Immobilienmarktbericht Frankfurt Q2 2026

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Frankfurter Markt für Kaufhäuser verzeichnet im zweiten Quartal 2026 eine leichte Abkühlung. Mit einem Durchschnittspreis von 5.013 €/m² liegt das Preisniveau weiterhin auf hohem Niveau. Die Preisspanne reicht von 2.000 €/m² bis 10.026 €/m², was die heterogene Struktur des Marktes widerspiegelt. Die Quartalsveränderung von -0,95% und die Jahresveränderung von -1,3% deuten auf eine moderate Preiskorrektur hin, die dem Markt nach Jahren des Wachstums eine Atempause verschafft. Die Preisspanne im Häusermarkt spiegelt die unterschiedlichen Lagen Frankfurts wider. In Stadtrandlagen wie Nieder-Erlenbach oder Harheim bewegen sich die Preise im Bereich von 3.500 €/m² bis 4.500 €/m². Das gehobene Westend und Sachsenhausen erreichen Spitzenwerte zwischen 8.000 €/m² und 9.500 €/m². Mittlere Lagen wie Bockenheim oder Bornheim pendeln sich bei 5.000 €/m² bis 6.500 €/m² ein. Die Preisentwicklung bei Häusern dürfte sich in den kommenden Quartalen stabilisieren. Die gestiegenen Zinsen und die wirtschaftliche Unsicherheit werden voraussichtlich weiterhin dämpfend auf die Nachfrage wirken. Gleichzeitig bleibt das Angebot in Frankfurt strukturell knapp, was einen stärkeren Preisrückgang unwahrscheinlich macht. Mittelfristig ist mit einer Seitwärtsbewegung der Preise auf dem aktuellen Niveau zu rechnen.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Eigentumswohnungsmarkt in Frankfurt verzeichnet mit durchschnittlich 6.543 €/m² weiterhin sehr hohe Preise. Die Bandbreite von 3.407 €/m² bis 11.033 €/m² zeigt die große Vielfalt des Angebots. Mit einem Quartalsrückgang von -1,38% und einer Jahresveränderung von -0,74% deutet sich eine leichte Marktberuhigung an. Die Nachfrage nach Wohnungen bleibt dennoch robust, getragen von der starken Wirtschaftsregion Frankfurt. Die Preisunterschiede bei Eigentumswohnungen sind erheblich. In peripheren Lagen wie Fechenheim oder Sossenheim finden sich Angebote zwischen 3.500 €/m² und 4.800 €/m². Die Innenstadt und das Nordend zeigen Preise von 7.000 €/m² bis 8.500 €/m². Absolute Spitzenpreise von 9.500 €/m² bis 10.800 €/m² werden in Premium-Lagen des Westends und am Mainufer erzielt. Der Wohnungsmarkt dürfte sich mittelfristig auf hohem Niveau konsolidieren. Die anhaltende Urbanisierung und Frankfurts Rolle als Finanzzentrum stützen die Nachfrage nachhaltig. Preissenkungen werden voraussichtlich moderat ausfallen und primär überhitzte Segmente betreffen. In gefragten Lagen ist weiterhin mit stabilen bis leicht steigenden Preisen zu rechnen, während periphere Gebiete eher zur Schwäche neigen könnten.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für Einfamilienhäuser mit ca. 120-140 m² Wohnfläche zeigt sich mit durchschnittlich 18,12 €/m² auf hohem Niveau stabil. Die Preisspanne reicht von 11,11 €/m² bis 28,43 €/m². Mit einer positiven Quartalsveränderung von +0,33% bei gleichzeitiger Jahresveränderung von -0,66% pendelt sich der Markt nach vorherigen Anstiegen ein. Die Nachfrage nach Mietobjekten dieser Größenordnung bleibt in Frankfurt konstant hoch. Die Mietpreise für Häuser variieren stark nach Lage. In Stadtteilen wie Preungesheim oder Rödelheim bewegen sich die Mieten zwischen 13,00 €/m² und 16,50 €/m². Gehobene Wohnlagen wie Holzhausen oder Alt-Sachsenhausen erreichen 20,00 €/m² bis 24,00 €/m². Spitzenmieten von 25,00 €/m² bis 27,50 €/m² werden in exklusiven Villenvierteln des Westends und in Oberrad am Mainufer erzielt. Der Mietmarkt für Häuser wird voraussichtlich stabil bleiben. Die begrenzte Verfügbarkeit von Einfamilienhäusern zur Miete in Frankfurt stützt das Preisniveau nachhaltig. Moderate Steigerungen sind in gefragten Familienlagen zu erwarten, während das Gesamtniveau durch regulatorische Eingriffe gedämpft werden könnte. Die Nachfrage dürfte aufgrund steigender Kaufpreise und Zinsen weiter robust bleiben.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für 2-3 Zimmer-Wohnungen mit ca. 60-80 m² zeigt mit durchschnittlich 20,55 €/m² ein sehr hohes Niveau. Die Spanne von 11,20 €/m² bis 39,10 €/m² verdeutlicht die extreme Spreizung des Marktes. Der Quartalsrückgang von -2,28% und die Jahresveränderung von -0,82% signalisieren eine spürbare Marktentspannung. Diese Entwicklung könnte auf regulatorische Eingriffe und ein verbessertes Angebot zurückzuführen sein. Die Mietpreisunterschiede bei Wohnungen sind enorm. In Randlagen wie Zeilsheim oder Sindlingen liegen die Mieten bei 12,50 €/m² bis 15,00 €/m². Zentrale Stadtteile wie Gallus oder Ostend verlangen 18,00 €/m² bis 23,00 €/m². Absolute Spitzenmieten von 32,00 €/m² bis 38,00 €/m² werden für luxuriöse Neubauwohnungen in der Innenstadt und im Europaviertel aufgerufen. Die Wohnungsmieten dürften sich nach der aktuellen Korrektur stabilisieren. Der anhaltende Zuzug nach Frankfurt und die strukturelle Wohnungsknappheit werden einen stärkeren Preisverfall verhindern. Regulatorische Maßnahmen könnten das Wachstum weiter dämpfen. In Neubaugebieten ist mit stabilen bis leicht steigenden Mieten zu rechnen, während Bestandsmieten eher seitwärts tendieren werden.
Zertifizierte Immobiliengutachter für Frankfurt am Main und Umgebung
































