Immobilienmarktbericht Nürnberg Q2 2026

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Häusermarkt in Nürnberg zeigt sich im Q2 2026 weiterhin robust. Mit einem Durchschnittspreis von 4.382 €/m² und einer Preisspanne von 2.302 bis 7.071 €/m² bewegt sich das Segment auf hohem Niveau. Die Quartalsentwicklung von +1,1% und die Jahresentwicklung von +6,51% unterstreichen die anhaltende Nachfrage nach Eigenheimen. Die breite Preisspanne deutet auf ein heterogenes Marktangebot mit deutlichen Qualitäts- und Lageunterschieden hin. Die Preisspanne spiegelt die unterschiedlichen Lagen Nürnbergs wider. In Stadtrandgebieten wie Eibach oder Reichelsdorf finden sich Häuser im unteren Preissegment ab 2.400 €/m². Beliebte Wohnlagen wie Erlenstegen oder Mögeldorf rangieren bei 4.500 bis 5.500 €/m². Spitzenpreise um 6.800 €/m² werden in Premium-Lagen wie Worzeldorf oder dem Tiergärtnertorviertel erzielt, wo historische Bausubstanz auf moderne Ansprüche trifft. Die positive Entwicklungsdynamik dürfte sich fortsetzen, wobei eine leichte Abschwächung des Wachstums wahrscheinlich erscheint. Die Nachfrage nach Eigenheimen bleibt hoch, während das Angebot begrenzt ist. Moderate Preissteigerungen im mittleren einstelligen Prozentbereich sind zu erwarten. Besonders gefragt bleiben energieeffiziente Neubauten und kernsanierte Bestandsimmobilien in etablierten Wohnlagen.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Eigentumswohnungsmarkt zeigt mit einem Durchschnittspreis von 4.448 €/m² ein ähnliches Niveau wie der Häusermarkt. Die Spanne von 2.772 bis 7.863 €/m² ist beachtlich. Interessant ist die gegenläufige Entwicklung: Während im Quartalsvergleich ein Rückgang von -1,82% zu verzeichnen ist, steht auf Jahressicht ein Plus von 3,57%. Dies deutet auf eine Marktkonsolidierung nach vorherigen Preissteigerungen hin. Die Preisspanne bei Eigentumswohnungen variiert stark nach Lage. In Außenbezirken wie Langwasser oder Röthenbach bewegen sich die Preise zwischen 2.800 und 3.500 €/m². Zentrumsnahe Lagen wie die Südstadt oder St. Johannis erzielen 4.800 bis 5.800 €/m². Luxuswohnungen in der Altstadt oder exklusive Neubauprojekte in Maxfeld erreichen Spitzenpreise von 7.200 bis 7.800 €/m². Nach der leichten Quartalskorrektur dürfte sich der Markt stabilisieren. Die langfristige Nachfrage nach Eigentumswohnungen bleibt intakt, besonders in zentralen Lagen mit guter Infrastruktur. Eine Seitwärtsbewegung mit moderaten Schwankungen erscheint wahrscheinlich. Energieeffiziente Neubauten und barrierefreie Wohnungen werden voraussichtlich überdurchschnittliche Wertsteigerungen verzeichnen.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für Einfamilienhäuser (ca. 120-140 m²) präsentiert sich mit durchschnittlich 13,99 €/m² stabil. Die Preisspanne reicht von 7,45 bis 20,56 €/m². Mit einer Quartalsentwicklung von +1,01% und einer marginalen Jahresveränderung von -0,14% zeigt sich ein ausgeglichener Markt. Die breite Preisspanne reflektiert unterschiedliche Ausstattungsstandards und Lagen innerhalb des Stadtgebiets. Einfache Häuser in Randlagen wie Großgründlach oder Kornburg werden ab 7,50 €/m² vermietet. In etablierten Wohnvierteln wie Zerzabelshof oder Laufamholz liegen die Mieten zwischen 12,00 und 15,00 €/m². Premium-Objekte in gefragten Lagen wie Erlenstegen oder dem Burgviertel erreichen Spitzenmieten von 18,00 bis 20,00 €/m², besonders wenn moderne Ausstattung und Gärten vorhanden sind. Der Häuser-Mietmarkt dürfte weiterhin stabil bleiben. Die konstante Nachfrage nach familiengerechtem Wohnraum trifft auf ein begrenztes Angebot. Moderate Mietsteigerungen im niedrigen einstelligen Bereich sind wahrscheinlich. Besonders gefragt bleiben Häuser mit zeitgemäßer Energieeffizienz und Gärten in ruhigen, aber gut angebundenen Wohnlagen.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietwohnungsmarkt für 2-3 Zimmer Wohnungen (ca. 60-80 m²) zeigt mit 14,82 €/m² den höchsten Durchschnittsmietpreis. Die Spanne von 9,07 bis 27,37 €/m² ist bemerkenswert breit. Die Quartalskorrektur von -3,01% steht einem Jahresplus von 4,37% gegenüber. Dies deutet auf eine kurzfristige Marktberuhigung nach stärkeren Vorjahresanstiegen hin. Die Mietpreisunterschiede sind erheblich. In Stadtteilen wie Gibitzenhof oder Schweinau beginnen die Mieten bei 9,50 €/m². Mittelpreisige Lagen wie Gostenhof oder St. Peter rangieren zwischen 13,00 und 16,00 €/m². Spitzenmieten von 24,00 bis 27,00 €/m² werden für hochwertige Wohnungen in der Altstadt, am Wöhrder See oder in exklusiven Neubauten der Südstadt erzielt. Nach der Quartalskorrektur ist eine Stabilisierung auf aktuellem Niveau zu erwarten. Die strukturelle Wohnungsnachfrage bleibt hoch, während Neubauprojekte nur langsam Entlastung bringen. Mittelfristig sind moderate Mietsteigerungen wahrscheinlich, wobei zentrale Lagen mit guter Verkehrsanbindung überdurchschnittlich profitieren dürften. Energieeffiziente Wohnungen werden zunehmend nachgefragt.
Zertifizierte Immobiliengutachter für Nürnberg und Umgebung
































