Immobilienmarktbericht Oberhausen Q2 2026

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Mit einem Durchschnittspreis von 2.742 €/m² behauptet sich der Oberhausener Häusermarkt im Q2 2026 auf einem soliden und konstanten Niveau. Die Preisspanne bewegt sich zwischen 1.014 €/m² und 4.537 €/m². Mit einem Quartalsplus von 1,06% und einem Jahreswachstum von 5,61% entwickelt sich das Segment deutlich positiv. Die kontinuierliche Aufwärtsbewegung spiegelt die anhaltende Nachfrage nach Eigenheimen in der Region wider. Die Preisspanne verdeutlicht die heterogene Struktur des Oberhausener Immobilienmarktes. In Sterkrade-Nord und Osterfeld liegen die Quadratmeterpreise häufig im unteren Bereich zwischen 1.200 €/m² und 1.800 €/m². Gefragte Lagen wie Königshardt und die Bereiche nahe dem Kaisergarten erreichen hingegen Spitzenwerte zwischen 3.500 €/m² und 4.200 €/m². Die zentrumsnahen Gebiete bewegen sich meist im mittleren Preissegment. Die positive Entwicklung der vergangenen Quartale dürfte sich fortsetzen, wobei die Dynamik möglicherweise etwas nachlassen könnte. Die solide Nachfrage nach Eigenheimen bei gleichzeitig begrenztem Angebot spricht für eine weitere moderate Preisentwicklung. Besonders in den gehobenen Lagen ist mit stabilen bis leicht steigenden Preisen zu rechnen. Die Attraktivität Oberhausens als Wohnstandort im Ruhrgebiet bleibt ein wichtiger Preistreiber.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Eigentumswohnungen in Oberhausen notieren im Q2 2026 bei durchschnittlich 2.196 €/m², mit einer Bandbreite von 1.023 €/m² bis 4.369 €/m². Die leichte Quartalskorrektur von -0,35% und der Jahresrückgang von -1,50% signalisieren eine Konsolidierungsphase. Der Markt zeigt sich nach Jahren des Wachstums nun ausgeglichener, wobei die Preise auf einem historisch hohen Niveau verharren. Die Preisdifferenzierung im Wohnungsmarkt folgt klaren geografischen Mustern. In Alt-Oberhausen und den Randbezirken wie Holten finden sich Angebote im Bereich von 1.100 €/m² bis 1.600 €/m². Die Neue Mitte und moderne Quartiere in Sterkrade-Mitte erreichen Preise zwischen 2.800 €/m² und 3.500 €/m². Luxussegmente nahe dem Rhein-Herne-Kanal markieren mit über 4.000 €/m² die Spitze. Der Wohnungsmarkt dürfte sich in den kommenden Quartalen seitwärts bewegen. Die leichte Preiskorrektur könnte sich stabilisieren, während die Nachfrage weiterhin solide bleibt. Neubauprojekte in attraktiven Lagen werden voraussichtlich die oberen Preissegmente stützen. Eine ausgeprägte Trendwende ist nicht zu erwarten, vielmehr eine Phase der Marktberuhigung auf aktuellem Niveau.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für Einfamilienhäuser (ca. 120-140 m²) zeigt im Q2 2026 mit durchschnittlich 13,84 €/m² eine deutliche Quartalskorrektur von -7,73%, während die Jahresentwicklung mit +2,75% positiv bleibt. Die Preisspanne reicht von 7,61 €/m² bis 22,11 €/m². Diese Volatilität deutet auf eine Marktanpassung nach vorherigen Übertreibungen hin, wobei sich das Angebot-Nachfrage-Verhältnis neu austariert. Die Mietpreisunterschiede spiegeln die sozioökonomische Struktur Oberhausens wider. In Tackenberg und Lirich bewegen sich die Mieten für Einfamilienhäuser meist zwischen 8,00 €/m² und 11,00 €/m². Gehobene Wohnlagen wie Königshardt und die Bereiche um den Revierpark Vonderort erzielen Spitzenmieten zwischen 17,00 €/m² und 21,00 €/m². Die Stadtmitte und Sterkrade positionieren sich im mittleren Segment. Nach der jüngsten Korrektur dürfte sich der Mietmarkt für Häuser stabilisieren. Die Quartalskorrektur erscheint als gesunde Marktbereinigung nach überdurchschnittlichen Steigerungen. Mittelfristig ist mit einer Normalisierung auf dem aktuellen Niveau zu rechnen. Die grundsätzliche Nachfrage nach Mietshäusern bleibt intakt, sodass weitere starke Preisrückgänge unwahrscheinlich sind.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Mietwohnungen (2-3 Zimmer, ca. 60-80 m²) kosten im Q2 2026 durchschnittlich 8,99 €/m², bei einer Spanne von 6,02 €/m² bis 13,83 €/m². Mit einem Quartalsplus von 0,90% und einer Jahressteigerung von 3,81% entwickelt sich dieses Segment stabil aufwärts. Der Mietwohnungsmarkt profitiert von kontinuierlicher Nachfrage bei moderatem Neubauvolumen, was zu einem ausgewogenen Preiswachstum führt. Die Mietpreisstruktur zeigt deutliche stadträumliche Differenzen. In Eisenheim und Buschhausen liegen die Mieten häufig zwischen 6,50 €/m² und 7,80 €/m². Die Neue Mitte Oberhausen und attraktive Lagen in Alt-Oberhausen erreichen Werte zwischen 10,50 €/m² und 12,50 €/m². Neubauwohnungen in Top-Lagen markieren mit bis zu 13,50 €/m² die Preisspitze des Segments. Der Mietwohnungsmarkt dürfte seine moderate Aufwärtsbewegung fortsetzen. Die solide Nachfrage, getrieben durch Zuzug und sich verändernde Wohnbedürfnisse, trifft auf ein begrenztes Angebot. Besonders im mittleren Preissegment ist mit weiteren leichten Steigerungen zu rechnen. Die Entwicklung bleibt jedoch moderat und sozialverträglich, extreme Preissprünge sind nicht zu erwarten.
Zertifizierte Immobiliengutachter für Oberhausen und Umgebung
































