Immobilienmarktbericht Freiburg Q2 2026

1. Häuser zum Kauf
aktuellem Quartal)
Der Freiburger Markt für Kaufhäuser behauptet sich im Q2 2026 weiterhin stabil und verzeichnet einen Durchschnittspreis von 5.059 €/m². Die Preisspanne reicht von 2.267 €/m² bis 8.956 €/m², was die heterogene Marktstruktur widerspiegelt. Mit einem Quartalswachstum von 2,85% und einer Jahresentwicklung von 2,31% zeigt sich eine moderate, aber stetige Aufwärtsbewegung. Die Nachfrage nach Eigenheimen bleibt in der Universitätsstadt konstant hoch. Die Preisspanne spiegelt deutliche Lageunterschiede wider. In Stadtrandlagen wie Hochdorf oder Lehen bewegen sich die Quadratmeterpreise zwischen 2.300 €/m² und 3.500 €/m². Zentrumsnahe Quartiere wie Wiehre erreichen 5.000 €/m² bis 6.500 €/m². Die Spitzenpreise von 7.500 €/m² bis 8.900 €/m² werden in den Premium-Lagen am Lorettoberg und in Herdern-Süd erzielt, wo die Kombination aus Stadtnähe und Grünlage besonders geschätzt wird. Die positive Entwicklungstendenz dürfte sich fortsetzen, getrieben durch die anhaltend hohe Attraktivität Freiburgs als Wohn- und Arbeitsstandort. Der begrenzte Neubau und die topografischen Beschränkungen des Schwarzwaldvorlandes werden voraussichtlich für eine weitere moderate Preissteigerung sorgen. Die Nachfrage aus dem Umland und von Familien, die aus Mietwohnungen in Eigentum wechseln möchten, bleibt ein stabilisierender Faktor.
2. Wohnungen zum Kauf
aktuellem Quartal)
Eigentumswohnungen in Freiburg notieren im Q2 2026 bei durchschnittlich 6.016 €/m², wobei die Spanne von 3.414 €/m² bis 9.243 €/m² reicht. Die leichte Quartalskorrektur von -0,77% steht einer soliden Jahresentwicklung von 3,80% gegenüber. Der Markt zeigt sich nach vorherigen Anstiegen in einer Phase der Konsolidierung, bleibt aber auf hohem Niveau stabil. Die Preisdifferenzierung folgt klaren geografischen Mustern. In Weingarten und Haslach sind Wohnungen zwischen 3.500 €/m² und 4.800 €/m² erhältlich. Das mittlere Preissegment von 5.500 €/m² bis 7.000 €/m² findet sich in Stühlinger und der Oberau. Absolute Premiumpreise zwischen 8.000 €/m² und 9.200 €/m² werden in der Altstadt und am Schlossberg realisiert, wo historisches Ambiente auf moderne Ausstattung trifft. Nach der aktuellen Konsolidierungsphase ist mittelfristig mit einer Stabilisierung auf dem erreichten Niveau zu rechnen. Die Universität und die starke Wirtschaftsstruktur sichern eine konstante Nachfrage. Neubauprojekte in Dietenbach könnten perspektivisch für eine gewisse Entspannung im mittleren Preissegment sorgen, während zentrale Lagen weiterhin hochpreisig bleiben dürften.
3. Häuser zur Miete
aktuellem Quartal)
Der Mietmarkt für Einfamilienhäuser (ca. 120-140 m²) zeigt sich im Q2 2026 mit durchschnittlich 14,70 €/m² und einer Spanne von 8,57 €/m² bis 26,67 €/m². Trotz eines Quartalsrückgangs von -6,49% liegt die Jahresentwicklung bei beachtlichen 12,39%. Die kurzfristige Korrektur folgt auf eine Phase starker Mietpreissteigerungen und deutet auf eine gewisse Marktberuhigung hin. Die Mietpreisspanne reflektiert verschiedene Wohnqualitäten. In Munzingen und Tiengen sind Häuser für 8,60 €/m² bis 11,00 €/m² verfügbar. Mittelpreisige Objekte zwischen 13,00 €/m² und 17,00 €/m² finden sich in Zähringen und Betzenhausen. Luxuriöse Mietobjekte in Günterstal und am Schönberg erreichen 22,00 €/m² bis 26,50 €/m², wobei hier oft besondere Ausstattungsmerkmale und großzügige Gärten den Preis rechtfertigen. Die aktuelle Quartalskorrektur dürfte temporärer Natur sein. Der strukturelle Mangel an Miet-Einfamilienhäusern in Freiburg wird mittelfristig wieder für Aufwärtsdruck sorgen. Familien mit gehobenen Einkommen suchen verstärkt nach Alternativen zum Kauf, was die Nachfrage hochhält. Eine Rückkehr zu moderaten Steigerungsraten erscheint wahrscheinlicher als eine weitere Korrektur.
4. Wohnungen zur Miete
aktuellem Quartal)
Mietwohnungen (2-3 Zimmer, ca. 60-80 m²) kosten im Q2 2026 durchschnittlich 16,28 €/m² bei einer Bandbreite von 9,40 €/m² bis 30,00 €/m². Mit einem Quartalsplus von 2,20% und einer nahezu stabilen Jahresentwicklung von -0,06% zeigt sich der Markt ausgeglichen. Die hohe Nachfrage durch Studierende und Berufstätige sorgt für ein konstant hohes Preisniveau. Die Mietpreisstruktur zeigt klare Abstufungen. Randlagen wie Opfingen und St. Georgen bieten Wohnungen zwischen 9,50 €/m² und 12,00 €/m². Im breiten Mittelfeld zwischen 14,00 €/m² und 18,50 €/m² liegen Stadtteile wie Littenweiler und Brühl. Spitzenmieten von 24,00 €/m² bis 29,50 €/m² werden in der Innenstadt und im Vauban-Viertel aufgerufen, wo urbaner Lifestyle auf nachhaltige Quartiersentwicklung trifft. Der Mietwohnungsmarkt dürfte weiterhin von hoher Nachfrage geprägt bleiben. Die begrenzte Neubautätigkeit und der kontinuierliche Zuzug von Fachkräften und Studierenden stabilisieren das Preisniveau. Regulatorische Eingriffe wie die Mietpreisbremse begrenzen zwar extreme Ausschläge, ändern aber nichts an der grundsätzlichen Knappheitssituation.
Zertifizierte Immobiliengutachter für Freiburg im Breisgau und Umgebung
































