Immobilienmarktbericht Wolfsburg Q2 2026

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Häusermarkt in Wolfsburg zeigt sich im zweiten Quartal 2026 mit einem Durchschnittspreis von 2.601 €/m² leicht rückläufig. Die Preisspanne bewegt sich zwischen 1.269 €/m² und 4.247 €/m², wobei die Quartalsveränderung bei -0,47% liegt. Im Jahresvergleich beträgt der Rückgang moderate -2,08%, was auf eine gewisse Marktberuhigung nach vorherigen Anstiegen hindeutet. Die breite Preisspanne spiegelt die unterschiedlichen Lagen und Ausstattungsmerkmale wider. In den gehobenen Wohnlagen wie Nordstadt und Rabenberg erreichen Häuser Quadratmeterpreise von 3.800 €/m² bis 4.200 €/m². Die zentrumsnahen Bereiche in Detmerode und Westhagen bewegen sich im mittleren Segment zwischen 2.200 €/m² und 2.800 €/m². Günstigere Optionen finden sich in den Randlagen wie Vorsfelde oder Fallersleben, wo Preise zwischen 1.300 €/m² und 1.800 €/m² realisiert werden. Die moderate Preiskorrektur dürfte sich in den kommenden Quartalen stabilisieren. Die Nähe zu den Volkswagen-Werken und die damit verbundene Arbeitsplatzsicherheit sprechen für eine solide Nachfrage. Allerdings könnten wirtschaftliche Unsicherheiten in der Automobilbranche dämpfend wirken. Eine Seitwärtsbewegung mit leichten regionalen Unterschieden erscheint wahrscheinlich, wobei gut angebundene Lagen weiterhin Wertstabilität zeigen sollten.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Eigentumswohnungen in Wolfsburg notieren im zweiten Quartal 2026 bei durchschnittlich 2.496 €/m², mit einer Spanne von 1.538 €/m² bis 4.000 €/m². Die Quartalsveränderung von -2,47% zeigt eine deutlichere Korrektur als bei Häusern. Im Jahresvergleich beläuft sich der Rückgang auf moderate -0,91%. Der Wohnungsmarkt reagiert damit sensibler auf die aktuelle Marktlage, bleibt aber im langfristigen Vergleich relativ stabil. Premium-Wohnungen in der Innenstadt und am Allersee erzielen Spitzenpreise zwischen 3.500 €/m² und 3.950 €/m². Das mittlere Preissegment mit 2.300 €/m² bis 2.700 €/m² findet sich in Stadtteilen wie Hohenstein und Laagberg. Erschwinglichere Eigentumswohnungen in Hattorf oder Neuhaus liegen bei 1.600 €/m² bis 2.000 €/m², wobei hier oft ältere Bestandsbauten oder sanierungsbedürftige Objekte den Markt prägen. Der Wohnungsmarkt dürfte sich nach der aktuellen Korrektur auf dem erreichten Niveau einpendeln. Die Nachfrage nach kleineren, energieeffizienten Einheiten bleibt bestehen, während großflächige Wohnungen schwerer vermittelbar sind. Neubauprojekte mit moderner Ausstattung könnten weiterhin Aufschläge erzielen. Mittelfristig ist mit einer Stabilisierung zu rechnen, wobei die Entwicklung stark von der wirtschaftlichen Lage der Automobilindustrie abhängt.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für Einfamilienhäuser (ca. 120-140 m²) zeigt sich mit durchschnittlich 11,18 €/m² relativ stabil. Die Preisspanne reicht von 6,95 €/m² bis 14,40 €/m². Mit einer Quartalsveränderung von -0,62% und einer Jahresveränderung von -2,02% folgt der Mietmarkt dem allgemeinen Trend zur Entspannung. Die Nachfrage nach Mietshäusern bleibt konstant, wobei die Preise je nach Ausstattung und Lage deutlich variieren. Moderne Einfamilienhäuser in Nordstadt und Tiergartenbreite erreichen Spitzenmieten von 13,00 €/m² bis 14,20 €/m². In etablierten Wohngebieten wie Ehmen und Mörse bewegen sich die Mieten zwischen 10,50 €/m² und 12,00 €/m². Günstigere Alternativen finden Mieter in Barnstorf oder Hehlingen, wo ältere Häuser für 7,00 €/m² bis 9,00 €/m² verfügbar sind, allerdings oft mit einfacherer Ausstattung. Die Mietpreise für Häuser dürften sich kurzfristig stabilisieren. Die moderate Nachfrage von Familien, die flexibel bleiben möchten, trifft auf ein begrenztes Angebot. Energetisch sanierte Objekte werden weiterhin Premiummieten erzielen können. Die Entwicklung hängt stark von der Beschäftigungssituation bei Volkswagen ab. Eine leichte Seitwärtsbewegung mit geringen saisonalen Schwankungen erscheint am wahrscheinlichsten.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Mietwohnungen (2-3 Zimmer, ca. 60-80 m²) kosten in Wolfsburg durchschnittlich 9,72 €/m², bei einer Spanne von 6,89 €/m² bis 15,49 €/m². Die Quartalsveränderung liegt bei -0,82%, während die Jahresentwicklung mit +0,10% nahezu stagniert. Der Mietwohnungsmarkt zeigt sich damit als stabilstes Segment. Die breite Preisspanne reflektiert die heterogene Angebotsstruktur vom Altbau bis zum Neubau. Neubauwohnungen in der Porschestraße und am Klieversberg erreichen Höchstmieten zwischen 14,00 €/m² und 15,30 €/m². Das mittlere Segment in Westhagen und Detmerode liegt bei 9,00 €/m² bis 11,00 €/m², wobei hier viele modernisierte Bestandswohnungen angeboten werden. In Stadtteilen wie Hattorf oder Almke finden sich günstige Optionen zwischen 7,00 €/m² und 8,50 €/m², meist in älteren Mehrfamilienhäusern. Der Mietwohnungsmarkt dürfte seine Stabilität beibehalten. Die konstante Nachfrage von Berufseinsteigern und kleineren Haushalten trifft auf ein ausgewogenes Angebot. Neubauprojekte mit gehobener Ausstattung könnten das obere Preissegment stärken. Die Mietpreisentwicklung wird weiterhin moderat verlaufen, wobei energieeffiziente Wohnungen zunehmend gefragt sind. Größere Preissprünge sind nicht zu erwarten.
Zertifizierte Immobiliengutachter für Wolfsburg und Umgebung
































