst mittelfristig realistisch.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Ein zweigeteiltes Bild prägt im Q2 2026 den Mietwohnungsmarkt im Segment della 2- bis 3-Zimmer-Wohnungen (ca. 60–80 m²). Bei einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 12,47 € gibt das Niveau im Vergleich zum Vorquartal zwar leicht um 0,95 % nach, übertrifft den Vorjahreswert jedoch um deutliche 4,35 %. Die Bandbreite der Mieten bewegt sich dabei zwischen 8,40 €/m² und 20,31 €/m². Diese Kombination aus kurzfristiger Konsolidierung ed anhaltender Jahresteuerung verdeutlicht den anhaltend hohen Nachfragedruck auf bezahlbaren Wohnraum in Neuss. Die Neusser Innenstadt und moderne Quartiere am Hafenbecken erreichen Spitzenmieten von 19 bis 20 €/m². Beliebte Wohnlagen wie Furth und das Hammfeld rangieren mit 12 bis 13 €/m² im Mittelfeld. Günstige Alternativen finden Mieter in Norf-Derikum oder Hoisten, wo die Quadratmeterpreise bei 8,50 €/m² beginnen. Die Preisunterschiede korrelieren stark mit ÖPNV-Anbindung und Nahversorgung. Der Mietwohnungsmarkt wird voraussichtlich stabil bleiben mit leichter Aufwärtstendenz. Die positive Jahresentwicklung und die nur minimale Quartalskorrektur signalisieren ein robustes Marktumfeld. Neubauprojekte und sanierte Bestandswohnungen werden weiterhin überdurchschnittliche Mieten erzielen. Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum bleibt hoch, was mittelfristig für moderate Mietsteigerungen spricht, insbesondere in verkehrsgünstigen Lagen.
Zertifizierte Immobiliengutachter für Neuss
































